Batterieruinen, Kormorane und Pelikane im Fort Stevens SP. 11.-12.7.2013

Batterieruinen, Kormorane und Pelikane im Fort Stevens SP. 11.-12.7.2013

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir ein im Fort Stevens SP, dem nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt Oregons. Trotz Sonne steigen die Temperaturen während unseres Aufenthaltes nicht über 22°C. Am Strand liegt das Schiffswrack Peter Iredale, welches 1906 gestrandet ist.

12.7.2013 Das Fort ist sehr ausgedehnt und mit guten Wegen ausgebaut, so dass wir mit den Velos zuerst zu den alten Befestigungsanlagen fahren. Das Fort hatte ein einziges Mal Feindkontakt, nämlich durch ein japanisches U-Boot. Man sieht, wo einst die Kanonen standen. In den Anlagen haben sich etliche Schwalben Nester gebaut. Selbst als wir durch die Anlage trotten, flitzen sie an uns vorbei zu ihren piepsenden Jungen. Trotz drohender Wolken und einzelner Tropfen radeln wir weiter zur Mündung des breiten Columbia Rivers, der hier in den Pazifik fliesst. Da die Wolken aufreissen und sich die Sonne wieder sehen lässt, radeln wir wieder einen Teil zurück und biegen dann zum Strand ab. Während eines Spatziergangs den Strand entlang, schaudern wir beim Anblick dreier Surfer, welche sich als einzige weit und breit in dem eiskalten Pazifik tummeln, einer davon sogar ohne Neoprenanzug. Immer wieder fliegen riesige Kormoranzüge über uns hinweg zum offenen Meer hinaus. Dazwischen sehen wir grössere Pelikangruppen die Wellentäler entlangschweben. Pelikane haben einen leicht zu erkennenden Flügelschlag. Sie schlagen eher bedächtig, aber kräftig ein paar Malm, dann segeln sie. Dann wiederholt sich das Ganze. Es fliegen so viele Gruppen hinter und vor uns vorbei, dass uns das Geschehen an den Auftritt verschiedener Tanzgruppen während einer Aufführung erinnert. Dann etwas ganz besonderes: Eine riesige Kormoranformation hat sich mit ungefähr 30 Pelikanen vereint. Sie fliegen zuerst hintereinander, dann plötzlich, wie auf ein Signal hin formieren sie sich nebeneinander und fliegen tief über dem Wasser. Sie jagen zusammen.

An sich gibt es mehr als genug Parkplätze bei den Zugängen zum Strand. Trotzdem stehen viele Pickups direkt auf dem Strand. Offenbar ist es Mode, direkt auf dem Strand entlangzufahren. Selbst ein Sheriff ist den Strand entlang gefahren. Als er uns passiert, winkt er uns freundlich zu. Zwei Fahrzeuge machen Kurvenfahrübungen. Der Sand eignet sich gut dafür. Wir haben selten so feinen und gut begehbaren Sand erlebt wie hier. Trotzdem.. Gehören Pickups wirklich auf den Strand?

Abends am Feuer vermiesen uns die Nachbarn den Genuss, weil sie sehr lautstark stundenlange Ratespiele veranstalten. Ich habe mich zwar bei ihnen wegen ihrer überlauten Konservenmusik beschwert und ein anderer Camper wohl über das laute Reden. Genützt hat es nicht. Also auch das gibt es in den USA