Russland. Südostsibirien.Wunderbare Tage am Baikalsee, Insel Olchon. 18.- 25.6.2015

Russland. Südostsibirien.Wunderbare Tage am Baikalsee, Insel Olchon. 18.- 25.6.2015

Endlich kommen ein paar Ausspanntage auf uns zu. Der dicke Anfang und das dicke Ende haben es jedoch in sich. Die Holperfahrt bis zum Baikalsee lässt sämtliche Tassen, Behälter ect. hüpfen, klirren, schäppern, dass mir Angst und Bange um unser Fahrzeug und unsere Sachen wird. Wie froh bin ich, um sämtliches Geschirr Gymnastikmattenstreifen gewickelt zu haben. Alles Zerbrechliche ist auf diese Art heil geblieben. Einzig unsere hintere Tür hat nun eine Delle, weil der Fahrradträger dagegen geschlagen hat. Vor der Fähre auf die Insel Olchon geht der Kampf weiter, denn die Inselbewohner dürfen links an der Kolonne vorbei und vor uns auf die Fähre. Die Einweiser wollten uns sogar von der Kolonne weg auf einen Warteplatz weisen, aber unser Reiseführer Artem stand vorne und dirigierte uns in die Kolonne. Auf diese Weise kam unsere Gruppe allerdings nur tröpfchenweise auf die Insel. Jetzt galt die Weisung, zu einem Zwischenziel zu fahren. Die Strecke erwies sich als Holperstrecke ohnegleichen. Ab der Fähre fuhr jedoch ich und deshalb ging es wesentlich gemächlicher und ruhiger voran. Schliesslich erreichten das Zwischenziel, wo Wanja, ein deutschstämmiger Russe auf uns wartete. Er gab uns die Order: „Nun rechts und immer auf dem Weg bleiben, bis zu einem Hügel, von dem aus Ihr die Banja (Sauna) seht“. Leichter gesagt, als getan… denn nach kurzer Zeit versperrte uns ein im Sand steckengebliebener Kleinbus die Weiterfahrt. Marcel rief: „links hoch“. Also fuhr ich hoch auf das Grasland und fuhr so für eine Weile paralell zu Weg, denn auf diesem Weg wechselte ein Sandloch das nächste ab. Als der Untergrund wieder fester aussah bogen wir wieder den Weg ein. Schliesslich erreichten wir eine Anhöhe vor dem Meer. Wir stiegen aus und sahen unter den Felsen am Strand die Banja, die angekündigte Freiluftsauna. Unsere Ankunft war Wir kamen etwa um 18.00 Uhr an, bis die Letzten ankamen, war es ca. 19.30 Uhr. Einige von uns waren unterwegs stecken- bzw. hängen geblieben, jedoch von unseren Kampfmobilen rausgezogen worden. Die Schäden hielten sich in Grenzen.

Baikalsee: Er ist 636 km lang, 79 km breit und maximal 1620 m tief.

Das Herz des Baikals ist die Insel Olchon, auf der wie ein paar Tage waren. Dort lernten lernten wir gemeinsam Borschtsch, eine Art Gemüsesuppe mit viel Randen kochen, besuchten mit Geländebussen, welche mit einem Affenzahn durch für uns unwegsames Gelände rasten, den Schamanenfelsen bei Huschir; den nördlichsten Zipfel der Insel, das mystische Kap Hobo;, genossen eine in einem Wäldchen zubereitete Fischsuppe, in der auch Schwanz und Kopf mitgekocht wurden; machten per Schiff einen Ausflug zu der Padoga Insel und zu den Felsen, wo Robben ohne Feinde (Menschen ausgenommen) leben; bekamen Besuch von einem imposanten Schamanen (Kennzeichen: gespaltener Daumen, und versuchten ein Hammelgericht, welches auf burjatische Art (alles vom Tier ist drin) zubereitet wurde und hielten auf unserem Felsvorsprung Windstärke 6-10 stand. Einige von uns gruben eine Grube, in die wir unsere giftstofffreien WC’s leerten. Den Abfall sammelten wir unter einer Decke, welcher von Einheimischen abgeholt wurde. Ein Teilnehmer musste einen Tag früher zurück auf’s Festland, da ein Teil seines Getriebes eingeflogen werden musste, welches das kaputt gegangene Teil ersetzt. Zwei Teilnehmer hatten Lust auf mehr Action und fuhren mit, während wir den freien Tag mit Lesen ect. verbrachten. Wir, d.h. 9 Fahrzeuge inkl. Reiseleiter geniessen den letzten - sehr schönen Abend - auf Olchon mit Sekt, Wein und Bier in kleiner Runde.