Südliches Afrika

Route

Mit 17 Fahrzeugen unterwegs 58 Tage dauerte unsere Reise durch den Süden Afrikas: Sie begann am 1. Okt. und endete am 27. Nov. 2011. Obwohl wir eher Einzelgänger sind, hatten wir uns für die Gruppenreise der Firma Seabridge www.sea-bridge.de entschlossen. Ein Entschluss, den wir nicht bereuten. Im Rückblick stellen wir fest, dass wir alleine, ohne Ortskenntnisse und Connection, nicht halb so viel gesehen hätten. Unser Reiseleiterpaar Renate und Jo hatte alles so gut im Griff, wie es in Afrika überhaupt möglich ist. Das mitgelieferte Roadbook leistete uns gute Dienste. Und ohne den Automechaniker Sifisio, der uns mit seinem Wohnmobil, vollgestopft mit Ersatzteilen, Werkzeugen und Ersatzreifen begleitete, wären wir einige Male ratlos am Strassenrand oder irgendwo in der Pampa gestanden. Wir waren mit 17 Wohnmobilen unterwegs, darin inbegriffen das Fahrzeug der Reiseleiter  Renate und Jo und des Mechs Sifisio. Wichtig: Jedes Fahrzeug fuhr in der...

Johannisburg - Victoria Falls. 1.10.-8.10.

  2.10. _ 2.Tag. Ankunft Airport Johannisburg. Nach der Passabfertigung werden wir als Einzige gefilzt. Wir lächeln und schweigen. Nun an den Bankschalter und Rand kaufen. Anschliessend kleine Stadtrundfahrt. Nachmittags Ankunft auf der Ranch. Eine Giraffe grast friedlich etwas weiter entfernt. Wir sind angekommen, fühlen uns aber noch nicht so. Im Bus Information, dass es heute das erste Mal seit 10 Monaten regnet.   3.10. _ 3.Tag. Ausflug nach Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas. Highlight das Krüger Denkmal, dann zum Burendenkmal dem „Voortrekkersmonument“. Auf den wunderschön gestalteten Tafeln im Innern können wir die Geschichte der Buren verfolgen. Fahrt nach Lesedi, einem Basotho-Dorf. Dort erklärt uns der Leiter die verschiedenen Lebensweisen der 4 Stämme Zulu, Basotho, Xhosa und Pedi, gefolgt von einer bunten Tanzshow. Danach sehr fremd schmeckendes, aber gutes Essen. Ich finde das Krokodil- und...

Victoria Falls - Windhoek. 9.-14.10.

  9.10. _ 9. Tag. Heute geht’s von Simbabwe zurück nach Botswana. Am Schalter der Grenzstation sitzt wieder derselbe Beamte, der mich sofort wieder erkennt und freundlich feixt. Das Prozedere geht diesmal fix vonstatten. Wieder unterwegs sehen wir mehrere Affenfamilien unter Bäumen. Geier fressen einen totgefahrenen Affen am Strassenrand. Wir kaufen ein, tanken. Nach 6.75 Stunden erreichen wir unsere Lodge welche zwischen Kazungula und Kasane in der Nähe des Chobe River liegt. Die Lodge ist wunderschön. Mir ist so heiss, dass ich gierig in die grüne Glungge des Swimmingpools tauche. Eine Wohltat. Nachgespritzt mit dem Wasserschlauch. Abendessen im Lodgerestaurant mit Blick auf den Chobe River im Abendrot. Verzaubert von der Aussicht..   10.10. _ 10. Tag. Abfahrt um 5.15 h mit offenen Geländewagen zum Chobe River Ufer bei Kasane, wo wir 3 Krokodile mit spitzen Schnauzen (sind das Alligatoren), eine grosse Wasserbüffelherde, Hypos in der Ferne, Paintet Dogs,...

Waterberg - Swakopmund. 15.10.- 23.10.

