USA 2013

Verschiffung organisieren. 15.10.2012

Kaum zurück von Rhein- und Mosel, beginnen wir mit der Vorbereitung für unser bisher grösstes Projekt: eine halbjährige Rundreise durch die USA. Die Verschiffung unseres Wohnmobils organisiert die Firma Seabridge,   www.seabridge.de. Mit dieser Firma haben wir bereits unsere Wohnmobilreise im Süden Afrikas beste Erfahrungen gemacht und wissen, dass sie erfahren in diesen Dingen sind

Visa. 29.11.2012

Mehrseitigen Antrag per Website des Konsulats ausfüllen. Per Mail kommt die Bestätigung mit Referenznummer. Nun wie verlangt Anruf beim Konsulat für Termin dort. Termin und persönliches Erscheinen wird abgemacht. Freundlicher Hinweis: Nur kleine Handtasche erlaubt.. Drei Wochen später: Stehen bei Kälte und Nieselwetter mit kleinster aller Handtaschen vor der Tür der Botschaft. Klingeln. Heraus tritt ein schmächtiger junger Mann in Uniform, welcher sich plötzlich in einen grimmig blickenden Autoritären mit weit gegrätschten Beinen verwandelt. Er donnert im schönstem Schweizerdeutsch: „Keine Handtasche. Mit der kommen Sie hier nicht rein“.  Ich: „Aber am Telefon …“. Uniformierter: „Nein. Keine Handtasche“. „Bringen Sie die ins Auto oder zum Bahnhofsschliessfach“. Konfusion. Diskussion…Auto zuhause. Bahnhof zu weit. Verpassen sonst Termin. „Nein, Schliessfach oder wegwerfen“. Sehen auf der anderen Strassenseite Park und Abfallkorb. L eeren Handtasche in Manteltaschen. Rüber....

Fahrzeugversicherung für die USA. 3.2.2013

Marcel hat die Dokumente für die Fahrzeugversicherung unseres Wohnmobils in den USA ausgefüllt. Der Spass kostet uns einiges. Doch wenn wir mit unserem Muli die US-Strassen bereisen wollen, ist die extra Versicherung nötig. Unsere europäische Versicherung gilt dort nicht. Für die Zeit der US-Reise wird unsere hiesige Fahrzeugversicherung stillgelegt.  

Abgabe des Reisemobils für den Schiffstransport. 5.- 7.03.2013

Ankunft Stellplatz Wohnmobilhafen Hamburg, www.wohnmobilhafen-hamburg.de. Kaum angekommen, lernen wir Natascha und Michi aus Luzern, www.triibguet.ch kennen. Wie wir, werden sie ihr Fahrzeug morgen früh im selben Terminal verschiffen lassen. Während sie ihr Fahrzeug für die Seefahrt präparieren, machen wir uns auf zu einer Stadtrundfahrt durch Hamburg. Wieder zurück, machen wir uns an das lästige Verkleben des Fussbodens und Einhüllens sämtlicher Polster mit Plastikbahnen, wie vom Transportunternehmen verlangt. Bald danach löschen wir die Lichter.   7.3. 2013. Tagwacht schon  vor 6 Uhr. Noch Bett mit Plastik überziehen. Dann gemeinsame Abfahrt mit Natascha und Michi. Bald erreichen wir den Terminal O'swaldkai. Ich bringe unsere  Ersatzschilder am Wohnmobil an, denn unsere unser Wechselnummernschild benötigen wir  für den PW zuhause. Die beiden Männer ziehen eine Nummer und werden nach 5 Minuten aufgerufen, erhalten die Papiere, steigen in die Autos, passieren...

Routenwechsel der Atlantic Companion. 10.03.2013

Mit unserem Wohnmobil im Bauch hätte die Atlantic Companion am 9.3. abfahren sollen. Doch sie ist noch nicht mal in Hamburg eingetroffen. Telefonisch erfahren wir, es habe einen Routenwechsel gegeben. Das Ankunftsdatum in Baltimore soll jedoch eingehalten werden. Die Spannung steigt..

Von Hamburg nach Antwerpen. 17.3.2013

Die Atlantic Companion hat in Hamburg unter anderem unser Wohnmobil geladen und Hamburg am 16.3. verlassen. Das Schiff liegt derzeit im Antwerpener Hafen.   

Das Schiff ist auf hoher See. 23.3.2013

Die Atlantic Companion hat Europa verlassen und schippert Richtung  USA. Wir sind erleichtert, denn in England gab es schlimme Stürme. Vielleicht war das der Grund, warum das Schiff lange nicht zu orten war?

Flug nach Baltimore.Ostküste USA. 30.03.2013

Morgens um 3.30 Uhr gehts endlich los. Heidi, meine Schwester fährt uns zum Flughafen Zürich. Megadank liebe Heidi! Um 9.15 Uhr hebt das Flugzeug der US Airways ab. Wir sitzen im unmodernen, aber bequemen Flieger. In der letzten Flugstunde beäugen wir verzaubert die sonnenbeschienene Wolkenlandschaft. Was für ein Glück: wegen der guten Windverhältnisse dauert der Flug nicht 10, sondern nur 9 Stunden. Wir flogen der Zeit entgegen, bzw. der Erdumdrehung uns so wurden aus 9 Stunden Flugzeit auf unserer Uhr 4. Beim Rückflug wird es anders aussehen. In Philadelphia gehts nach 2 Stunden Aufenthalt nochmals 45 Minuten in die Luft. Dann landen wir wohlbehalten in Baltimore.

Baltimore. 31.3.-1.4.

Der Inner Harbor mit seiner Waterkant zieht uns an. Doch was mich besonders reizen würde, das wäre der eigentliche Hafen und die Atlantic Companion, die bleiben uns jedoch verborgen. So schauen wir uns unters Deck eines ehemaligen Sklavenschiffes, besuchen das berühmte Aquarium mit Delphinshow und essen Seafood im Philipps, dem angesagtesten Restaurant seiner Art in Baltimore. Die Menschen hier faszinieren uns, denn sie frieren nicht wie wir. Während wir mit dicken Parkas wandeln, laufen sie mit blossen Füssen und Badeschlappen herum. Interessant ist auch, wie locker die Leute mitmachen, wenn Strassenkünstler sie dazu auffordern. Das ist ganz anders als bei uns.

Alles klappt, doch dann kommt das Wasserproblem. 2.4.2013

Bereits morgens kurz vor 8 Uhr steht, wie verabredet, Herr Müller im Hotel vor uns. Ohne einen solchen "Vertrauensmann des Hafens" ist es nämlich gar nicht mehr möglich, sein Fahrzeug dort loszueisen. Und so können wir schliesslich bereits um kurz vor 12 Uhr unser Muli mit den schweren Riesenreisetaschen beladen. Dann: Kühlschrank an Losfahren zum Diesel tanken und Gasflaschen füllen, denn der Dieseltank ist fast leer und die Gasflaschen absolutl leer. Dann zum nächsten Walmart und Lebensmittel und im Liquer Store Wein und Bier kaufen Und gleich darauf zum nächsten KOA Campcround, alles verstauen und das Wohnmobil vollends flott machen. tja und da hakt es dann kräftigst. Denn das Wasser ist zwar jetzt im Tank, doch es will durch die Wasserleitungen nicht mehr raus. irgendwo klemmt es, aber wo? Alle Hebel und Drücker sind richtig umgelegt. Auch im und um den Wassertank scheint alles in Ordnung. Wir wälzen Handbuch um Handbuch und werfen schliesslich das Handtuch und legen uns...

Shanandoah NP, der Föhntest und das bekannte Wasserproblem. 3.4.2013

Auch morgens kommen wir nicht weiter. Die Wasserpumpe brummt zwar, aber es kommt kein Wasser aus den Leitungen. Wir suchen Hilfe bei ALCO bei Sursee, unserer Servicefirma. Ausser 30 Dollar Kosten nichts gewesen. Sie versprechen zwar, Rücksprache bei TRUMA, dem Hersteller zu machen und uns zurückzurufen. Doch nach vergeblichem Warten fahren wir schliesslich zu unserem Ziel ab. Wir wollen keine Zeit mehr verlieren. Nach rd. 180 km gemütlichen Geschaukels auf den US-Autobahnen erreichen wir den Shanandoah-Nationalpark. Unser GPS führt uns zu einer Adresse, doch weit und breit gibt es keinen Campground. Einige km später finden wir zwar einen romantisch aussehenden CG, doch nach der Einfahrt sehen wir vor allem Gerümpel rumliegen. Nichts wie raus. Wir konsultieren den Laptop und werden fündig. Nichts wie hin. Ein wunderschön gelegener parkartiger CP. Wir beziehen den zugewiesenen Platz und schliessen den Strom an. Nichts passiert. Der Betreiber kommt und besteht darauf, dass der Verteiler...

