Khustayn Nationalpark. Przewalski-Pferde und andere Wildtiere im Park. 4.-5.7.2015

Khustayn Nationalpark. Przewalski-Pferde und andere Wildtiere im Park. 4.-5.7.2015

Der Khustayn Nationalpark liegt Nähe Ulan Bator. Die heutige Tagesstrecke beträgt nur 50 km? Und keine Zeitangabe, wann uns die Reiseleitung erwartet?
Hm.. Tja... Anfangs genossen wir noch die Strasse mit ihren normalen tiefen Schlaglöchern und gefährlichen Einzackungen am Rand, doch dann gings von der Strasse ab auf eine teils 4-spurige Sandpisten-querfeldein-feldwegart, die es in sich hatte. Und wer, wer sass zufällig am Steuer? ..Bingo! aber dann machte es sogar richtig Spass, die beste Rille mit dem wenigsten Sand anzupeilen, bzw. auf zwei Grashöckern oder überhaupt ganz weg von den Spuren im Grasland zu fahren. Alles ging gut und die Räder unseres Fahrzeugs drehten nur kurz kurz durch. Einmal, wir waren gerade auf einer Art Anhöhe angekommen, kam uns ein einheimischer Bus entgegen. Marcel meinte noch, ich solle ausweichen. Aber wohin? Dann hätten wir nämlich im Sand festgesteckt. Also fuhr ich einfach langsam weiter. Alles ging gut, denn der Bus wich uns gewandt aus. Einige von unseren grossen Wohnmobilen waren im Konvoi gefahren. Einige hielten sogar an und sondierten vor der Weiterfahrt zu Fuss. Nur 1 Fahrzeug war stecken geblieben, als es einem anderen Fahrzeug ausgewichen war. Hilfsbereite Mogolen hatten es aber im Nu herausgezogen. Wir übernachteten beim Camp des Khustayn Nationalparks. Meine Erkältung nahm zu. Ich schniefte und hustete mit dem heulenden Wind um die Wette.

Abends abenteuerliche Flitzbusfahrt gemacht. Der Fahrstil der Mongolen ist schnell, riskant und führt gerne quer feldein. Unser Fahrer der schnellsten Spezies. Die Fahrt ging als Erstes zum Bach, von dem die wilden Przewalskipferde zur Abendzeit trinken. Kaum angekommen, sahen wir sie schon in einzelnen Gruppen die Berge heruntertraben, teils in wildem Galopp, teils vorsichtig Ausschau haltend. Dann fuhr ein Teil unserer Gruppe noch weiter zu den Stelen, also noch tiefer in den Nationalpark hinein. Die Stelen gehörten vor rund 1200 – 1400 Jahren zu einem heiligen Platz. Trotz ihrem Alter sind noch heute teils deutlich die Gesichter und Körper zu erkennen. Auf der Fahrt sahen wir viele Tiere wie Hirsche, Wildpferde, Murmeli, Gemsenartige.