Estland, Russland bis Moskau. 17.5.-22.5.2015

Estland, Russland bis Moskau. 17.5.-22.5.2015

Wir verlassen Riga wegen des heutigen Marathonlaufes schon sehr früh. Unterwegs sehen wir viele Holzhäuschen mit Schnitzereien. Ich komme mir vor, wie in einem Schiwagofilm...Teils sieht man auch gemauerte Häuser, teils sehr moderne. Die gemauerten lösen die traditionellen aus Holz ab. Unterwegs sehen wir massenhaft Flechtenpolster, welche Rentieren als Winternahrung dienen. Die Grenze zu Estland ist wieder absolut menschenleer. Die Durchfahrt ist kurz. Kurz vor der Grenze treffen wir uns. Über die Grenze fahren wir im Konvoi. Ein Teilnehmer mit Kampfwohnmobil hat kurz Probleme, wird dann aber durchgelassen. Später ist uns aufgefallen, dass die Polizisten diese hohen Kampfwohnmobile gerne rauswinken. Wir mit unserem kleinen "Pfupferle" werden kaum beachtet..lach. Gemäss Reiseleiter wurden unsere Fahrzeuge heute besonders streng kontrolliert. Manche mussten jede Kiste und Schrank öffnen. Wir hatten Glück. Der Grenzer sah bei uns nur in jede Klappe im Wohnbereich. Hinten, in den Laderaum wollte er zu unserer Erleichterung nicht sehen. Das hätte länger gedauert!

 

Von  Pskow fahren wir nach Welikiye Luki, wo wir wir auf dem Sportplatz einer Sportschule übernachten. Abends werden wir vom stv. Bürgermeister der 200´000 Seelenstadt und unterhalten wir uns mit Schülern dieser Schule. Alles ist super aber sehr kalt. Am nächsten Tag besichtigen wir die Stadt und den Kreml von Pskov. In der orthodoxen Kirche geraten wir in einen Gottesdienst, der mich sehr berührt. Die meisten Besucher sind Frauen. Jede steht für sich alleine. Die Hände hängen, die Schultern sind vorgebeugt. Hin und wieder bekreuzigen sich alle. Im Hintergrund stehen ausgebildete Kirchensänger. Der Gesang ist relativ monoton, hypnotisiert aber irgendwie mehr und mehr. Dies alles ist sehr ergreifend, auch wenn man nicht diesem Glauben anhängt.

 

19.5. Auf der Fahrt nach Moska sehen wir viel sumpfiges Gelände, viele Bushaltestellen aber wenig Häuser, viele baufällige oder ganz zusammengefallene Holzhäuser. Vor uns liegen 490 km Distanz und eine Konvoifahrt im Moskauer Stau. Alle passen auf, dass sie bei Kreuzungen nicht den Anschluss verlieren. Trotzdem werden wir immer wieder getrennt. Dank Sprechfunk und weil wir alle immer wieder aufeinander gewartet haben, gelangten wir dann ziemlich abgeschlafft am Campingplatz an. Es folgen 3.5 Tage in Moskau mit vielen Besichtigungen von Kirchen, dem Roten Platz, Kreml, Kloster. Wir schlendern an der Arbat Einkaufsstrasse usw. Moskau ist in vielen vergleichbar mit den europäischen Metropolen. Ihre russische Note ist jedoch allgegenwärtig. Die Leute verhalten sich im Strassenverkehr anders. Die Leute wechseln kreuz und quer die meist 4-spurigen Strassen. Obwohl der Wechsel sehr schnell geht, passiert wenig, weil sich niemand rücksichtslos verhält. Wir sind mit der Moskauer Metro gefahren und mehrfach umgestiegen, und bestaunten die unterschiedlichen Gestaltungen dieses faszinierenden Bauwerks. Die Moskauer Metro wurde übrigens mit der Hilfe von Kriegsgefangenen erstellt.