Shanandoah, Skyline Drive, Schlachtfeld und Charly Pride. 4.4.2013

  Und wieder ist es da, dieses spezielle Gefühl, angekommen zu sein. Diesmal also in den USA. Alles freut uns heute morgen beim Frühstück. Vor allem, wie gut wir uns mit den Umständen arrangiert haben. Wir hören die Vögel zwitschern, wie das erste Mal. Empfinden das feine Frühstück im Muli bei 16°C als warm. Toll, die beiden Solarpanels auf dem Dach laden schon auf, obwohl draussen kaum Sonne ist. Gestern hatten wir abends eine grosse Wasserpfütze vor der Tür, heute morgen ist eine Eispfütze daraus geworden. Wir finden das sooo lustig. Im Radio erklingt gemütliche Countrymusik. Das Leben kann so schön sein. Einzig: unser Oli fehlt und wir leiden mit Evi, meiner Tochter, welche zur Zeit einen Prüfungsmonat absolviert. Der Shanandoah NP steht kurz vor dem Frühlingserwachen. Auch hier ist die Natur spät dran. Das grosse Gebiet (794qm) besteht aus Wald und Hügelland. Der Appalachian Trail läuft parallel an ihm entlang. Das Gebiet lädt zum Wandern ein, doch uns zieht es weiter, der...

Stoney Creek am Lake bei Greenville. 5.4.2013

  Nach einer kalten Nacht mit Schneeregen und morgens Katzenwäsche wegen der Kälte haben wir es eilig, weiterzukommen. Dann, wir können es kaum glauben, klart es auf,  die Sonne strahlt und der Himmel zeigt sich im strahlenden Blau. Die gestern grauen Häuser sind plötzlich bunt und die Leute unterwegs noch freundlicher. An sich wollten wir über den Blue Rid ge Mountain Parkway fahren, befürchten jedoch dort Eis und Schnee. Daher nehmen wir die Interstates, um vorwärts zu kommen.  Im Hungry Mother State Park, Marion, Virginia finden wir einen schönen Platz mit sauberen Duschen und Free Wifi.  Die Wanderung am Fluss entlang tut uns gut. Zurück, erzählen die State Park Rancher, letzte Nacht habe es einen schlimmen Sturm mit Hagel, Schnee und Regen gegeben. Immerhin, so schlimm war es bei uns nicht.

Besuch in Dollywood, Pigeon Forge. 6.-7.4.2013

Am ersten Tag in Dolly Partons Dollywood in Pigeon Forge sind wir von dem wimmelnden Konsumbetrieb geradezu erschlagen. Im Grunde wollten wir hier doch nur gemütliche Country Musik geniessen. Doch in Dollywood findet gerade eine Internationale Themenwoche statt. Und so besuchen wir in den beiden Tagen 7 Vorstellungen und sind hell begeistert. Alle Darbietungen haben Weltklasse, so der Schanghai Zirkus, die Mystic Tanzgruppe aus Indien, die Mariachi Divas aus Mexiko, die Gesangsgruppe aus Zambia, die White Gospelgruppe Kingdom Heirs usw. Es waren zwei tolle Tage. Dies alles bei angenehmen warmen Temperaturen und Sonnenschein. Abends gabs Feines aus Marcels Küche und zwar draussen vor dem Wohnmobil. 

Great Smoky Mountains und Ricky's Repair. 8.-9.4.2013

  Morgens kommt Ricky's RV Repair, doch trotz aller Mühe ist unsere Wasserpumpe nicht zu flicken. Eine Neue muss bestellt werden. Die wird morgen Nachmittag geliefert. Also fahren wir los, in die nahen Great Smoky Mountains nach Cades Cove, welches mitten im Wald liegt.  Nach einem langen Looping an historischen Gründerhütten vorbei, kommen wir an. Hier herrschen Ruhe und Natur. Nach dem Rummel der letzten Tage tut uns das gut!  Mit viel Platz um uns rum, einem Tisch mit zwei Bänken und einer im Boden eingelassenen Grill- u. Feuerstelle stehen wir mit  teils  riesigen Wohnmobilen und meist einer grossen Fahne daneben, zwischen den Bäumen. Abends machen wir ein grosses Feuer wie alle anderen auch und lassen die Geräusche der Nacht auf uns wirken. 1500 Bären und 135 Elche leben hier in freier Wildbahn. Doch sie verbergen sich vor uns und wir begnügen uns mit dem Beobachten von Grauhörnchen und Buntspechten. 9.4. Am nächsten Morgen hören wir ein lautes...

Edgar Evins State Park am Center Hill Lake. 10.4.2013

Vor Nashville, unserem nächsten Ziel, wollen wir uns nochmals Natur pur gönnen und erreichen völlig verzaubert diese Oase. Unser Platz besteht aus einer Plattform, die auf Pfeilern steht. Etwa etwa 200 m unter uns liegt der Center Hill Lake, ein Stausee. Im Wald um uns leben Stinktiere, Waschbären, wilde Truthähne, Adler, Falken. Und viele andere Tiere, deren Geraschel  laut in der Stille klingt. Wir sitzen bis spät in der Nacht draussen inmitten dieser Idylle.

Nashville, die Hauptstadt der Countrymusik. 11.-13.4.2013

"On the Road again". Nach knappen 100 km erreichen wir Nashville und den Two Rivers CP.  Kaum haben wir an den Strom angeschlossen, beginnt ein Wolkenbruch.  Jetzt kämen wir nur noch schwimmend nach Down Town...     12.4.2013. Eindrücke bis zum Platzen. Mit Bus bis Down Town. Rundfahrt. State Capitol of Tennessee bewundert. Am Nachbau des Athener Parthenon vorbei. Lange Tour den Broadway entlang. Marcel verschwand nur mal schnell für 1.5 h in Ernest Tubbs Record Shop, dem legendären Countrymusikstar, welcher seine berühmten Mitternachtsshows in seinem Shop gibt oder gab. In der Zeit besuchte ich schon mal drei Honky Tonks. So nennt man hier Musiklokale, in denen man beim Essen oder einem Bier Lifebands lauscht. Bin total begeistert über die Qualität der Bands. Später erfahre ich, dass diese Lokale den Bands eine Plattform bieten, entdeckt zu werden. Auch draussen am Strassenrand spielen  Musiker, oft  ohne Verstärker. Marcel kam zurück mit...

Memphis, Elvis, Rockn' Roll und Soul . 15. - 16.4.2013.

  Wir erreichen Memphis, die Geburtsstätte von Soul und Rock'n Roll. In der feuchten Hitze gehen wir zu Fuss zum nahen Elvis Presley Komplex, erstehen  zwei Karten und fahren per Kleinbus über die Strasse, die langgezogene Einfahrt hinauf und da sind wir.  Vor dem damaligen Zuhause des Stars, der die Welt bewegte und es immer noch tut. Seinem Heim, von dem er einmal sagte, dass er es nie verlassen würde. Alle ebenerdigen Räume können besichtigt werden, so wie es Elvis früher  auch seinen Gästen gestattete. Wir besichtigen das Wohnzimmer, Esszimmer, Küche und den Dschungelraum, wo sich Elvis wohl einen Bubentraum verwirklichte. Über Stil kann man sich streiten, doch die Räume wirken auf uns sehr wohnlich. Sie gefallen uns. Wir besichtigen den sogenannten Meditationsgarten mit Elvis Grab und die danebenliegende Pferdekoppel, auf der auch heute noch zwei Pferde grasen. 16.4.2013. Auch heute sind wir auf Museumstour. Wir betreten das Sun Studio. Hier begann der Rock'n...

