Regenwälder und Gruss aus Brienz. Olympic NP. Staat Washington. 13.-14.7.2013

Regenwälder und Gruss aus Brienz. Olympic NP. Staat Washington. 13.-14.7.2013

Nach Fort Stevens fahren wir über eine lange Brücke und der Staat Washington heisst uns willkommen. Unterwegs sehen wir viele Garagenverkäufe, welche vor Einfamilienhäusern stattfinden. An zwei Orten wird Gebäck verkauft. Offenbar für einen gemeinnützigen Zweck. Die Leute sind ganz klar begeistert dabei. Insgesamt sind wir 260 km unterwegs, dann beginnt der Olympic National Forest. Ich kann es kaum erwarten, eine erste Wanderung durch den Regenwald zu machen. Wir parken vor dem Visiter Zentrum und wandern einen kleinen Loop entlang. Marcel ist zwar enttäuscht. Er hat sich den Regenwald anders vorgestellt. Nasser vielleicht? lächel. Doch ich bin verzaubert von den - zugegeben jetzt trockenen Moosbehängen an den Bäumen - aber der klare Bach, der unglaublich üppige Pflanzenwuchs und die viel grösseren Pflanzen als sonst irgendwo, z.B. riesige Farne, faszinieren einfach. Dann ist der Loop zu Ende und wir kommen wieder auf den Parkplatz.

Dort sitzt ein junges deutsches Paar auf der Rückseite ihres Kombis und wundert sich über die Schweizer Kennzeichen an unserem Muli. Sie erzählen uns , sie seien sogar hinters Fahrzeug gegangen, ob dort ein amerikanisches Kennzeichen angebracht sei. Sie hatten zuletzt vermutet, das Fahrzeug sei verschifft worden. Wir klären sie gerne auf. Sie selbst sind mit dem PW unterwegs. Ausgangspunkt Siattle. 3 Wochen unterwegs. Können es kaum glauben, dass wir 6 Monate durch die USA unterwegs sind.

Irgendwann verabschieden wir uns und sehen einen Zettel unter dem Scheibenwischer. Ich kann es nicht glauben, Nachbarn aus Brienz grüssen uns. Sie waren hier und haben unser Wohnmobil erkannt. Wahrscheinlich am schwarzen Velokasten hinten?  Wie klein doch die Welt ist. Die USA sind so gross. Vielleicht habensiesogar denselben Loop abgelaufen, nur zeitlich versetzt? Leider sind sie offenbar schon weg.

Weiter zum Kalalach CG, der innerhalb des Parkes liegt. Nach dem späten Zmittag, wandern wir runter zum Beach. Wir geniessen es, am selben Tag sowohl in einem Regenwald als auch an einem Beach zu sein. Hier liegen riesige Bäume, welche der Sturm irgendwo weggerissen und hier angeschwemmt hat. Wir können uns die Gewalt der Wellen nicht vorstellen, die diese viele Tonnen wiegenden Bäume gegen die Uferböschungen schmettern können. Sie werden mit Absicht nicht weggeräumt, weil sie das Ufer befestigen. Wir brechen unsere Beachwanderung ab, als die Nebel dichter und der Wind beissend kalt wird

14.7.2013. Obwohl für 2 Nächte reserviert und bezahlt, ziehen wir einen KIA CG für die nächste Nacht vor, da dieser wesentlich näher an unserem nächsten Ziel liegt, dem Hoh Rain Forest, einem Regenwald. Hier laufen wir die Loops "Hall of Mosses Trail" und "Spruce Trail" ab. Und jetzt ist auch Marcel begeistert. Ja, so hat er sich einen Regenwald vorgestellt. Hier ist einfach alles eine Nummer grösser, dicker, länger und höher als im Letzten. Es gibt hier Massen von Beerensträuchern. Diese und junger Wuchs dienen den hiesigen Elchen als Nahrung. Wir schauen gebannt auf "Nursery Forks", also mehrere hintereinanderstehende Bäume, die auf demselben verrottenden Baum gewachsen sind. Speziell sind ihre Wurzeln, die in der >L>uft stehen und erst erst nach 0.5 bis ca. 3 m in der Höhe den Boden erreichen. Die Moose hängen oft bis zu 70 cm tief, und manchmal auch noch länger von den Ästen. Jetzt fühlen sie sich trocken an. Doch vom Oktober bis Dezember trieft hier alles vor Nässe, denn dann ist Regenzeit. Nach 2 1/2 Stunden Wanderung erreichen wir den Parkplatz und es geht weiter, Richtung Osten.

Ziemlich erschöpft erreichen wir Fort Angeles und wenig später den KOA CG