Xiahe. Chaosstart. Beeindruckende Tibeter. Kloster Labrang. 3‘990 m Höhe und Halbzeit unserer Reise. 7.8.2015

Xiahe. Chaosstart. Beeindruckende Tibeter. Kloster Labrang. 3‘990 m Höhe und Halbzeit unserer Reise. 7.8.2015

Chaos bei Beginn. Fuhren in schönster Gebirgslandschaft, aber in Bau befindlicher Strasse. Ein unglaubliches Gewimmel bereits morgens um 7.30 Uhr. Schwer beladene Lastwagen, Baufahrzeuge, Klein- und Grossbusse, Menschen auf 2 oder 3 Rädern, Tuk Tuks, weidende Tiere an den Strassenrändern, Stände am Strassenrand usw. Ein ständiges Hubkonzert, jede Menge Staub, unvermutet tiefe Löcher auf der Strasse. Alles drängelt, überholt von rechts und links. Wir versuchen, es genauso zu machen und passen uns an.

Die neuen Strassen bringen viel Fortschritt in die Dörfer. Leider werden sie ohne Rücksicht zu Lasten der Anrainer breiter und vor allem höher gebaut. Die Grundstücke liegen jetzt oft unterhalb der Strasse. Daher wird eine Art gebogene Brücke von den Grundstücken zur Strasse verlegt. Teilweise wurden Häuser abgerissen und Vorgärten verkleinert. Wegen der Hitze sind oft Stofftücher vor die Türen gehängt, durch die der enorme Staub dringt. Wir sind hier ja nur durchgefahren, aber ich kann kaum mehr durch die Nase atmen, so belastet der Staub den Organismus.

Die Region ist eher moslemisch geprägt. Überall ragen Minarette in den Himmel

Die Besichtigung des typisch tibetischen Lamaklosters Labrang war eine grosse Enttäuschung. Das Areal ist riesig, doch gesehen haben wir wenig. Ein Mönch führte uns im Schnellmodus zu 3 Gebäuden, leierte auf englisch einen Infotext über die Lamas runter, telefonierte dabei mehrmals oder verschwand kurzzeitig ganz aus unseren Augen oder tuschelte mit Wachpersonal. wirklich

Wir übernachteten auf einer Wiese in 3‘990 m Höhe, was eine Belastung für Körper und Fahrzeug ist. Unglaublich, aber wahr:Die Hälfte unserer Reise liegt mit diesem Tag hinter uns.