Der Sheriff sagt, es gibt Sturm. Natchez. LeFleurs Bluff SP. 18.4.2013

  Der Sheriff erklärt uns beim Einchecken, um 22.30 käme der Sturm. Und er kam pünktlich, zusammen mit Blitz und Hagel bis etwa 2.00 h. Unser Zeltnachbar wusste offenbar, was zu tun ist, als er eine Riesenplane auf ein gespanntes Seil über sein Zelt zog und an Bäumen und am Boden fixierte. Ursprünglich wollten wir ja vorne direkt am See kampen, dort war jedoch schon alles besetzt. Zum Glück, denn wir in der zweiten Reihe standen auf erhöhten Betonplattformen und morgens im Trockenen, während die in der ersten Reihe jetzt ebenfalls im See standen.

Die Schlange auf dem Natur Trail. Natchez SP. 19.4.2013

Kaum angekommen, gehen wir auf dem Natur Trail im urwaldartigen Wald auf Erkundungstour. Wunderbar, wie gut die Luft nach dem Regen ist. Spasshalber witzle ich zu Marcel, er solle auf Schlangen acht geben. Kaum gesagt, entdecke ich vor mir auf dem Weg eine knapp 1.5 m lange, etwa 3 cm dicke anthrazitfarbene Schlange, welche sich sonnt und uns regungslos beobachtet.

New Orleans. Jazz, Blues, Swamps, Mississippi.21.-23.4.2013

  New Orleans - und ganz besonders sein French Quarter, bluest und jazzt aus allen Poren. Aus jedem Lokal dröhnt Musik. Wie u.a. in Nashville,  kann man einfach in ein Lokal mit der genehmen, professionellen und immer sehr guten Stilrichtung sitzen, etwas  bestellen und der Musik zuhören. Wir Beide hören gerne langsamen Blues. Und hörten ihn,  bis er uns wieder aus den Ohren rauslief...  Unterwegs fallen uns immer wieder Leute auf, die äusserst kreativ angezogen und frisiert sind. Sehr viele wollen wohl einfach auffallen oder sich von den anderen abheben.   22.4. New Orleans ist von Wasser umgeben. Ein grosser Teil davon sind Sümpfe. Die heutige Swamps-Tour  geht mitten durch die Sümpfe. Wie wohl die Menschen, welche in den Sümpfen leben, mit den Mücken fertig werden, die es in der Sommerhitze sicher gibt? Wir sind nicht  mit diesem Problem konfrontiert, da wir kühle 23°C haben. Der Bootsführer, dessen Vorfahren von den Arcadien abstammt, kennt...

Wie nicht von dieser Welt. S. Houston J. SP. 24.-25.4.2013

  Die Swamps begleiten uns die gesamte Strecke. Ein Grossteil der Strecke befindet sich die Strasse daher auf Betonstelzen über dem Wasser. Nach 60 km Fahrt verändert sich das Licht, es wird dunkel, prasselnder Regen klatscht auf die Scheiben, Blitze irrlichtern. Diese unheimliche Situation dauert 100 km an. Wir verfahren uns trotz GPS. Endlich Ankunft im SP, einem Platz inmitten der Swamps und wie nicht von dieser Welt, mit all dem Wasser, den treibenden Pflanzen, den im Wasser stehenden Bäumen, an denen gummiartige Pflanzen wie Vorhänge hängen. Den sich auf umgefallenen Baumstrünkenden sonnenden Schildkröten, den ounk rufenden  Alligatoren, den quakenden Fröschen, vielen fremd tönenden Vögeln, den wild von Baum zu Baum turnenden Eichhörnchen und unserer Hausgans oder ist das fremdartige Tier eine Ente? Die uns anfangs begrüsst und bei der Abfahrt auch wieder verabschiedet. 

Pelikanformationen über den Meer. Galveston, Texas. 26.4.13

  Lousiana liegt hinter uns. Wir sind in Texas. Vor Bolivare liegt links vor uns der lange Sandstrand, rechts tauchen nach einer Reihe Ölförderungspumpanlagen bunte Strandhäuser auf Stelzen auf. In Port Bolivare setzen wir mit der kostenlosen Fähre nach Galveston über. Während der Überfahrt jagen wahre Pelikangeschwader über uns hinweg und stürzen sich wie Kamikazeflieger einer nach dem anderen ins Meer, um Fische zu jagen. Kaum auf dem CP direkt am Wasser und in Galveston angekommen, beobachten wir weiter die Segel- und Fliegkünste dieser eleganten Vogel und können uns einfach nicht sattsehen.

Skypen, Angeln und Pelikane in Galveston.27.4.12

  Dialog mit Heidi während des Skypens mit uns in Galveston: "Sagt mal, da zischt ja was bei euch, klingt nach Drache!". "Ach, das ist nur der grosse Ventilator hinter uns". "Der ist an, weil es so heiss hier drin ist". "Ja weil die Verbindung im Muli nicht klappte, sind wir auf die Suche gegangen und dann haben wir eine Verbindung hier im Waschraum vom CG gefunden und du kannst dir ja vorstellen, was für eine Hitze hier drin ist bei 4 Waschmaschinen und 4 Dumplern". Heidi "lacht".   Eine Lektion in Ausdauer gefällig? Seit unserer Ankunft, also 1 1/2 Tage sitzt eine Frau draussen am Wasser mit der Angelrute in der Hand und fischt. Heute morgen ist der Wind zusammengebrochen, es ist warm und die Luft so nass, dass es tröpfelt. Doch die Frau sitzt unverdrossen draussen. Seit kurzem mit Schirm.    Haben heute eine superschöne Rundfahrt mit den Velos gemacht. Unsere Route führte uns auf die andere Seite der Halbinsel, die ganze Strandpromenade entlang und...

Birds, Pelikane und die Story vom hiesigen WC. Port Laveca. 28.4.13

  Unterwegs viel weites Weideland, riesige Ölraffinerien und Maisfelder bis zum Horizont. Gleich nach der Ankunft auf dem CG des Ortes Port Lavaca machen wir einen Marsch über die Laufstege im Meer und beobachten Reiher, Möwen, andere Vögel und.. wieder Pelikane. Diese Tiere faszinieren mich. Ihre Art, sich beim Fliegen schaukelnd zu stabilisieren, ihre eleganten Segelmanöver, ihr plötzlicher Sturz und das Aufplatschen ins Meer. Dann, wie sie beim Auftauchen ihre Flügel leichtfüssig in Stellung bringen, sich in die Lüfte heben und dabei den Fisch verschlucken und das nächste Flugmanöver beginnen.  Zum Schmunzeln. Marcel liest mir aus dem amerikanischen Roman Heartland von Joey Goebel lächelnd vor: "Und keines der Länder (in Europa) reicht an Amerika heran. Ihre Toiletten sind für amerikanische Scheisse nicht gut genug". Wir witzeln darüber... Kurze Zeit später verschwindet Marcel auf der Toilette des CG's, und berichtet mir danach: "..unter jedem Hund". Stunden später:...

Das Vogelparadies im Choke Canyon SP, Calliham Unit. 29.4.13

Die Luftfeuchtigkeit von anfangs 84% verringert sich nach 150 km nordwestlicher Fahrt auf erträgliche 57%. Das Land ist grün, aber trockener als bisher. Kakteen tauchen auf und.. mexikanische Namen werden häufiger. Marcel hat wieder super geplant und den Choke Canyon SP, Calliham Unit ausgewählt. Um uns ist viel Natur, ein Stausee liegt vor uns. Ein Unterstand mit Tisch und Bänken und mehrere schattenspendende Bäumen bilden unser Revier. Unsere Nachbarn sind mind. 1100 m von uns entfernt, Tauben gurren, es geht ein schönes Lüftchen, das nahe Badehaus ist i.O.. Die blaue Stunde beginnt. Beim Kaffee und Chrömli ziehen einige Vogelzüge über dem See, ganze Vogelschwärme jagen nach Insekten, Vogelmänner balzen zuhauf vor ihren Angebeteten und spreizen einladend ihr Gefieder, ein wilder Truthahn spaziert vor uns durch, weiter entfernt sehen wir Hasen und Rehe Gras futtern. Plötzlich ist Ende der Idylle. Wir haben zu tun. 2 Gewitter ziehen durch. Das heisst schnell alle Klappen dicht machen...