  15.10. _ 15. Tag.  Unser nächstes Ziel: der Waterberg. Doch vorher muffelndes Wasser vom Wassertank abgelassen. Frisches Wasser eingefüllt. Von „unseren Mädels“, zwei mitreisenden Damen grosszügig mit Hygienemittel ausgestattet, bekämpfen wir die Bakterien im Tank. Unterwegs zeigt sich die Kalahari von ihrer grün-beigen Seite. Im Hintergrund gesprenkelte Hügel. Unterwegs Schnitzlermarkt in Okahandja besucht. Wir erstehen handwerklich gut gemachte Holzfiguren und eine Kette mit Armband für Tochter Evi. Heute erstmals Schotterstrasse / Pad gefahren. Es ist wie Fahren auf Wellblech. Für uns bewährte sich: ca. 70 - 80 kmh, nicht bremsen, möglichst in der Mitte des Pad bleiben und genügend Abstand zum Vormann halten. Nach 4 Stunden kommen wir im romantischen Camp unter dem Waterberg an.        Ein Fahrzeug von Mitreisenden gräbt sich in den Sand und wird gemeinsam ausgebuddelt. Abends tummelt sich eine grosse Schar langgliedriger Mungos unter den...

Swakopmund/Namibwüste - Aus. 24.-29.10.

  24.10._ 24. Tag.  Um 8.00 h geht’s von Swakopmund aus mit 4 Allradfahrzeugen und je einem Guide zur Wüstentour durch die Namibwüste. Unser Guide, ein angefressener Wüstenfachmann und vermutlicher Biologe erklärt, dieses Jahr seien kleine Seen in der Wüste entstanden, wo seit 100 Jahren nur Sand war. Klimaveränderung? Wir flitzen über die Dünen hoch und wieder runter und halten plötzlich an. Die Guides schwärmen aus und finden mittels spärlicher Spuren eine winzige Schlange und grosse Spinne. Unser Guide pflückt und drückt eine fleischige Pflanze aus, hervor quillt erstaunlich viel klares trinkbares Wasser. Er findet ein Chamäleon, welches innert kurzer Zeit die Farben wechselt. Schwarz: Angst, weiss: zufrieden, rot: zornig. Er demonstriert mittels einem Magneten, dass der schwarze Sand sehr eisenhaltig in einer. Erklärt: Die kleinsten Tiere leben von den Samen, die der Wind herantreibt. Wir fahren weiter und bewundern die Farbenspiele der Dünen.   25.10._25. Tag....

Aus - Lamberts Bay. 30.10.-4.11.

  30.10. _ 30. Tag.  Und wieder ein Tag ohne Wolken und mit blauem Himmel. Bei 2° C fahren wir in Aus los, die Temperaturen steigen jedoch schnell. Wir wollen zu den Wildpferden  bei Garub, und haben Glück, denn soeben galoppieren viele Pferde, manche mit Fohlen im Schlepptau, aus der Weite zum einzigen Wasserloch. Eines der Fohlen wirkt sehr erschöpft  und legt sich nach dem Trinken gleich auf den Boden. Zwei dominante Hengste donnern wiehernd und provozierend mehrfach aneinander vorbei... - Wir staunen über die kraft und Dynamik der Tiere. Niemand weiss sicher, woher die Wildpferde stammen. Es wird jedoch vermutet, dass sie aus den „Deutsch-Südwestafrika-Zeiten“ stammen und von den kapitulierenden Deutschen zurückgelassen wurden. Kurz darauf erreichen wir Kolmanskop, die stillgelegte Diamantengräberstadt. Gerade noch rechtzeitig, um an einer Führung teilzunehmen. Die heutige Geisterstadt Kolmanskop liegt in einem kargen, noch heute gesperrten Bezirk in der...

Kapstadt - Oudshorn, 5.11.-11.11.

  Etwas später fahren wir von Lamberts Bay nach Melkbosstrand bei Kapstadt und sehen von weitem den mayestätischen Tafelberg mit dem spitz zulaufenden vorgelagerten Kegel. Gleich vor uns liegt ein verrostetes, gestrandetes Schiff, welches  in drei Teile zerbrochen ist. Wir erfahren, es sei zu teuer, es zu bergen und so rostet es weiter vor sich hin. Zwischen dem Wrack und dem Strand üben Surfer. 6.11._37. Tag. Busfahrt  bei bedecktem Himmel nach Kirstenbosch zum Botanischen Garten, welcher bekannt ist für seine vielen Proteen-Arten. Sie sind wunderschön, und blühen in allen Farben und Formen. Überraschung am Mittag: die Sicht auf den Tafelberg über Kapstadt  ist frei, die Wolken verschwunden. Darauf haben wir gewartet! Frohgemut geht‘s nachmittags per Gondel zum Tafelberg, von wo wir die grandiose Aussicht über Kapstadt, die umliegenden Berge, das Meer und das runde Stadion geniessen.   7.11._38. Tag. Ein wunderschöner sonniger Tag begrüsst uns, wie...

