Regenwald und Plumpskloh im Iron Creek National Forest. 17.7.2013

Regenwald und Plumpskloh im Iron Creek National Forest. 17.7.2013

Wir fahren an Tacoma vorbei, teils auf fünfspurigem Highway in jeder Richtung und sind wieder einmal froh über das GPS, welches uns zeigt, auf welcher Spur wir fahren und wo wir abbiegen sollen. Vorbei an Puyallup.  Nähe Randle finden wir nach 6 Stunden Autofahrt den Iron Creek National Forest, in dessen CG wir zwei Nächte verbringen werden. Und als wir unseren überaus grosszügig bemessenen Platz sehen, wird uns wieder einmal klar, dass wir solche Plätze in Europa niemals finden werden. Er hat sogar einen eigenen Zugang zum Iron Creek hinunter, dessen Plätschern bis zu uns dringt.

Eine Überraschung wartet jedoch auf uns: wir befinden uns wieder inmitten eines Regenwaldes, mit ausgeprägten langen Moostüchern, welche von den Ästen herunterhängen. Die Sonnenstrahlen spielen mit ihnen. Mal sind jene Äste im Rampenlicht, mal andere. Diese langsamen Wechsel lullen uns ein wie harmonische Klänge. Wir gehen runter zum Iron Creek und laufen den Uferpfad entlang, Wobei wir absichtlich laut auftreten und lauter reden. Denn wir rechnen in einer Wildnis wie dieser, dass ein Bär auftaucht. Sollte dem so sein, wird er sich wahrscheinlich verziehen, wenn er uns rechtzeitig hört. Ich male uns aus, wie schön es wäre, drüben auf dem anderen Ufer eine Bärenmutter mit Jungen herumtapsen zu sehen. Aber leider sehen wir überhaupt keine Tiere. Dafür viele umgestürzte Bäume. Manche liegen im Wasser.

Tja, kleine fliegendeTiere lieben das Pumpskloh hier besonders. Als ich die Tür aufmache, kommt eine ganze Wolke summender Insekten raus. Doch nach einer Minute türwedeln sind die meisten draussen. Geruch streng, jedoch erträglich. Aber reingucken ins Innenlebendes Klos ist nicht zu empfehlen.

Nach unserer Rückkehr macht uns Marcel ein feines Znacht, bestehend aus Fisch, Brokkoli und Salzkartoffen mit frischem Schnittlauf. Zum Kaffee am Lagerfeuer gibts für mich 2 in Schoggi getauchte Erdbeeren und eine halbe Kokosmakrone. Die andere Hälfte und eine Cremeschnitte vertilgt Marcel. Die Zutaten hatten wir während der Fahrt bei Fred Meyer, einer bekannten Lebensmittelkette, gepostet. Beim Nachtisch wundern wir uns über die das Vogelgezwitscher über uns, denn ist es längst dunkel. Es ist schon spät, das Feuer runtergebrannt und bald ist Lichter löschen.