Gravel Road, 35°C im Seminol Canyon SP. Nähe Mexiko. 30.4.13

  Fahre meine erste Gravel Road. Sie ist gar nicht so schlimm und kann nicht mit denen im Süden Afrikas verglichen werden. Speziell ist jedoch, dass ein Fahrzeug voraus fährt. Mit Leuchtschrift auf dem Dach "Pilot Car - Follow me". Wie erwartet, ist die Fahrt heute ziemlich eintönig. Anfangs tauchen Ölbohrtürme und -Förderanlagen auf, teils wird auch Gas abgefackelt. Auf beiden Seiten wechseln sich ewiges Gebüsch und immer wieder ein Tor zu einem Farmgelände ab. Jetzt fahren wir in etwa parallel zur mexikanischen Grenze durch die Chihuahuan-Wüste. Etwa eine halbe Stunde vor unserer Ankunft im SP werden wir von zwei Grenzern mit Schäferhund angehalten. Als wir uns als Schweizer ausweisen, dürfen wir nach einem prüfenden Blick durchs Fenster ins Innere unseres Wohnmobils weiterfahren. Bei unserer Ankunft auf einer Art kleinem Hochplateau inmitten der Wüste messen wir 35°C und flüchten uns unter das Sitzplatzdach, wo uns ein heisser und heftiger Wind umtost. Nun vermisse ich doch...

Oder war's doch ein Puma?. Davis Mountains SP. 1.5.13

  Seit Tagen schlafen wir im Puma Gebiet und keiner warnt uns. Da gehe ich doch gestern abend, als alle ringsum schon schlafen, spätnachts zum Badehaus. Irgendwie fühle ich mich beobachtet und es gruselt mich immer mehr. Ich leuchte permanent die Gegend ab. Ob das ein Puma war oder vielleicht nur ein Kojote oder ein flüchtiger Mexikaner? Wohl weder das eine noch andere. Auf dem Rückweg sehe ich noch ein herziges Häschen. Morgens überlegen wir, allerdings nicht wegen der Pumas, die hier übrigens Mountain Lion genannt werden - sondern wegen der gestrigen Hitze, weiterzufahren. Und weiter gehts entlang der mexikanischen Grenze durch die Chihuahuan-Wüste. An dieser Grenze entlang sehen vier mal Border Patrol- Autos die Grenze abfahren. 310 km lang fahren wir durch eintönige Landschaft, welche aus Gestrüpp, Steinen, Sand, Erde, Kakteen und Hügeln besteht. Wir passieren Sanderson, tanken dort Diesel und Propan Gas, fahren durch Alpine und erreichen schliesslich den Davis Mountains SP,...

Wandern auf urzeitlichem Riff im Guadalupe Mountains NP. 3.5.13

  Texas 118. Unser Weg führt vorbei an wunderschönen Berggegenden und riesigen Farmen mit weidenden Kühen. Aus der Höhe winken die Kuppeln des Mc Donald Observatoriums. Wir überlegen uns kurz, dieses zu besichtigen, doch es zieht uns weiter. Die Central Time wird von der Mountain Time Zone abgelöst und wir gewinnen wieder 1 h. Weiter gehts auf der Texas 54. Ein Wildschwein wechselt über die Strasse. Gerade sind wir an der Einfahrt einer Ranch mit dem Namen "Siera Diablo Ranch" vorbeigekommen. Amüsanter Name, nicht? Dann Ankunft in 1'860 m Höhe im Guadalupe Mountains NP. Dort, wo vor 250 Mio. Jahren ein tropischer Ozean war und mit der Zeit ein mehrere hundert km langes Riff entstand, das heute vor unseren Augen als langer Hügelzug am Horizont verschwimmt. Die Rundsicht ist phantastisch. Hinter uns herum führt eine Bergkette, das ehemalige Riff, vor uns, ungefähr im Westen, liegt ein weites Tal, der ehemalige Meeresboden. Ich sehe in die Schluchten und auf die Gipfel. Vor meinen...

Carlsbad Caverns. New Mexiko. 4.-5.5.13

Morgens im "Living Desert" einheimische Klapperschlangen, Bisons, Rentiere, Wölfe, Pflanzen, gesehen. Leider hatten sich Mountain Lion und Schwarzbär, beides auch einheimische Tiere, zurückgezogen. Nachmittags die Carlsbad Caverns besichtigt. Sie sind nicht die grössten der Welt, kamen uns aber so vor. Es gibt in der Gegend über 400 Höhlen. Sie entstanden in den ehemaligen Riffen, durch welche Schwefelsäure sickerte und so den Kalk auswusch, wenn ich das richtig verstanden habe. Doch in einem Teil der Carlsbad Caverne lebt eine riesie Fledermauskolonnie, die täglich zu Zehntausenden bis Hunderttausenden in der Dämmerung ausschwärmen, was anzuschauen wir uns nicht entgehen liessen. 

Wüste - Gebirge - Wüste. Oliver Lee Memorial SP 6.5.13

  Eine Fahrt voller Gegensätze. Zuerst die flache Busch-Kaktus-Steinlandschaft, an Hope vorbei, wobei man den Optimismus der Ausharrenden bewundern muss. Ich würde den verfallenden Ort eher Hoffnungslos nennen. Dann Anstieg, Berge, James Canyon. In der Höhe von 1860 m sehen wir erstaunt wohlhabende Ranches, grüne Weiden, schwarze Kühe, breite Bäche. Die Berglandschaft verändert sich, wird zunehmend trocken, verbrannter Wald taucht auf. Vor hoher Brandgefahr wird gewarnt. Dann gehts wieder hinab ins Tal. Und wie's wieder runtergeht. Nicht einmal in den Schweizer Bergen haben wir das je gesehen. Im Laufe der Talfahrt tauchen vier Mal Schilder auf mit dem Hinweis: "Truck Ramp". Meist eine Meile weiter unten taucht die Truck Ramp auf. D.h. von der eigentlichen Strasse geht seitlich eine Strasse wieder den Berg hinauf. Sinn dieser Anlage: wenn Trucks Probleme bekommen, können sie ihr Fahrzeug bremsen, indem sie es auf der Rampe auslaufen lassen. Unten hat uns die Wüste wieder. Nach...

White Sands, Dünen und City of Rocks SP. 8.5.2013

  Wir fahren nach Alamogordo an den US Militäranlagen vorbei, wo dazumals die erste Atombombe entwickelt und erstmals unterirdisch gezündet wurde. Ein Teil des riesigen Geländes, genannt White Sands, ca. 1280 m Höhe, ist heute ein Park und unser Zwischenziel. Fasziniert kommen wir von der beigen Wüste in eine völlig weisse. Weisse Dünen so weit das Auge reicht. White Sands besteht aus kleinen Gipskörnchen. Obwohl es erst 8 h morgens ist, gleisst der Sand in der Sonne, dass uns die Augen schmerzen.  Wir fahren die Strasse entlang und kommen auf einen grossen weissen Platz, auf dem Überstände mit Bänken stehen. Dort frühstücken wir und ersteigen eine Düne. Dann lange starker Seitenwind. Immer wieder tauchen Schilder auf, die vor heftigen Böen warnen. Der Zufall wollte, dass ich gerade fuhr, als uns eine Riesenbö erfasst und kräftig durchrüttelt. Marcel steht fast senkrecht vor Schreck. Ich wär's auch gewesen, war aber mit dem Steuer beschäftigt. Erst ein paar Minuten vor der...

Kupfer in Bisbee. 8. 5.13

  Die riesige Kupfermine Queen Mine von Bisbee ist schon lange stillgelegt. Da heutzutage der Abbau kostengünstiger erfolgen könnte, wird sie vielleicht wieder eröffnet. Der historische Kern von Bisbee wird sehr hervorgehoben, doch uns hat er nicht besonders beeindruckt. allerdings gabs dort den besten Kaffee seit wir in den USA sind.

Wyatt Earp und die Schiesserei in Tombstone. 9.5.13

  Rot leuchtet der Himmel im Westen, schwarze Wolken im Osten, als wir im unwirklich scheinenden Licht mutig die legendäre Allen Street  in Tombstone entlangschreiten. Drohend stehen die drei verwegenen Gestalten in schwarzen Hüten, dunklen Anzügen und langen Mänteln in der Mitte der Strasse, ihre Revolver griffbereit. In meiner Fantasie treten ein paar verwegen aussehende Banditen aus dem Dunkel und fixieren die Drei. Unbewegt schreiten wir weiter. Seitlich noch eine Bewegung¨. Blitzschnell greife ich... zu meiner Kamera und schiesse... Sie lachen und fragen, woher wir kommen. "Ah Switzerland...". Ich erzähle in schlechtem English, was wir hier machen und dass es uns in den USA mit all den freundlichen Menschen und den unglaublichen Landschaften sehr gut gefällt. Sie wünschen uns noch eine gute Reise. ..Dann schreiten wir weiter die gefährliche Strasse entlang, immer schussbereit, die Kamera im Anschlag... Aber jetzt doch noch was zu Tombstone, in der zu...

