Vardzia, ein vielstöckiges Höhlenkoster und Fluchtort. 28.10.2015

Vardzia, ein vielstöckiges Höhlenkoster und Fluchtort. 28.10.2015

Von unserem Parkplatz aus mussten wir den Kopf recht in den Nacken legen, um bis zur obersten Etage des Höhlenklosters Vardzia hochzusehen. Nachdem auch die letzten unserer Gruppe eingetroffen waren, zogen wir los, um das Kloster anzusehen. Es ist natürlich längst nicht mehr im ursprünglichen Zustand, da ein Erdbeben Abbrüche verursacht hat. 800 Mönche sollen einst hier gelebt haben. Heute lebt nur noch ein einziger hier. Mehr als 10‘000 Menschen diente die Anlage in kriegerischen Zeiten als Zufluchtsort. In der gut erhaltenen Kirche sind noch originale Fresken an den Wänden zu sehen. Ein Ortskundiger führte uns durch enge Gänge, die von oben verteidigt werden konnten, so dass dem Feind das weitere Eindringen verwehrt war. Noch heute kann man einstige Bäckereien erkennen. Die Zellen verfügten über in den Boden gehauene Vertiefungen, die als Backofen (oder Ofen?) dienten. Auch über die miteinander verbundenen Aussenbalkone konnte man sich fortbewegen. Die einstige Apotheke ist anhand ihrer noch heute existierenden Regale aus Fels gut erkennbar.