Seitenstrasse, Teil V, Iran

I R A N. Grenzübertritt. 24.09.2015.

Der Grenzübertritt dauerte wieder fast einen Tag. Der Ablauf verlief bürokratisch, jedoch in geordneten Bahnen. Unterwegs im Gebirge im Niemandsland, erreichten wir eine Höhe von ca.1740 m. Dabei kreuzten  eine Steinbockfamilie  und wie einzelne Geissen unseren Weg. Leider durften in diesem gut bewachten Gebiet keine Fotos gemacht werden. Es hätte sich welche gelohnt, denn die Berglandschaft war speziell  und das weissgelbe Gras liess die Hänge weich wirken . Wir stellten die Uhren um 1 ½ Stunden zurück. I R A N. Wissenswertes: Geld, Tanken und Strassen Das iranische Geld heisst Rial. 100‘000 Rial entsprechen 3 Euro. Der Name Iran gab es bereits ca. 500 Jahre vor Christus. Der Name Persien kam später. Noch immer sind wir auf der uralten Karawanenstrasse nach Zentralasien unterwegs. Diesel ist super billig, da zu rd. 95% subventioniert, kann im Iran jedoch nur mit Dieselkarte getankt werden. Wir mussten beimTankwart oder einem LKW-Fahrer fragen, ob wir auf ihrer...

Mashad. Im Shrine von Imam Reza mit Chador. Besuch bei einer iranischen Familie. 25.-26.9.2015

Am Vortag bekamen wir Frauen die bestellten Chadors. Vor dem Shrine von Imam Reza streiften wir diese über. Wir wurden durch einen Zwischenraum geschleust, wo wir kurz abgetastet wurden und der richtige Sitz unserer Kleidung .sichergestellt wurde. Weiter als in den inneren Vorplatz durften wir Ungläubigen nicht, aber schon das war ein Erlebnis der besonderen Art, mit all den Gläubigen und den prachtvollen Gebäuden. Mashad hat 2.5 Mio Einwohner und ist die Pilgerstätte der schiitischen Iraner. Der Safran, welcher in der Umgebung angebaut wird, gilt als sehr gut und wir haben einige Briefchen gekauft. Abends waren wir bei der Familie unseres iranischen Gides Sirous eingeladen. Das Familienoberhaupt, ein Vollblutteppichhändler, erzählte uns interessantes über iranische Teppiche,. Das Heim der Grossfamilie ist riesig und sehr gepflegt. Es waren etwa 10 Familienmitglieder da. Es wurde uns Tee, eine Gemüsesuppe, Getreideplätzchen u.m. angeboten. Tabas, Lehmdörfer und ein Palmendorf in der...

ChakChak, Feuertempel, Karawansereien, Festungen. 28.9.2015

Unterwegs besuchten wir eine erstaunlich gut erhaltene grosse Karawanserei, bei deren Anblick man sich das Treiben in Seidenstrassenzeiten gut vorstellen kann. Nur wenige Hundert Meter weiter ist eine grosse imposante Festung zu sehen. Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt, als wir den Übernachtungsplatz unter dem Feuertempel erreicht hatten. Noch ganz verzaubert von der schönen felsigen Landschaft, durch die wir heute gefahren waren, kamen wir jetzt erst recht ins Staunen. Denn vor uns reihte sich zum Einen eine Bergkette hinter der anderen vor der untergehenden Sonne roten Licht. Zum Anderen stiegen auf der anderen Seite schroffe Felsen hoch auf. Dort in einem grossen Felsloch besichtigten wir am nächsten Tag den Feuertempel der Zoroastrier, deren Prophet Zoroaster, uns bekannt unter dem Namen Zarathustra, war und vermutlich vor mehr als 1 Jahrtausend vor Christus gelebt hat. Im Iran soll es rd. 2‘000 gläubige Zoroastrier geben. Die Verse Zarathustras können auch Ungläubige zum...

Yazd. Feuertempel, Windtürme, zwei Türme des Schweigens.29.-30.9.2015

In Yazd jagte ein Highlight das andere. Dieser grössere Feuertempel der Zoroastrier beeindruckte uns zwar nicht so sehr als der in ChakChak. Doch die beiden Türme des Schweigens tatens. Die beiden Türme standen ursprünglich weit entfernt von Yazd. Doch heutzutage ist die Stadt bis zu diesem Gelände vorgerückt. Am Fusse der Hügel, auf dem die Türme des Schweigens stehen, wurden die Toten gewürdigt. Jedes Dorf hatte dazu ein eigenes Haus, in dem auch gekocht wurde. Die Verstorbenen wurden auf die Hügel getragen. Jedoch nicht ganz bis hinauf. Fast vor dem Tor zu den Türmen wurden sie von Armen, die diese Arbeit verrichteten, übernommen und in den Hof der Türme gebracht. Auf deren Mauern sassen bereits die Geier und warteten. Später wurden die Gebeine entweder mit Säure übergossen oder in Felslöcher gebracht. Erst vor rd. 50 Jahren wurde begonnen, die Verstorbenen zu begraben. Inmitten der Stadt Yazd steht der höchste Windturm Baq-e Doulatabad. Infos dazu können im Internet gefunden...