Saguaros im Saguaro NP, 38°C in Tonopah. 10.-11.5.13

  Eigentlich fragte ich mich, ob die Fahrt zu den Saguaros wirklich noch übertroffen werden kann, nach all den Kakteen, die wir schon jetzt gesehen haben. Ja, hat es! Während der Fahrt lagen links und rechts Wüste, wie wir sie schon kannten, dann - wie angeknipst - tauchten plötzlich diese Saguarowälder auf, die bis in die Gipfel der doch recht imposanten Hügel gedeihen. Die Saguaros werden bis 15 m hoch. Einer mayestätischer als der Andere. Vögel nisten in ihnen, Tiere finden Schatten unter ihren Stämmen. Aber heiss ist es hier. Wir massen 35°C. und versteckten uns bis zur blauen Stunde unter der Sonnenstore. Doch das Abendrot war wunderschön. 11.5. Am nächsten Morgen waren wir um 6.00 h schon am Wandern und begrüssten die "Riesenpflanzen" mit dem Sonnenaufgang. Anschliessend gings zum Desert Museum, einem Park mit einheimischen Tieren und Pflanzen. Da die Tiere nachtaktiv sind, können wir sie ja nur so sehen. In der Fotogallerie haben wir einige dieser Tiere...

Die roten Felsen von Sedona. 12.-13.5.

Und plötzlich lagen sie da, die roten Felsen. Unvermutet tauchten sie nach einem grauen Bergrücken auf. Ich sah sie das erste Mal und mir blieb fast der Atem stehen vor Staunen. 13.5. Am nächsten Tag, während der Jeeptour von Sedona aus erzählt der Fahrer, warum manche rote Felsen oben manchmal weiss sind: Die weissen Bereiche ragten vor Urzeiten aus dem Meer hervor, die roten lagen im Wasser. In denen im Wasser lagerte sich Eisen ein. Warum das so ist, wissen wir nicht. Der Spiegel schreibt unter https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679973.html unter anderem:...Das Tal, in dem Sedona liegt, ist ein grüner Traum aus Joshua-Bäumen und Bananen-Yuccas, aus rotblühenden Kakteen und silbernen Chollas. Am Talende steigt der Fels in den Himmel wie eine Kathedrale, kupferrot, monumental, ewig. ... Den Hopi-Indianern war das Land der roten Felsen heilig. Sie betraten es, um ihren Ahnen und ihren Göttern zu opfern, und sie legten ihre Medizinräder aus Felsbrocken auf die rote Erde,...

Schwarze Vulkanlandschaft, Steinschlag bei Flagstaff. 14.5.2013

  Morgens den Oak Creek Canyon durchfahren. Faszinierende Rote Felsformationen gesehen. Leider gab es für unser Fahrzeug keine Haltemöglichkeiten. Dafür zeugten die Steine am Strassenrand von der Steinschlaggefahr. Apropo Steinschlag.. Da habe ich doch gestern abend ein Loch in unserer grössten Dachluke festgestellt. Kein Wunder, dass die Fahrgeräusche plötzlich lauter tönten. Heute Morgen haben wir's mit Isolierband stabilisiert. Das sollte halten... Nach lichten Wäldern kommen wir ins Gebiet des Sunset Crater Volkano. Eigentlich bestehen alle umliegenden Berge aus erloschenen Kratern. Doch einzig der Sunset Crater wirkt, als hätte er erst kürzlich gespeit. Tatsächlich geschah dies jedoch vor 900 Jahren. Erklimmen des Kraters verboten. Doch gibt es einen interessanten Pfad am Fuss, den wir abgelaufen sind. Hier wachsen vor allem Pinien, Gras und vor allem leuchtende Pionierpflanzen, die Flechten. Viele umgestürzte Pinien sind krotesk verdreht. Man könnte meinen, ein Riese hätte...

Leben vor rd. 800 - 900 Jahren Nähe Flagstaff. 15.5.2013

  Wir fahren einen 56 km langen Loop um den Sunset Crater. Durch die schwarze Lavalandschaft mit den lind- und graugrünen Pflanzen gehts zur Wupatki-Ruine. Hier lebten vor rd. 900 Jahren rund 100 Jahre lang Hopi-Indianer  in gemauerten Häusern, sogenannte Pueblos, sie hatten Kultur, stellten sehr schöne Töpferwaren her, von denen einiges erhalten ist und hatten ein Freilichttheater. Von der Wupatki-Ruine kann man bis zu den San Franzisco Peaks blicken. Wir tun dies in 1'400 m bei 34°C. Weiter gehts zum Walnut Canyon, wo vor mehr als 800 Jahren Ureinwohner in Höhlen und Felsenwohnungen lebten, die heute Sinagua heissen.Sinagua heisst: ohne Wasser. Auch diese Menschen waren fähig, in einer sehr trockenen Region zu überleben. Wir machen vom dortigen Visitor Center eine kleine Wanderung zu den Felsen hinunter, wo sie lebten. Das Ganze ist sehr eindrücklich!

Versteinerte Bäume, blaue Rocks + Dinos im Painted Dessert NP. 16.5.13

  Morgens um 6.00 h die Arizona 87 Richtung Albuquerqe, dann I-40 East an sehr sehr bescheidenen Hopi Behausungen vorbeigefahren. Wir passieren den Eingang zum Petriefied Forest NP und alles sieht aus wie zuvor, nämlich grün überhauchte flache Wüste und Sträucher. Wir nähern uns dem ersten Aussichtspunkt. Plötzlich weicht der Boden zurück und unten im Tal breitet sich eine riesige Fläche mit roten und weissen Rocks auf. Da staunen wir nur noch. Von mehreren Aussichtspunkten werden uns  zwei besonders in Erinnerung bleiben. Der eine auf in den Badlands, Blue Mesa genannt, welche aus blau- altrosa- und chremefarbenen Gesteinsschichtungen besteht, welche ihre Farben je nach Wolken und Tageszeit verändern. Im Petrified Forest, wuchsen vor 200 Mio Jahren hohe Koniferen an Wasserläufen, wurden durch Überschwemmungen entwurzelt, fortgeschwemmt und alsbald von Schlick und Asche begraben. Mineralhaltiges Wasser drang ins Holz ein und ersetzte organisches Gewebe durch bunte Quarze....

Red Rock SP bei Gallup + Graduations-Feier, New Mexiko.17.-18.5.2013

Wir sind also wieder via US 191 North und I-40 East in New Mexiko gelandet. Interessante Fahrt an abwechslungsreichen Wüsten- und Felslandschaften, Ranches, vielen Apachen und Zuni-Indianer-Shops, einem von Apachen betriebenen Casino mit hunderten Autos davor, vorbei. An der Tankstelle lustiges Gespräch mit einem sehr symphatischen Indianer gehabt über die gesundheitlichen Auswirkungen von Coca Cola und einem Tipi, das er gebaut hat. Den Red Rock SP erreicht. Sein Name sagt ja genug. Der riesige Rock liegt direkt hinter unser unserem Wohnmobil. Besonders ragt der Church Rock heraus, der wie eine Kirche aussieht. Und kaum hatten wir uns häuslich eingerichtet, kam der Wind in riesigen Böen und trieb Sandwolken vor sich her. Im Nu lag überall feiner Sandstaub verteilt im Muli.. Von unserem Standplatz sehen wir gegen Abend sehr viel Leute in dieselbe Richtung gehen, was unsere Neugier weckt. Wir wollen uns anschliessen, wecken jedoch den Widerstand eines Sicherheitsmannes. Da wir partou...

