Seidenstrasse Teil I

Projekt Seidenstrasse. 1.1.2014

1.1.2014.  Den Gedanken, die Seidenstrasse zu bereisen, hatten wir schon einige Jahre. Doch gab es einiges für und wider die Reise. Die Reiselust war schliesslich stärker. Kaum entschlossen, ersetzen wir unser geräumiges, aber für eine solche Reise ungeeignetes LMC-Wohnmobil durch einen stabileren Kastenwagen. Mehr über unser Fahrzeug namens Stromer könnt ihr unter der Rubrik "Wohnmobil" lesen.  

Vorbereitungen. 12.2014 - 4.2015

Die Zeit und Nerven, uns als Einzelfahrer auf diese Reise vorzubereiten, wollten wir nicht opfern. Unsere guten Erfahrungen mit der Firma Seabridge aus Deutschland erleichterten uns die Entscheidung. Wir buchten also die Reise bei ihnen. Sie erledig(t)en den enormen Papierkrieg, wie Visaanträge, andere Formalitäten, Roadbook erstellen, Dolmetscher und örtliche Guides organisieren, bei Problemen wie Fahrzeugschäden helfen, Besichtigungen organisieren , allabentlich über die Route des kommenden Tages informieren; über jede Menge nützlicher Connections verfügen und vieles mehr. Wir, das sind die Tourteilnehmer mit 13 Wohnmobilen der verschiedensten Art, plus die Reiseleitung mit je nach Land wechselnde Gides mit Wohnmobil.  Wir, die Tourteilnehmer entscheiden selbst, ob wir tagsüber alleine oder in einer kleinen Gruppe fahren. Wir  selbst sind normalerweise immer alleine unterwegs. Es wird sich zeigen, was sich auf dieser Reise ergibt. Doch für...

2015.04.26 Start in der Schweiz

Es geht los. Nach einem ersten Zwischenhalt bei der Familie auf der schwäbischen Alp brechen wir auf nach Nürnberg

Schweiz - Süddeutschland - Berlin. 24.4.-3.5.2015

Das Wetter hat es gut mit uns gemeint. Zuerst genossen wir die Gastfreundschaft unserer Württemberger, dann Nürnbergs, gefolgt von Leipzig und jetzt Berlin und Podsdam. Berlin ist wirklich eine Reise wert. Die Stadt quirrlt nur so vor Leben. Die Menschen zeigen sich in verschiedenster Aufmachung. Überall in der City und z.B. im Historischen Museum erinnern Infotafeln und Veranstaltungen an den 2. Weltkrieg und seine Schrecken. Erstmals haben wir eine 1. Mai Veranstaltung am Brandenburger Tor erlebt. Es wurden Reden gehalten, Würste, Süsses sowie jede Menge Trödel angeboten. Die Stimmung war super. 

Polen, Ostseeküste ...und gleich ein Malheur. 4. - 5.5.2015

Alles ist rund gelaufen. Abfahrt von Berlin, Grenzüberquerung nach Polen, vorbei an Szezecin/Stettin. Wir erreichen den Campingplatz in Dziwnowek an der Ostsee. Wir freuen uns: super Platz. Dann parken wir ein und... unser Fahrzeug versinkt mit beiden Vorderrädern im Sand, der wie Rasen aussieht. Wir hättens trotz mitgenommener Sandbleche nicht geschafft. Doch der freundliche und erfahrene Allrounder vom Campingplatz Wiking hat´s mit vollem Körpereinsatz, 2 herbeigefahrenen Schubkarren Backsteinen und letztendlich noch 2 untergelgten Brettern ausgebuddelt. Danach schmeckte der Rotwein umso besser. Toll: Jetzt wissen wir, wie wir unser Fahrzeug rauskriegen, sollte es in Sand feststecken. Halleluja*

Polen, Danzig/Gdanzk. 6.-7.5.2015

Wir spürten bei unserem Aufenthalt in Danzig die verständliche Absicht der Polen, die Zeit des zweiten Weltkrieges und seine Folgen nicht vergessen zu wollen. Die im Krieg zerstörten Kirchen, alte Niederländerhäuser, das Rathaus und vieles andere mehr sind mit viel Liebe und Sorgfalt wieder aufgebaut worden. Die Altstadt wimmelt von Touristen, verliert aber dadurch ihren Reiz nicht. Die Stadt kommt sehr symphatisch herüber. Die Peripherie und viele Dörfer benötigen jedoch noch einige gute Konjunktur, bis ein guter Stand erreicht ist. 

