Chengde, sehr chinesisch. 20.-21.7.2015

Chengde, sehr chinesisch. 20.-21.7.2015

Auch heute ist die Strecke sehr interessant. In einem Dorf mischen wir uns unter das bunte Markttreiben. Es gibt hier Stände mit geräucherten, sehr begehrten Hühnerfüssen, unter den viele Gemüsearten riesige Auberginen, süsse Aprikosen und riesige, gut schmeckende Trauben. An Gebäckständen wird allerlei unabgepacktes, undefinierbares angeboten. Die Häuser sind teils aus Lehm, müssen jedoch zusehens gemauerten Platz machen. Nach einer schönen Fahrt entlang von Flüssen, einem See und über sanft geschwungene Berge, gelangen wir an den Aussenrand von Chengde. Unser Nachtplatz liegt hinter einem noblen Hotel. Ein des Deutschen mächtiger Chinese bestätigt, dass alte Häuser in Massen abgerissen und Wohnblöcken weichen müssen, dass die Menschen früher gerne in solche Hochhäuser gezogen sind, jedoch jetzt der Trend gekehrt hätte und sie wieder in Einfamilienhäusern mit Garten drum rum wohnen möchten; in spätestens 10 Jahren sei sicher nichts mehr vom alten China mit seinen Natursträsschen, Lehm- oder Holzhäusern usw. übrig. Er erzählt, dass früher Jeder beschäftigt und bezahlt worden sei, egal ob fleissig oder faul; dies sei jedoch vorbei, heute würde nur noch gute Leistung honoriert; die Bauern könnten von ihren Produkten nicht mehr leben und zögen als Wanderarbeiter in die Städte; dort bekämen sie bei guter Leistung einen festgelegten Mindestlohn. Während der Fahrt konnten wir sehen, dass riesige neue Bauten die Felder verdrängen.

Das Fahrzeug unseres Pechvogel Michael gab gestern den Geist auf und konnte nicht mehr gefahren werden. In Peking gibt es noch ein Diagnosegerät für sein Fahrzeug. Zudem könnte ein allfälliges Ersatzteil eingeflogen werden. Das Fahrzeug wird mittlerweile die rund rund 500 km nach Peking abgeschleppt. Wir alle leiden mit ihm, denn Michael ist uns ans Herz gewachsen.