Rätselhafter Canyon de Chelly. 20.-22.5.2013

Auf der Fahrt zum Canyon de Chelly via die I-491 beim Window Rock, Navajo Tribunal Park Halt gemacht. Es ist eindrücklich, durch einen Felsen wie durch ein Fenster hindurchsehen zu können. Auf demselben Gelände steht ein Kriegerdenkmal. 29 Navajos wurden dank ihrer nicht entschlüsselbaren Sprache im Krieg gegen die Japaner eingesetzt, was massgebend zum Sieg der USA beitrug. Die Loops um den Canyon de Chelly haben wir zwei Mal absolviert. Sie bezauberten uns einfach mit den wunderbaren Formen und Farben der roten Felsen und dem Grünzeug drum herum. Derzeit blühen im Canyon die Bäume. Ihr Blütenstaub fliegt wie Schneefall durch die Luft. An den strategisch guten Stellen stehen überall Navajos und versuchen, selbst gemachten Schmuck und geritzte und bemalte Steinplatten zu verkaufen. Unsere Beute: 2 Türkissteinketten, davon eine echt. 2 Tontiere, die wie Nasenbären aussehen und in dieser Art schon früher so gemacht wurden, 1 bemalte Steintafel die Schutz bringen soll. Am 22.5. leisten...

Sandsturm im Monument Valey / Utah. 23.-24.5.2013

Where the Earth meets the Sky, wird das National Monument der Navajos genannt. Wie wahr!  Doch nun der Reihe nach. Morgens fahren wir erstmal über die Hwy 491 durch das etwas trist wirkende Chinel, dem Ort, wo unsere Jeep-Führerin vom Vortag lebt. Wie wir hörten, gibt es hier noch immer Alkoholprobleme und - durch die neuen Casinos verursacht - neuerdings Spielsucht, was den Menschen grosse Sorge verursacht. Ein schlimmer Kreislauf: Arbeit ist rar, das Geld ist knapp, die Menschen verzweifeln. Selten, aber doch, sieht man aber auch Wohlhabende. Auf dem Weg zum Monument Valley kommen wir durch fast gänzlich busch- und baumlose Wüste und geraten in einen Sandsturm, der mehrere Stunden anhält. Später klauben wir Sand aus den Augen, spucken und schütteln Sand aus. Trotzdem fahren wir zum Aussichtspunkt und werfen einen ersten Blick ins Valley. Marcel hat es ja schon gesehen, doch ich stehe einfach nur staunend da. Doch dann jagen wir zweimal Marcels Kappe nach, erwischen sie aber...

Felswohnungen der Anasazi in Mesa Verde. 25.5.2013

Morgens gehts vorbei an einem Berg namens  Mexican Hut, der auch so aussieht und weiter durch die Orte Bluff und Bla(e)nding, über die Brücke des Mexican River ohne Wasser. Schliesslich erreichen wir Mesa Verde, das grüne Hochplateau im Montezuma-Valley in Colorado. Dort besuchen wir die Felswohnungen der Anasazi. Diese Anasazi oder Pueblo-Vorfahren, lebten in der Zeit von ca. 800 - 1200 n.C. Anfangs bestanden ihre Behausungen aus Wohngruben in der Erde. 80% der Anasazi blieben auf dem Plateau.  20% zogen in die Canyons und lebten unter Felsvorsprüngen. Vor allem in den letzten 75 - 100 Jahren ihrer höchsten Zeit verfeinerten sie ihre Felswohnungen zu exakt gebauten gemauerten Steinhäusern mit Belüftungen, Fenstern und Kivas, gemauerten Räumen im Boden. Es wird vermutet, dass sie entweder aus Übernutzungsgründen und/oder wegen zunehmender Trockenheit ihre Felsbehausungen verliessen. Ihre Nachkommen wussten vom alten Volk und den Felswohnungen, suchten sie jedoch nicht auf,...

3-Pässefahrt, Black Canyon, Schwarzbäralarm. 27.5.2013

Wow.. wieder ein vollbefrachteter Tag. Entlang des Hyw 160 und 550 mehrfach Maultierhirsche äsen gesehen. Fahren in Höhen von 2'200 bis 3'250 durch grünbewaldetes Bergland. Erreichen Silverton, in dem es zu Zeiten des Silberabbaus in den Bergen wild zugegangen ist. Passieren den Coalpass, Molaspass. Dort eine frisch gerissene Maultierhirschkuh gesehen. War's ein Bär oder gar ein Mountain Lion? Nur ein grosses Raubtier kann ein so grosses und wendiges Tier wie den Maultierhirsch erlegen. Sehen Wildwasserfahrer und verfallene Silbergewinnungsbauten. Auf der Höhe von 3'383 m auf dem Red Mountain Pass fangen unsere heissgelaufenen Bremsen an zu stinken. Schliesslich erreichen wir den Black Canyon of the Gunnison, werfen tiefe Blicke auf seinen Grund. Er ist der einzige Canyon, der tiefer ist als breit. Von seinen 80 km Länge wurden 60 km zu Staubecken verbaut. Naturschützer erreichten schliesslich, dass die letzten 20 km seit 1999 zum National Park erklärt wurde. Unser Camp haben wir im...

Schwere Wolken im Colorado National Monument. 28.5.2013

Weil dunkle Wolken die Sonne verdecken, ist unsere Freude an den immer wieder überraschenden roten Felsformationen etwas getrübt. Vielleicht liegt es aber auch an der Müdigkeit, die uns übermannt? Vor dem Einnachten machen wir uns trotz Regengefahr zu Fuss auf den Weg zum Window Rock, der eine spektakuläre Aussicht bietet. Später regnet es tatsächlich, aber leider nur von einer Seite, so dass unser Muli nur einseitig vom Sandstaub befreit wird.

Felsbögen u. -fenster, Teufels Garten u. Kaktusfalle im Arches NP. 30.5.2013

Danke liebe Natur. Du hast uns zwei Tage lang einen wunderbaren Platz zwischen Felsen, Büschen und Bäumen und - man glaubt es kaum-  erträglichen Wind sowie angenehme Temperaturen geschenkt. Als erstes begrüsst uns der Balanced Rock. Er sieht aus wie ein dicker Finger, der ein Stück Fels auf der Spitze balanciert. Am nächsten Morgen um 6.00 h streben wir bereits zum Himmelsstürmer Delicat Arch, diesem wunderschönen Felsbogen hoch oben auf den Felsen. Der Weg zum Landscap Arch ist gegen den Delicat nur ein Spaziergang, den wir gegen Abend machen. Nach der Umrundung der letzten Felsecke steht er da. Wunderschön filigran dehnt sich der Landscap Arch 90 m weit über die Felslandschaft hinweg. Neben diesen beiden Schönheiten verblassen das South- und Nord Window etwas. Das Doppelfenster Doubel Arch ist so zart, man könnte grad vergessen, dass hier viele Tonnen Fels über dem Boden schweben. Ganz in der Nähe unseres CG liegt Devils Garden. Er ist wunderschön mit seinen vielen, oft...

Dead Horse Point SP. 1.6.2013

Ungefähr im Jahr 1800 trieben Cowboys wilde Pferde in die Cliffe, um sie zu fangen. Einige liessen sich nicht fangen, andere stürzten entweder vom rd. 600 m hohen Cliff oder verhungerten. Dies gab dem Ort seinen Namen. Den Ausblick sollte man sich nicht entgehen lassen. Der BLM Horsethief Campground, in den wir wenig später einfuhren, stand uns nur wegen des frühen Buchens von Marcel offen. Ein Pärchen, das wir am Aussichtspunkt wiedertrafen, erzählte uns, dass der Platz im Februar 2013 längst alles ausgebucht gewesen sei. Die Beiden stammen übrigens aus Deutschland und der Schweiz, wohnen jedoch seit Jahrzehnten in Colorado in einem kleinen Dorf. "Hier kann man günstig und gut leben. "Die Steuern sind tief, das Benzin billig.

Welt der Gnome und Fantasiegestalten im Goblin Valley SP. 2.6.2013

Eine Wunderwelt für Kinder und Erwachsene steht im Goblin Valley. Plötzlich tauchen sie auf, all diese Fabelwesen aus rotem Sandstein, vom Wind und Wetter in Jahrmillionen geformt. Viele ähneln Pilzen, anderen Gnomen- u. Gnomengruppen. Mit ein wenig Fantasie sieht jeder etwas anderes in ihnen. Dies ist ein Ort zum Träumen, Fabulieren, Science Fiction oder Märchen schreiben. Die Luft ist - wie seit Tagen - extrem trocken und es ist sehr heiss. Daher verbringen wir die meisten Stunden unter dem Dach des Unterstandes und auf den Liegestühlen. Marcel kocht sogar etwas Kleines am Abend, obwohl es im Wohnmobil immer noch 36°C heiss ist.