Polen. Masuren. 8.5. - 9.5.2015

Erstmals eine deftige Schlaglochpiste erlebt. Allerorten kann man Störche sehen. Sie fliegen in Formation über uns, stochern in Teichen, füttern ihre Jungen im Nest und schauen einfach vom Nest in die Gegend. In Wegorzewo haben wir Glück und beziehen auf einer grünen Wiesen am Ufer eines Sees unseren Übernachtungsplatz. Eine warme Dusche steht so früh im Jahr allerdings noch nicht zur Verfügung. Am nächsten Tag fahren, oder sollte man eher sagen "hoppeln" wir weiter nach Wigry, Nähe Suvalki, einem Naturschutzgebiet. Unterwegs sehen wir viele wohlhabende, bzw. frisch renovierte Bauernhöfe. Es scheint hier mit Riesenschritten aufwärts zu gehen. Auch heute sind wir wieder an einem See gelandet. Um uns herum stehen blühend Obstbäume. Direkt vor uns liegt das Pokamedulski Kloster, an das viele Menschen pilgern. Anziehungspunkt: hier hat vor Jahren Papst Johannes Paul (Woytyla) für drei Tage geweilt. Das Kloster ist umgeben von vielen kleinen Häuschen, in denen früher Mönche wohnten. Heute...

Litauen, Lettland, Estland. 11.5. - 16.5.2015

Wir überqueren Litauen im Eileschritt. Und sind besorgt: Unser neues GPS spricht nicht mehr mit uns und zeigt nicht mehr an, wo wir abbiegen sollen. Das macht uns ziemlich nervös. Die Grenze nach Lettland liegt völlig verlassen vor uns. Die Grenzgebäude verfallen bereits. Die Hansestadt Riga empfängt uns mit dunklen Wolken. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen und machen noch einen Ausflug in die sehenswerte Altstadt. Auch Riga war im 2. Weltkrieg zerstört worden. Heute sind jedoch die Spuren getilgt. Ganz besonders eindrucksvoll sind das Rigaer Rathaus und das Schwarzhäupterhaus. Letzteres stammt aus dem 14. Jh, wo es vor allem der Gilde der unverheirateten Kaufleute diente. Marcel war besonders vom Zentralmarkt begeistert. Es handelt sich um 4 aneinandergebaute Markthallen voller Fische, Gemüse, Haushaltsbedarf, Backwaren usw. Wir haben hier den besten geräucherten Lachs und eine Art Fischroulade erstanden. Super lecker. Früher wurden diese Halle zum Zeppelinbau genutzt. Am...

Estland, Russland bis Moskau. 17.5.-22.5.2015

Wir verlassen Riga wegen des heutigen Marathonlaufes schon sehr früh. Unterwegs sehen wir viele Holzhäuschen mit Schnitzereien. Ich komme mir vor, wie in einem Schiwagofilm...Teils sieht man auch gemauerte Häuser, teils sehr moderne. Die gemauerten lösen die traditionellen aus Holz ab. Unterwegs sehen wir massenhaft Flechtenpolster, welche Rentieren als Winternahrung dienen. Die Grenze zu Estland ist wieder absolut menschenleer. Die Durchfahrt ist kurz. Kurz vor der Grenze treffen wir uns. Über die Grenze fahren wir im Konvoi. Ein Teilnehmer mit Kampfwohnmobil hat kurz Probleme, wird dann aber durchgelassen. Später ist uns aufgefallen, dass die Polizisten diese hohen Kampfwohnmobile gerne rauswinken. Wir mit unserem kleinen "Pfupferle" werden kaum beachtet..lach. Gemäss Reiseleiter wurden unsere Fahrzeuge heute besonders streng kontrolliert. Manche mussten jede Kiste und Schrank öffnen. Wir hatten Glück. Der Grenzer sah bei uns nur in jede Klappe im Wohnbereich. Hinten, in den...

