Fahrzeugschäden, Kinderheim, Babuschkin, Ulan Ude, Russland ade! 26.-30.6.2015

Fahrzeugschäden, Kinderheim, Babuschkin, Ulan Ude, Russland ade! 26.-30.6.2015

Es kam dick... Eines unser Fahrzeuge kassierte durch Steinschlag am Fahrzeugboden einen kaputten Kühler, was eine Weiterfahrt verunmöglichte. Eines unserer beiden Kampfmobile wollte es abschleppen, doch nach 15 km gaben Beide auf. Das viel zu kleine Abschleppdienst kam nach 4 Stunden und es brauchte weitere 3 Stunden, bis das Wohnmobil auf dem Abschleppwagen festgezurrt war. Unsere Reiseleiter sicherten von Hinten. Sie fuhren die ganze Nacht und hatten die 100 km Distanz gegen Morgen bewältigt. Das Wohnmobil konnte repariert werden und am Nachmittag schloss es wieder zu uns auf. Unsere Reiseleiter gerieten in ein tiefes Schlagloch, als sie einem anderen Reiseteilnehmer zuwinkten. Dies löste die Fahrsperre aus. Doch nach einigem Suchen und Hilfeleistung eines Teilnehmers konnten sie den Knopf zum Entsperren finden. Wir stellten nach der Ankunft fest, dass wir vorne auf dem Kühler eine Delle kassiert hatten. Bei einem anderen Teilnehmer stieg die Servolenkung aus. Er muss bis zur Ersatzlieferung ohne Servounterstützung fahren.

Dazwischen besuchten wir ein Kinderheim, das Waisen und Kindern aus Problemhaushalten ein Dach bietet. Die Kinder und ihre liebevollen Betreuerinnen berührten uns sehr. Die Kinder sangen und tanzten für uns. Natürlich überreichten wir der Heimleitung gerne eine Spende  für Anschaffungen.

In Babuschkin wartete unser letzter Übernachtungsplatz direkt am Baikalsee auf uns. Am 29.6. durchfuhren wir einen Bereich des 500 qkm grossen Selenga-Deltas. Es ist das grösste Süsswasserdelta der Welt und ein Paradies für Vögel, Fische, Krebse usw. Während unser Ziel, Ulan Ude, die Hauptstadt Burjadiens, näherrückte, bemerkten wir  immer wieder die Geleise der Transsibirischen Eisenbahn, welche gen Westen bis Moskau, und gen Osten nach Wladiwostok und dann weiter bis nach Peking führen.

Am 30.6. besuchten wir ein buddhistisches Zentrum. Wir staunten über die Tempelanlagen und die Innenräume mit den Gebetsplätzen für die Mönche. In eine Kirche war uns der Zugang verwehrt. In diesem liegt der Körper eines sehr verehrten Mönches. Obwohl seit vielen Jahren verstorben, ist sein Körper unverwest und die Wissenschaft hat keine Erklärung dafür, warum dies so ist. Auf dem Gelände hielten sich viele buddhistische Mongolen auf, wovon die meisten in mongolischer Tracht gekleidet waren. In einem Gebäude war ein grosses Mandela ausgestellt. Es wird von einem Mönch hergestellt und nach 3 Tagen wieder zerstört. Im Anschluss nahmen wir an einer Stadtrundfahrt teil und machten einen Spaziergang durch den Zentralen Platz, auf dem früher die imensen Militärparaden stattfanden. Heute steht dort ein riesiger Kopf von Lenin. Lächelnd erfahren wir, dass dieser in früheren Zeiten einigen deutschen Städten angeboten wurde, doch keiner wollte ihn haben. Schliesslich fand er hier im östlichen Sibirien seinen jetzigen Platz.

Frage: Warum reisen die Leute? Antwort: Die Chinesen reisen um Fotos zu machen. Die Amerikaner reisen um Fotos zu machen und zuhause anzugeben. Die Engländer reisen, um keinen Besuch zu bekommen. Und die Deutschen und Schweizer reisen, um sich zu vergewissern, dass die Angaben im Reiseführer stimmen.

Architektur: Viele Gebäude in Ulan Ude wurden von damaligen Kaufleuten der Seidenstrasse gebaut. Es gibt z.B. heute noch das repräsentative Haus des deutschen Kaufmanns Kappelmann. Dieser zog jedoch nach der Revolution nach China, weil er um sein Leben fürchtete.