Urzeitliches Capitol Reef. Unterschiedliche Camper. 3.6.2013

Der Weg ist das Ziel. Das gilt heute ganz besonders. Als wir die Welt der Gnome verlassen, gehts lange schnurgerade Strassen entlang, bis wir Felswände aller Schattierungen passieren. Einige Zeit später - wir glaubens kaum - durchfahren wir grüne Täler und landen schliesslich inmitten von roten Felswänden im Fruita Campground. Gegensätzlicher könnten das Goblin Valley von heute Morgen und jetzt der Fruita CG nicht sein. Heute Morgen staubtrockenes heisses Gebiet, jetzt ein grünes Tal mit hohen grünen Bäumen und rieselndem Wasser über dem Gras. Wir versinken in Behaglichkeit. Hier kann man auftanken und wir tuns! Ahhhhhhhhhh! Unser Campground unter den roten Felsen wirkt gemütlich mit all den Zeltern und Familien. Wieder einmal wird uns klar, wie unterschiedlich die Stimmung auf den CG's in den USA sein kann. Es kommt immer auf die Zusammensetzung der Leute und ihrer Ausrüstung an. Am liebsten haben wir es so wie hier. Also viele Zelter, ein paar kleine bis mittlere Wohnwagen und...

Entlang des Reefs und Escalante Petriefied Forest SP's. 4.6.2013

Gut ausgeruht machen wir uns auf. Zuerst am Reef, dann den Escalante Petriefied entlang. Wir bewegen uns auf Höhen zwischen 1600 bis über 3000 m. Der ganze Weg wird als Scenic View Highway bezeichnet. Auch hier soll es Mountain Lion, Braunbären und Bobcats geben. Was wir gerne glauben, denn hier gibt es viel Grün, das die Tiere fressen können, was wiederum den Raubtieren zugute kommt. Bass erstaunt uns, dass hier Birkenwälder zwischen Pinienwäldern wachsen. Wir sind gerade auf etwas über 3000 m und noch hier reichen die Birkenwälder weit über uns hinauf.

Hoodoos im Bryce Canyon NP. 5.-6.6.2013

Oh Schreck lass nach! Gestern abend gab plötzlich der Stromschalter für unsere externen Geräte, wie Handy, Laptop, Tablet, Wasserkocher, Fotoapparate den Geist auf. Unsere Steckdosen sind tot. Wie sollen wir ohne diese wichtigen Geräte auskommen? O.k. wir haben noch den Zigarettenanzünder. Ich probiere aus, während Marcel fährt... Ja, Handies und den kleinen Fotoapparat kann man dort aufladen. Aber meine Nikon, den Laptop und die restlichen Geräte daran aufzuladen funktioniert dort nicht. Unsere Stimmung sinkt. Wir maulen uns an. Eh.. nicht gut. Und was sehe ich da, noch wenige Kilometer vor dem Eingang zum Bryce Canyon NP? Darauf durften wir in diesem Gebiet, wo es nicht mal Supermärkte gibt, wirklich nicht hoffen: Eine RV-Garage. Sofort klopfen wir dort an. Zwei Mechaniker nehmen sich unserem Problem nach einiger Wartezeit an. Sie machen skeptische Gesichter, schlagen nach in ihren Katalogen. Und.. ein Wunder. Sie finden ein kompatibles Teil, eine Sicherung für unseren Schalter....

43 °C und Kolibris im Zion NP

Der Zion NP zeigt sich schon bei der Anfahrt speziell. Speziell sind auch seine riesigen, oft spitzen Felsen mit den ausholenden Schleifspuren. Man könnte meinen, ein Riese wäre hier mit einer überdimensionalen Stahlbürste zugange gewesen. Speziell ist auch die Durchfahrtsstrasse. Wohnmobile wie unseres müssen wegen ihrer Grösse einspurig durch zwei Tunnels Konvoi fahren. Aber wir hatten Glück. Kaum hinten angestellt, kam das Abfahrtszeichen. Nach mehreren Halts und ah's und oh's wegen der speziellen Landschaft, erreichten wir schliesslich den CG und unseren Platz. Wir stiegen aus und wurden von einer Hitze überrascht, dass uns fast der Atem stillstand, vor allem mir. Während ich mich sogleich in die Büsche verzog, machte Marcel noch eine Tour per Shuttlebus und zu Fuss, an sich stets verengenden Felsen vorbei. Derweilen beobachtete ich in meinem Liegestuhl Kolibris in Greifnähe. Fantastisch, wie sie in der Luft stehen können und Nektar naschen. Die hiesigen heissen übrigens...

Lake Powell, Antelope Canyon und US-Camper. 8.-9.6.2013

Schon um 9.30 h am Morgen messen wir 36°C. Dank Autoklimaanlage schaffen wir es jedoch locker zum Glen Canyon Damm, wo wir die Aussicht auf den Lake Powell sowie die graziöse Brücke über den Colorado geniessen. Wir lesen, das gestaute Wasser sei wie ein Wassersparbuch für die hiesige Navajobevölkerung anzusehen. Bei grosser Trockenheit reiche das Wasser des Lakes 10 Jahre, wenn gar nichts nachkommt. Wir stellen uns trotzdem die Frage, wem fehlt das Wasser dort, wo es früher ungestaut hinfliessen durfte?  9.6. Nach etwas Sucherei erreichen wir den trostlosen Parkplatz des Antelope Canyon, von dem aus wir mit den Jeeps der Navajos bis zur Höhle des Slot Canyons breschen. Wir bezahlen pro Person insgesamt 46 Dollar. Dort angekommen, werden wir aus Sicherheitsgründen gezählt, denn 1997 kamen in dem Slot 11 Touristen um, als ein weit entferntes Gewitter eine Flutwelle hindurch jagte. Doch nun das Vergnügen: Alle paar Meter bleiben wir im Canyon stehen, um die wunderbaren Farben,...

Heliflug über den Grand Canyon NP. Unvergesslich. 10.6.- 12.6.2013

Nichts wie raus aus der Hitze. Fluchtartig verlassen wir den CG am Lake Powell. Die Wetterfrösche versprechen nämlich für das hochgelegene Plateau über dem Grand Canyon kühlere Temperaturen zwischen 27 und 28°C. Wir lechzen danach. Leider ist uns die direkte Strasse zum Canyon versperrt, da ein Strassenteil um 1-2 m tiefer abgesackt ist. Das macht unsere Tagesstrecke um 100 km länger Wir haben also 260 km vor uns. Lach... Übrigens haben wir unser WC-Spülproblem behoben. Wie? ganz einfach, wir spülen jetzt mit dem Duschschlauch, der bequem zum WC-Kasten heranreicht. Nun duschen wir auch wieder im Muli, wenn wir sonst keine Möglichkeit dazu haben. Unsere Trinkflaschen, welche sonst in der Duschwanne stehen, stellen wir während Aufenthalten einfach unter den Tisch. Aufatmen. Etwa 30 km vor dem Ziel fangen die Temperaturen mit der zunehmenden Höhe an zu sinken. Bei der Ankunft messen wir kühle 29°C, also 9° weniger als im Tal. Ankunft im Grand Canyon NP, South Rim, verbringen eine...

Route 66 von Seligman nach Kingman. 13.6.2013

Tja, die Route 66 lebt von der Vergangenheit; von damals, als sie die wichtigste Strasse von Chicago bis Los Angeles war. Seit dem Bau der Interstate ist sie teils in der Interstate aufgegangen. Es muss ein wahnsinniger Niedergang für die Anwohner gewesen sein, als plötzlich die Strasse leer blieb. In Seligman gibt es ein paar hübsche Läden. Wir haben dort einen Dreamcatcher aus Wildleder gekauft. Den hängen wir über unser Bett im Muli und hoffen, er bringt uns gute Träume. Die Strasse führt durch die Wüste. Das aufregendste an ihr sind die Hirschhornkakteen. Die tauchen jedoch erst kurz vor Kingman auf.

