Issikul See, Südufer. Filzen in einer Frauenkooperative. 2 Wohnmobile im Sand eingegraben. 1‘625m üNN. 30.8.-1.9.2015.

Issikul See, Südufer. Filzen in einer Frauenkooperative. 2 Wohnmobile im Sand eingegraben. 1‘625m üNN. 30.8.-1.9.2015.

Unterwegs machten wir Halt in Kochkor, wo wir einer Kirgisin beim Filzen zusahen. Die kirgisischen Teppiche aus Filz, gemacht nach alter Tradition und mit ungefärbter Wolle, bleiben viele Jahrzehnte schön, wenn man sie pflegt. Die kirgisischen Halbnomaden benutzen diese als Bodenabdeckung in den Jurten. Leider wird die Wolle heutzutage oft chemisch gefärbt, verblasst jedoch schnell. Wir durften bei der Gestaltung eines kleinen Musterstücks helfen. Resultat siehe Fotogallerie. Wir erstanden zwei schöne Seidenschals mit zarten Filzstreifen.

Kensche, unsere kirgisische Begleiterin, hatte uns bereits an der Grenze vor den oft schlechten Strassen in Kirgistan gewarnt. Und: es stimmt! Dafür bewunderten wir schon von weitem den türkisfarben leuchtenden Issikul See. Er hat dieselbe Färbung wie der Brienzer See und ist der Stolz der Kirgisen. Unser Platz für zwei Tage lag an der „Stillen Bucht“ auf einem Naturplatz am Wasser. Am nächsten Tag wurde eifrig repariert und ersetzt, denn Kristina war von Deutschland eingeflogen, und brachte diverse, dringend benötigten Ersatzteile mit, welche in Zusammenarbeit mit unseren kundigen Mitreisenden am Platz eingebaut wurden.

Am 2. vollen Tag unseres Aufenthaltes war das Wohnmobil unseres holländischen Mitfahrers im Sand eingebrochen, als dieser wegfahren wollte. Ein schweizerischer Mitfahrer mit Kampfmobil wollte ihn rausziehen. Leider grub er sich ebenfalls bis zur Achse ein und konnte nicht befreit werden. Schliesslich kam ein einheimischer Abschlepper mit einem alten russischen Abschleppwagen, der Beide ohne Schaden rauszog.