Russland Suzdal. 24.5.2015

Gestern kämpften wir uns morgens um 6.30 Uhr im Konvoi aus Moskau heraus. Doch von Moskau bis Vladimir kams dicker. Schlussendlich erreichten wir Suzdal aber doch. Unser Reiseleiter freute sich mit uns über den ersten tollen Campingplatz, machte uns aber mit Funkeln in den Augen darauf aufmerksam, dass dies auch der letzte unserer Reise bis in die Türkei  sei. Na, das ahnten wir ja bereits! Die kleine Stadt ist älter Moskau und sehr sehenswert mit seinen Museen, Kirchen und dem Kreml. Zuerst besuchten wir ein Freiluftmuseum, in welchem sehr alte Bauern- und Gotteshäuser stehen. Die damaligen Familien bestanden meist aus 12 bis 15 Personen und lebten alle im einzigen beheizten Raum. Betten gab es nicht. Die Leute schliefen auf den Bänken oder dem Kachelofen. Die Beleuchtung bestand aus Kienspänen. Es gab einen Mörser. Es wurde u.a. Getreide und Buchweizen angebaut. Zum Haus gehörte immer auch ein Gemüsegarten. Die Gottesmutter Kathedrale im Kreml erinnert mit ihren nachtblauen...

Russland. Nizhni Novgorod bis Kasan. 25. -28.5.2015

25.5.2015. Nizhni Novgorod, die 3.grösste Stadt Russlands verzaubert uns mit seiner schönen Kremlmauer und der weiten Sicht über die beiden Flüsse Wolga und Oka, welche sich hier vereinigen. Es war uns gestattet, vor dem Sportstadium am Kanal oder Fluss zu campen. 26.5.2015. Man sollte dem GPS nicht so sehr trauen. Weil wirs doch taten, gelangten wir über eine eher „rundliche“ schmale  Nebenstrasse zu einem wunderschönen, in der Sonne weiss strahlenden Kloster. Weiter gings mit der Fähre über die Wolga. Wir genossen die rd. 6 km lange Überfahrt. Von da gings zügig nach Tscheboksary in Tschuwaschien, Russland. Unser Übernachtungsplatz lag direkt vor der Oper, mit einem spektakulären Blick über die Stadt. 27.-28.5.2015. Kasan, Tatarstan, Russland. Eine wunderschöne Stadt. Hier sahen wir im Kreml  neben den russisch orthodoxen Kirchen die erste Moschee. Wir durften sie auch Innen besichtigen und waren verzaubert. Wunderschön! Auffallend sind die renovierten Gebäude in Kasan...

Russland. Kasan, Izhewsk, Kungur, Jalym. 27.5.-1.6.2015.

Chuvashien, Tartastan, Udmurtistan:  Namen von westrussischen Republiken, die nun ein Gesicht für uns bekommen haben. Kasan in Tartastan besitzt einen schönen Kreml, ist auffällig herausgeputzt. Wir erfahren, ein ganzer Stadtteil mit traditionellen Holzhäusern habe einer Schlafstadt mit Häuserblöcken Platz weichen müssen. Der Staat habe von hier tätigen Ölfirmen verlangt, für seine Besucher ect. villenartige Steinäuser zu bauen, was diese auch taten. Heute sind dies schöne Privathäuser. Beeindruckend ist das äusserst prunkvolle Landwirtschaftsministerium. Der „Kessel“ am Wasser wird abends angestrahlt und wirkt tatsächlich wie ein glühender Topf. In Kasan leben 100 verschiedene Bevölkerungsgruppen. Sie kommen aus allen Richtungen, denn den Menschen geht es hier, nicht zuletzt wegen des Erdöls, gut. In Ishewsk interessiert uns das Kalaschnikowmuseum besonders. Michael  Kalaschnikow, geb. 1919, war ein Bauernsohn, der sich früh für die Verbesserung von Schiessgeräten...

Russland, Sibirien, Ekatherinburg. Zarenfamilie, Stromschlag und Ballett. 2.6.2015

Temperaturen:  Im südlichen Uralgebiet ist der Winter 9 Monate lang und bis 42°C tief. Im Juni kann es noch schneien. Anfang August beginnen schon die ersten Nachtfröste. Kinder müssen je nach Alter bei Temperaturen von -28 bis -33C zur Schule. Landleben: Die Menschen auf dem Lande leben noch wie vor 100 Jahren. Sie haben Strom, doch Wasser müssen sie meist noch vom Brunnen oder Fluss holen. Die letzte Zarenfamilie: Wir besuchten die Blutkirche. Sie wurde auf dem Boden des ehemaligen Hauses gebaut, in dessen Keller die Zarenfamilie erschossen wurde. Nach der Erschiessung wurden die Leichen in einem Waldstück verscharrt. Heute steht dort ein aktives Kloster. Viele Menschen wallfahren dorthin. Die Zarenfamilie ist heiliggesprochen worden. Unser Camp lag am Fusse eines Skihügels und einer Wintersportanlage. Als Marcel Wasser entnehmen wollte und den Hebel runterdrückte, kassierte er einen kräftigen Stromschlag wegen einer defekten Isolierung. Romeo und Julia: Abends genossen wir...

