Terelj, 2 Nächte in der Halbwüste Gobi. Achate gesammelt. 14.-15.7.2015

Terelj, 2 Nächte in der Halbwüste Gobi. Achate gesammelt. 14.-15.7.2015

Leise Wehmut stellt sich ein, denn die letzten beiden Tage in der Mongolei stehen uns bevor. Schön, dass dies in in der Halbwüste Gobi geschieht, denn sie bezaubert durch die Karkheit ihrer Wüstensteppe. Die Gobi  erstreckt sich von Weste nach Osten über eine Länge von 2000 km und von Süden nach Norden 800 km weit. Auf dem höchsten Punkt, den wir befuhren, zeigte der Höhenmesser rd. 1‘750 m an. Es ist unwirklich, durch die Gobi zu fahren, das Licht ist speziell. Die Gobi hat nur wenige Sanddünen. Grösstenteils ist sie recht flach, schliesslich war sie in Urzeiten vom Meer bedeckt. Während der Fahrt will uns das GPS immer wieder zurückschicken, da es nichts von der Strasse weiss, die wir befahren. Doch unser Kompass zeigt, dass wir in die richtige Richtung fahren. Zudem sehen wir immer wieder die Geleise der transmongolischen Eisenbahn, welche nach Peking führt. Diese ist übrigens die Fortsetzung der transsibirischen Eisenbahn.

Am Abend sammeln wir viele Achate vom Boden auf. Die Abendstimmung verzaubert uns völlig. Unten die karke Landschaft,sie ist hier völlig flach. Dann gibt’s nur noch Himmel, Wolken und Sterne. Ein Mäuschen huscht vorbei. Und der Sonnenuntergang zelebriert sich in seinen schönsten Feuerfarben.

Unterwegs weiden viele Kamele (Trampeltiere), aber auch Pferde, Geissen und Ziegen. Immer wieder fallen uns menschengemachte Hügel auf. Wir erfahren, dass illegale Silber- und Goldschürfer hier buddeln. Es gibt aber auch professionelle Grossanlagen. Da jetzt nie klar ist, wann wir wieder Wasser in den Tank bekommen, fahren wir einen kleinen Umweg zu einem Ort, in dem wir ein Wasserhäuschen aufsuchen. Für 500 Tukrit (25 Rappen) dürfen wir unseren Tank füllen. Wir haben das Wasserhäuschen aber nur gefunden, weil gesehen haben, dass Leute mit blauen Regentonnen auf Karren zu den Wasserhäuschen hinlaufen sahen.

Jetzt haben wir eine Erklärung gefunden, warum an der Strasse so viele Tierkadaver und –skelette liegen: Nachts fahrende Fernfahrer blenden die Tiere mit ihren Scheinwerfern, so dass diese einfach stehen bleiben. Dies erklärt auch die starken Bremsspuren und kaputten Reifen, die am Strassenrand liegen.