Die Dachluke klemmt! Labordaywochenende an den Warren Dünes. 30.8.-2.9.2013

Die Dachluke klemmt! Labordaywochenende an den Warren Dünes. 30.8.-2.9.2013

Kaum im Warren Dünes SP im Süden des Lake Michigan angekommen, droht ein Gewitter. Also alle Klappen zumachen, damit's nicht reinregnet. Wenn's so leicht wäre! Denn unsere Ventilatordachluke über den beiden Sitzen klemmt und lässt sich trotz allen Versuchen nicht mehr schliessen. Es fängt an zu regnen. Etwas entfernt donnert und blitzt es. Irgendwie müssen wir die offene Klappe abdecken. Ich rase los. Bin auf der Suche nach einem grossen Trailer, denn die haben öfters Leitern bei sich. Leider vergebens, keiner hat eine Leiter. Nun geht Marcel in die andere Richtung los. Vielleicht sind die Ranger noch da und haben eine Leiter? Unterwegs fragt er im Shop an. Sie haben eine Leiter. Die freundliche Dame kommt gleich mit. Sie spricht übrigens Marcel und mich mit "Honey" an. Ich habe mittlerweile ein Stück Plastik zugeschnitten und die Ränder mit breitem Plastikband überlappend beklebt. Es tropft und donnert. Die junge Dame klettert wie ein Affe über die Leiter und Fahrertür auf's Dach und bringt die Plane an. Gleich danach hört der Regen auf. Es donnert jedoch weiter. Ich habe Bedenken, ob die Plane bei starkem Regen und Wind hält und bastle aus einer Plastikplane einen Schlauch, den ich Innen von unten an die Luke klebe. Sollte die äussere Abdeckung nicht halten, können wir nun das Wasser durch den Schlauch entweder nach aussen leiten oder mit Kübeln auffangen. Das Wetter bleibt unbeständig. Immer mal wieder drohen dunkle Wolken und es donnert. Ich lese am Anschlagbrett, dass Michigan im Schnitt 16 Mal pro Jahr von Tornados heimgesucht wird. Wie beruhigend!

31.8.2013. Marcel versucht morgens bei den Rangern, eine RV-Repair-Firma aufzutreiben, die arbeitet. Leider vergebens. Keiner arbeitet an diesen Tagen am Labordaywochenende. Erst am Dienstag, dem 3.9. können wir versuchen, eine Reparaturwerkstätte zu finden. Wir holen nochmals die Leiter. Versuchen, die Klappe zuzumachen. Leider vergebens. Nun reinigen wir das Dach um die Klappe herum und kleben Folie  an. So sollte es - mit dem Schlauch im Inneren - eigentlich bis zur Reparatur halten.

Im Moment sieht das Wetter beständig aus. Also keine Gefahr wegen Überschwemmungen im Wohnmobil. Daher fahren wir mit den Velos runter zur Warren-Düne. Der Strand bei der Düne unterhalb der vier riesigen Parkplätze ist voller Leute. Es tummeln sich ganze Familienclans und ihre Freunde am Strand und im Wasser. Ein friedliches Bild. Doch für uns total ungewohnt, denn bisher waren die Strände in den USA eher leer. Labordaywochenende halt. Da machen die Leute frei. Danach sind auch die Schulferien zu Ende. Auch der CG ist bis zum Platzen gefüllt. Kein Wunder, wir sind ja nur 50 Kilometer von Chicago entfernt. Es sind nicht die üblichen Camper auf dem Platz, sondern ein buntes Gemisch von Leuten, die den Anlass dazu nutzen, mit Freunden und Familie ein paar unbeschwerte Tage in der Natur zu verbringen. z.B. unsere Nachbarn, mexikanischen Ursprungs, sind mit drei Autos, vier Zelten und vielen Kindern gekommen. Im Zentrum steht der Tisch mit zwei Grill's und anderen Utensilien. Er wird als Koch-, Ess- und Trinkbar benutzt. Bei all dem Getümmel sind wir froh um unsere ruhige grosse Nische zwischen Büschen