Russland, Südsibirien, Tjumen, Krutinka, Omsk. Schlaglochpisten 4.6.-6.6.2015.

Die Strassen: Alle haben wir gestöhnt. Dazu überholen die anderen Autofahreräusserst gewagt Stellen. Es scheint ein Volkssport in Russland zu sein, an den unmöglichsten Stellen zu überholen. Das Ganze wird verschärft, wenn die Strasse wie hier mit heimtückischernSchlaglöchern, Queerrillen und Wellen gespickt ist. Auch bei grösster Aufmerksamkeit haben wir nicht allen Fallen ausweichen können. Aber wir leben noch und keiner hatte einen Unfall. Toi toi toi! Fast den Führerschein los: Ein Gruppenmitglied wurde von einem Polizisten dabei beobachtet, wie er eine 2-fach durchgehende Linie überfahren hatte, um den Weg abzukürzen. Er wollte ihm sofort den Führerschein abnehmen und verlangte 5000 Rubel in bar. Unser Reiseleiter konnte per Telefon aber das Schlimmste abwenden, so dass unser Fahrkollege den Führerschein behalten durfte und nur 3600 Rubel los wurde. Diese Summe war alles, was er derzeit in Rubeln hatte. Quittung gabs aber keine! Die Moskitos: Sie lieben uns sehr. Abends sind sie...

Russland, Südsibirien. Kargat, Novosibirsk.Transsibirische Eisenbahn. TV-Team im Wohnmobil. 7.6-9.6.2015..

7.6.2015. 470 km schlechte Schlaglochpiste bewältigen wir heute. Es ist heiss und das Landschaftsbild wiederholt sich ständig mit vielen Tümpeln, kleinen Seen, Buschwerk und Wäldchen. Bei Zwischenhalten fällt sogleich ein Moskitoschwarm über uns her. Es ist uns jetzt zur Gewohnheit geworden, uns beim Fahren abzuwechseln. Der ursprünglich im Grünen vorgesehene Übernachtungsplatz wurde wegen Stechmückeninvasion auf den Parkplatz vor das Hotel Chutorok verlegt. Wir teilen uns diesen mit Lastwagenfahrern. Abends gibt es typisch russisches Essen im Hotel. Es besteht aus Wurst, verschiedenen Salaten, Marinierten Gurkenstreifen, gerauchtem Lachs, eingelegten Heringstücken. Die Hauptspeise besteht aus einem Eintopf mit Kartoffeln und Fleischstücken im heissen irdenen Topf aus dem Backofen. 4 SängerInnen und ein Zieharmonikaspieler unterhalten uns mit russischen Weisen. 8.-9.6.2015. Nach nur 180 km recht passabler Strasse erreichen wir Novosibirsk, 1.7 Mio Einwohnerstadt und damit grösste...

Russland, Sibirien, von Mariinsk bis Krasnojarsk. 10.-12.6.2015.

10.6.2015. Mariinsk. Südsibirien. Die 425 km-Strecke mit teils Starkregen, eiligen PKW- und Lastwagenfahrern, Schlaglöchern, Queerrillen usw fordert unsere volle Aufmerksamkeit. Hier befindet sich das grösste Kohlenabbaugebiet Russlands. Hier fand ab ca. 1820 ein Goldrausch statt, wo zeitweise 6.000 Menschen nach Gold suchten, davon 80% Sibirienverbannte. Ausserdem lagen hier mehr als 400 Gulags, in denen 2.5 Mio Menschen gefangengehalten wurde. Zur Erinnerung:  im Gulag sind mehr Menschen umgekommen, als im 2. Weltkrieg. 11.-12.6.2015. Krasnojarsk. Vor der Weiterfahrt besuchen wir morgens noch die Wodkafabrik von Mariin. Der Direktor persönlich führt uns durch die Fabrik. Das Wasser für die Herstellung wird aus 400 m Tiefe heraufgepumpt. 60% des besten Wodkas der Fabrik, der „Beluga-Wodka“, wird ins Ausland exportiert. Der Monatsverdienst der einfachen Arbeiterinnen beträgt 12.000 Rubel, also ca. 200 Euro netto. Von diesem Geld können sie hier leben. Unseren Stellplatz vor dem...

