Oder war's doch ein Puma?. Davis Mountains SP. 1.5.13

Oder war's doch ein Puma?. Davis Mountains SP. 1.5.13

 

Seit Tagen schlafen wir im Puma Gebiet und keiner warnt uns. Da gehe ich doch gestern abend, als alle ringsum schon schlafen, spätnachts zum Badehaus. Irgendwie fühle ich mich beobachtet und es gruselt mich immer mehr. Ich leuchte permanent die Gegend ab. Ob das ein Puma war oder vielleicht nur ein Kojote oder ein flüchtiger Mexikaner? Wohl weder das eine noch andere. Auf dem Rückweg sehe ich noch ein herziges Häschen. Morgens überlegen wir, allerdings nicht wegen der Pumas, die hier übrigens Mountain Lion genannt werden - sondern wegen der gestrigen Hitze, weiterzufahren. Und weiter gehts entlang der mexikanischen Grenze durch die Chihuahuan-Wüste. An dieser Grenze entlang sehen vier mal Border Patrol- Autos die Grenze abfahren. 310 km lang fahren wir durch eintönige Landschaft, welche aus Gestrüpp, Steinen, Sand, Erde, Kakteen und Hügeln besteht. Wir passieren Sanderson, tanken dort Diesel und Propan Gas, fahren durch Alpine und erreichen schliesslich den Davis Mountains SP, Nähe Fort Davis. Und jetzt kommts: Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, lesen wir im Prospekt, dass wir uns seit Tagen in der Kernzone des Pumagebiets befinden. Es gibt hier auch massenhaft Wildschweinhorden, Montezuma Quail's, welche wie gepunktete Hühner aussehen, Treefrogs (Baumfrösche?) und Klapperschlangen. Doch sie alle verbergen sich vor uns. Das Gebiet war vor 25 Mio.  Jahren Vulkangebiet, was die hiesigen riesigen Basaltblöcke erklärt. Die Temperaturen betragen hier "kühle" 35°C, aber im Gegensatz zu gestern macht uns die Hitze nichts aus. Vielleicht liegt's an dem angenehmen Lüftchen, das uns umschmeichelt? Jedenfalls fühlen wir uns hier babywohl.

2.5. Tja, da habe ich gestern von 35°C berichtet. Doch heute Nacht kam ein Sturm und heute morgen warens nur noch 6° C. Wir gut, dass wir gestern noch beide Gasflaschen zum Heizen auffüllen liessen.