Knysna - Nelspruit, 12.11.-20.11.

  12.11._43. Tag. Heute fahren wir die Gardenroute entlang, eine wunderschöne Tour . Dann Ankunft in der Cango Ostrich Farm, einer Straussenfarm, wo wir zuerst mit „Straussensteak und Röstekuch“ bewirtet werden. Anschliessend informiert uns die engagierte Mitarbeiterin über Strausse, darauf eine Führung durch die Farm, wo wir die vorwitzigen Strausse aus der Nähe betrachten können. Mehrere, sehr schlanke Mitarbeiter veranstalten danach eine Art Wettreiten mit ausgesuchten Straussen Peter, ein Mutiger aus unserer Gruppe, kann sich immerhin einige Sekunden auf einem Strauss halten, ehe er abgeworfen wird. Interessant: Strausse können 60 – 70 Jahre alt werden. Ihre Eier halten ein Gewicht von 200 kg aus. Farmstrausse essen vor allem Luzerne und viele Steine, die sie zum Verdauen benötigen. Straussenfleisch ist am kalorienärmsten und fettarm. Dann Weiterfahrt an die Waterfront von Knysna. Wir bummeln an den schönen Läden vorbei und genehmigen uns ein kleines Glas Weisswein....

Krüger Park - Johannisburg, 21.11.-27.11.

  21.11._52. Tag. Der Besuch des Krüger Parks war ursprünglich für den Anfang der Tour geplant. Das ging leider aus organisatorischen Gründen nicht und so musste der Park am Ende der Tour eingebaut werden. Wir fahren also zum Malane Gate vom Krüger NP und zielen dann das Skukuza Camp an. Nach dem Einchecken, Platz beziehen und der Tagesbesprechung, besuchen wir die Library im riesigen Camp. Dort erfahren wir interessantes über besondere Elefanten. Am Nachmittag gehts los im Geländewagen. Eine Viertelstunde später sehen wir eine zierliche Leopardin in aller Gemütsruhe unten im Bach Wasser trinken, während sich das grosse Männchen oben am Flussufer hinter einen Busch legt, nachdem es sich zuerst umgedreht und uns angefaucht hatte. Von Jo und Renate erfahren wir später, dass es äusserst selten vorkommt, in freier Wildbahn oder einem NP einen Leoparden zu Gesicht zu bekommen.   22.11._53. Tag. Nach einer Nacht bei angenehmen Temperaturen und erfrischendem Regen geht’s mit dem...

Schlussgedanken zum Süden Afrikas und unserer Tour

  Wir bedauern sehr, dass zwischen vielen weissen und schwarzen Afrikanern immer noch so viel trennendes ist und beiden Seiten dadurch viel Schaden entsteht. Der Triumph der schwarzen Afrikaner, Herr in der Heimat zu sein, ist zwar verständlich, aber nicht ganz korrekt, denn eigentlich waren die San, auch Buschmänner genannt und heute eine kleine Minderheit, vor ihnen da. Und dennoch, der Triumph der schwarzen Afrikaner ist verständlich nach der langen Zeit der Unterdrückung, Entwürdigung und Gewalt. Heutzutage ist zu vernehmen, dass weisse Afrikaner resignieren und das Land verlassen, weil schädliche Vorschriften jetzt ihnen gelten und sie keine Zukunft im Land mehr sehen. Doch das Wissen und Können der weissen Afrikaner ist für den Süden Afrikas wichtig, wenn die Verbleibenden nicht zurückgeworfen werden wollen. Die Menschen sollten einen Weg des Miteinanders finden und einander vergangenes verzeihen. Manchmal scheint das heute der Fall zu sein, denn in den Städten haben wir...

Hinweis

Grössere Fotos finden Sie unter "Fotogallerie"