Russland. Südostsibirien. Kansk bis Irkutsk. Schlaglöcher, Reiter, 12.- 17.6.2015.

13.6.2015. Kansk. Die Landschaft verändert sich, man sieht mehr von der Taiga, weite Felder. Die Dörfer liegen geduckt in der Landschaft, die Hauser sind niedriger, die Holzzäune um sie herum wirken höher. Bei den Häuser liegen grössere eingezäunte Areale, wo vermutlich Rinder gehalten werden. Am Strassenrand bieten die Leute  Bärenfelle, ein paar Kartoffeln, Honig und andere Dinge zum Kauf an. Unterwegs lassen wir in einem Hotel unsere Wäsche waschen und gleich nebenan unser Wohnmobil. Heute auf einer Anhöhe im Grünen gecampt. Abends sassen wir bei einem Feuer zusammen. 14.6.2015. Kamenka. Frühmorgens sitzen die Dorfleute trotz kühler Temperaturen früh vor ihren Holzhäusern. Andere spalten Holz oder fahren Holz. Offenbar bereiten sie sich schon auf den Winter vor. Dies an einem Sonntag. Heute campen wir zwischen grossen umgepflügten Feldern. Die Moskitos sind heute nicht so zahlreich. Allerdings ist der Himmel bedeckt und die Temperaturen liegen bei 19° C. Nachmittags findet...

Russland. Südostsibirien.Wunderbare Tage am Baikalsee, Insel Olchon. 18.- 25.6.2015

Endlich kommen ein paar Ausspanntage auf uns zu. Der dicke Anfang und das dicke Ende haben es jedoch in sich. Die Holperfahrt bis zum Baikalsee lässt sämtliche Tassen, Behälter ect. hüpfen, klirren, schäppern, dass mir Angst und Bange um unser Fahrzeug und unsere Sachen wird. Wie froh bin ich, um sämtliches Geschirr Gymnastikmattenstreifen gewickelt zu haben. Alles Zerbrechliche ist auf diese Art heil geblieben. Einzig unsere hintere Tür hat nun eine Delle, weil der Fahrradträger dagegen geschlagen hat. Vor der Fähre auf die Insel Olchon geht der Kampf weiter, denn die Inselbewohner dürfen links an der Kolonne vorbei und vor uns auf die Fähre. Die Einweiser wollten uns sogar von der Kolonne weg auf einen Warteplatz weisen, aber unser Reiseführer Artem stand vorne und dirigierte uns in die Kolonne. Auf diese Weise kam unsere Gruppe allerdings nur tröpfchenweise auf die Insel. Jetzt galt die Weisung, zu einem Zwischenziel zu fahren. Die Strecke erwies sich als Holperstrecke...

Fahrzeugschäden, Kinderheim, Babuschkin, Ulan Ude, Russland ade! 26.-30.6.2015

Es kam dick... Eines unser Fahrzeuge kassierte durch Steinschlag am Fahrzeugboden einen kaputten Kühler, was eine Weiterfahrt verunmöglichte. Eines unserer beiden Kampfmobile wollte es abschleppen, doch nach 15 km gaben Beide auf. Das viel zu kleine Abschleppdienst kam nach 4 Stunden und es brauchte weitere 3 Stunden, bis das Wohnmobil auf dem Abschleppwagen festgezurrt war. Unsere Reiseleiter sicherten von Hinten. Sie fuhren die ganze Nacht und hatten die 100 km Distanz gegen Morgen bewältigt. Das Wohnmobil konnte repariert werden und am Nachmittag schloss es wieder zu uns auf. Unsere Reiseleiter gerieten in ein tiefes Schlagloch, als sie einem anderen Reiseteilnehmer zuwinkten. Dies löste die Fahrsperre aus. Doch nach einigem Suchen und Hilfeleistung eines Teilnehmers konnten sie den Knopf zum Entsperren finden. Wir stellten nach der Ankunft fest, dass wir vorne auf dem Kühler eine Delle kassiert hatten. Bei einem anderen Teilnehmer stieg die Servolenkung aus. Er muss bis zur...