Ulan Bator. Theater- und Nadamfest, Fahrzeugschaden,Trickdiebstahl. 9.-12.7.2015.

Ulan Bator. Theater-  und Nadamfest, Fahrzeugschaden,Trickdiebstahl. 9.-12.7.2015.

Die Leute in Ulan Bator, der 1.7 Mio-Stadt, fahren wie die Verrückten. Unser Reiseleiter hatte uns gewarnt. Und prompt streifte ein Kleintransporter das Fahrzeug eines Mitfahrers, riss die rechte Seite des Fahrzeugs auf, die Vorderscheibe ging auf der rechten Seite in die Brüche und der Rückspiegel brach ab. Zu schlechter Letzt beging er noch Fahrerflucht. Es war fraglich, ob so eine Weiterfahrt überhaupt noch möglich war. 2. Malheur: Ein Mitfahrerpaar war am zweiten Tag zu Fuss auf dem Weg zu einem Restaurant und überqueerte einen Fussgängerübergang. Während dieser Überqueerung entwendete ein Trickdieb unbemerkt den in die geschlossene Hosenseitetasche gesteckten Geldbeutel mit Kreditkarten, Geld und Führerschein. Beide Vorfälle zogen einen zeit- und nervenaufreibenden Prozess nach sich.

Es gibt hier viele Cashmereläden und eine -fabrik mit Ladenverkauf. Leider sind die Preiseim Vergleich zum letzten Jahr ums Doppelte gestiegen, so dass wir von einem Kauf absahen. Abends gab es einseabridge Mongolian BBQ mit Buffet und bedienten Grillplatten, an denen wir Gemüse, Fleisch usw. dünsten lassen konnten. Dazu zahlreiche Salate. Das Ganze schmeckte ausgezeichnet.

Am 3. Tag besuchten wir die Eröffnungsfeier des Nadamfestes im Zentralstadion. Jeder Mongole feiert nach Möglichkeit dieses Fest der Feste, welches schon zu Dschingis Khans Zeiten gefeiert wurde und z.B.  auch früher zur Partnersuche, für Geschäfte, Familientreffen usw. genutzt wurde. Jeder siegende Ringer machte den traditionellen Adlertanz, indem er mit ausgebreiteten Armen und gespreizten Beinen tanzte.  Im Internet gibt es dazu so viele Informationen, so dass ich mir eine detaillierte Beschreibung erspare. Am 3. -tag flitzten wir per Bus zu den Reiterwettkämpfen. Man muss das Nadamfest einfach erlebt haben. Überall stehen Garküchen. Die Leute üben sich beim Bogenschiessen, Trambolinhüpfen usw. Überall gehen oder lagern bunt gekleidete Leute. Dazwischen preschen Reiter durch die Menge und machen sich einen Spass daraus, dass die Menschen auseinanderspritzen. Der Platz ist riesig und der Lärm auch. Der Hügel vor dem Wettkampfort ist übersät mit parkenden Autos  oder herankommende Autos, die drängeln. Manche benutzen die verstopfte Strasse, viele fahren durch tiefe Gräben, aus denen sie es überraschenderweise auch wieder herausschaffen und fahren meist mit hoher Geschwindigkeit queer über die Steppe zu ihrem Ziel. Viele Gruppen schleppen Dinge mit sich, andere debattieren miteinander. Ein riesiges Towobohu. Wir hatten vor, dem Vormittagszieleinlauf der erwachsenen Reiter zuzusehen. Es blies ein starker austrocknender Wind, welcher enorm viel Staub mit sich trug. Ich musste meinen Hut anbinden. Nach einer Weile konnte man am Horizont durch den Staub die Scheinwerfer der Begleitfahrzeuge, bald darauf auch die Reiter erkennen. Wir blieben jedoch auf der Anhöhe, da wir unten beim Zieleinlauf wegen der vielen Leute kaum etwas gesehen hätten. Als wäre das nicht genug gewesen, stand abends noch der Besuch des mongolischen Nationltheaters an, mit Ballett, Gesang und Konzert. Natürlich durfte der Ensatz der Pferdekopfgeige nicht fehlen.

Man muss den Zusammenhalt und das Können unserer Tourteilnehmer wirklich loben. Am letzten Tag war mit ihrer Hilfe und ohne die örtlichen Reparaturwerkstätten  das stark beschädigte Fahrzeug des Tourteilnehmers soweit geflickt, verschraubt, mit Latten von hinten stabilisiert und verklebt, dass er mit uns weiter fahren konnte. In Peking sollen die eingeflogenen Ersatzteile samt Frontscheibe bereit stehen.