Menschen, die in Trailern leben. 14.6.2013

Immer wieder auf unserer USA Reise, insbesondere auf dem momentanen CG fällt uns auf, dass sehr viele Amerikaner auf Campingplätzen leben. Eingangs lieferte uns das Buch von Joey Goebel, Titel "Heartland" vom Diogenes Verlag, das wir zufälligerweise gerade auf dieser Reise lasen, gutes Anschauungsmaterial, da sein Held zeitweise in einem Trailer lebte. Hellhörig wurden wir jedoch erst, als eine Jeepfahrerin mich fragte, ob wir permanent in unserem Wohnmobil leben. Als ich verneinte, war sie erstaunt und meinte, hier sei das sehr oft so. Seither sehen wir des öfteren, dass ganze sogenannte Trailerparks nur mit permanent dort lebenden Menschen besetzt sind. Sie alle haben etwas gemeinsam: sie wirken alle ziemlich schmuddelig. Seit gestern sind wir in einem als RV Park bezeichneten CG. Wir fühlen uns hier ziemlich hin und hergerissen, was unser Sicherheitsgefühl betrifft. Der Platz, den wir gefunden haben gefällt uns sehr, da dessen Baum uns wunderbaren Schatten und Schutz vor der...

Las Vegas, Stadt der Illusionen und des Mammons. 14.6.2013

Kurz vor Las Vegas tauchen die ersten Joshua Trees auf, kakteenartige Bäume. Offenbar wachsen sie nur in Gebieten mit grosser Hitze. Irgendwie erinnern sie an die Köcherbäume in Namibia. Den mit seinen 223 m hohen Hoover Dam besichtigen wir nur kurz. Er staut den Colorado zum Lake Mead. Las Vegas präsentiert sich bereits in seinen Vororten schrill, also ca. 20 km vor der eigentlichen City. Wohin man sieht blinkende Leuchtschriften. Schon hier locken Casinos zum Spiel. Und dann  ist sie da, Las Vegas, Glitzerstadt in der Wüste, Moloch der Gier, Riese der Illusionen, Selbstdarstellung und des hemmungslosen Verbrauchs von knappen Resourcen wie Strom und Wasser. Sie stösst ab, zieht an, fasziniert. Jedes Casino ist im Wettbewerb mit den anderen. Jedes lockt mit noch spektakuläreren Innendekorationsthemen. Immens die Menschenmenge aus aller Welt am Strip, den Spieltischen und einarmigen Banditen. Individuen, die offenbar in den Casinos unglaubliche Summen liegen lassen.   Unser...

Kühle Mammoth Lakes in der Siera Nevada, Kalifornien. 15.6.2013

Nach der Flucht vor der Hitze in Las Vegas, umfahren wir entgegen unser ursprünglichen Absicht das Death Valley. Ich hätte es so gerne gesehen, denn es soll sehr schön sein, Marcel war schon mal hier. Doch zwei Gründe sprechen dagegen. Wir müssten mit Temperaturen bis 50°C rechnen und ob da unserer Motor noch mitmachen würde, zumal auch noch grosse Steigungen zu bewältigen sind? Also das Glück nicht zu sehr herausfordern und weiterfahren. Marcel denkt nur noch an kühle Bergplätze. Ich ehrlich gesagt auch, denn in den letzten Tagen hatte ich mehrfach unter Übelkeit und Kopfweh gelitten, was höchstwahrscheinlich mit den hohen Temperaturen im Zusammenhang steht. Unser vorläufiges Ziel ist also Bisoph, wo wir unsere Vorräte ergänzen wollen. Unterwegs zeigt sich die Wüste in zarten Pastellfarben. Genauer gesagt um uns herum liegt die pastellfarbene Wüste, in einem Kranz weit entfernte Berge und vor uns eine meist bis zum Horizont gerade Strasse. Dieses Bild wiederholt sich mehrfach....

Devils Postpile und unser Kühlschrank steigt aus. 17.6.2013

Oh Schreck lass nach. Früh morgens. Zuerst hören wir eine Art Röhren, dann Geflatter und dann gibt der Kühlschrank den Geist auf. Sein Display ist tot. Marcel wühlt in unseren Gebrauchsanweisungen und wird fündig. Es kann sein, dass unser derzeit auf Gas laufender Kühlschrank - denn hier in den Bergen gibts für uns keinen Strom - auf über 1000 m Höhe Probleme mit der Zündung kriegt. Und wir sind auf etwa 2'700 m Höhe! Das war also dieses Röhren und Geflatter... Wir kommen zum Schluss, dass der Motor zu starten versuchte, wieder probierte, es nicht schaffte und schliesslich die Sicherung durchbrannte. Tja und jetzt ?    Jetzt zuerst mal zu Devils Postpile und diese enormen Basaltblöcke bewundern. Um dorthin zu kommen, durchfahren wir eine Gebirgslandschaft, die sehr an unsere in der Schweiz erinnert. Dann gehts eine steile Bergstrasse runter, die wirklich nicht für ein Wohnmobil geeignet ist, aber das wissen wir erst, als wir unten ankommen. Der anschliessende Fussmarsch ist...

Are you the Troublemaker? Mono Lake, Tuff-Steine, June Lake 18.-19.6.2013

"Oh yes, wir are". Dies antworten wir, als der Host (eine Art CG-Vater) herangebraust kommt, kurz nachdem wir uns im Camp Ground June Lake eingerichtet hatten. Doch nun alles der Reihe nach... Nach dem Schrecken wegen des ausgestiegenen Kühlschranks besorgt Marcel, wie bereits erwähnt, erstmal eine Kühlbox, in der wir unsere essentiellen Ess-Sachen unterbringen wollen. Abends, als wir nochmals unser weiteres Vorgehen besprechen, und beschliessen, morgen früh Eiswürfel zu kaufen, frage ich "warum tun wir die Eiswürfel denn nicht grad in den Kühlschrank, anstelle in die Box"? Wir lachen und tun's seither so. Unser Kühlschrank ist jetzt via Gemüsefach eiswürfelgekühlt, dafür ist das Gemüse jetzt im Eisfach und die "warme" Kühlbox wartet vorsichtshalber in der Garage auf ihre Funktionserfüllung. Seither ist unser Kühlschrankinhalt auch merklich erschlankt, denn wir brauchen unsere Vorräte auf...Vorsichtshalber. Am 18.6. verlassen wir den Mammoth Lakes Mountain CG, fahren vorbei an der...

Tioga Pass - Yosemite NP. 20.-21.6.2013

Die amerikanische Walküre im warmen Biber-Schlafanzug und dicker Wollmütze schmettert mir früh morgens ein "Welcome in the United States of Amerika" entgegen, so dass ich ruckzuck aus meinem verschlafenen Zustand aufwache und erwidere "This People of Switzerland thanks you so much". Dann lachen wir zusammen. Ach wie gerne hätte ich sie in ihrem Aufzug fotografiert. Ihr wärt aus dem Schmunzeln nicht mehr herausgekommen... Überhaupt sieht man morgens die fantasievollsten Bekleidungen an den Leuten, wenn sie zum WC wanken. Bunte Wollmützen sind sehr in... schmunzel. Dafür kam der "The Egg" genannte Wohnwagen unserer Camping-Nachbarn in den Fotoapparat, dieses Miniteil, in den sich des nachts offenbar alle 6 Familienmitglieder quetschen. Wir stellen uns vor, wie die Hälfte der Familie nachts sitzend schläft, während sich die Anderen ausstrecken können.   Nach diesem fulminanten Auftakt fahren wir los. Unterwegs dumpen wir noch für 7 Dollar und dann gehts ab zum Tioga Pass und...

Ab San Francisco sind die Fotos in der Fotogallerie unter

"USA 2013 Teil 2" zu finden.   Ab 22.6.2013 -----------------------------------------------

San Francisco, die Wunderstadt. 22.-25.6.2013

Bereits 100 km vor der Stadt nimmt der Verkehr drastisch zu. San Francisco ist eine Riesenstadt. Doch während San Francisco wie ein spritziger guter Weisser wirkt, klingt Las Vegas wie gefälschter Champagner nach. Wieder campen wir dank Marcels Reservierkünsten auf einem centralen CG ganz nahe an der Golden Gate Ferry, mit der wir nach einer 1/2 h flugs in der City von San Francisco landen. Während der Fahrt mit der Fähre fliegt San Quentin, das Gefängnis, in dem Jonny Cash sein berühmtes Konzert gab und Alcataz, das berüchtigte ehemalige Hochsicherheitsgefängnis, an uns vorbei. Jede Beschreibung von San Francisco dürfte unbefriedigend bleiben. Diese Stadt, mit 20% gut verdienenden Schwulen und Lesben, seinen Kais, Restaurants, Bistros, Lokalen, dem Chinesen- und Italienerviertel, der Brücke, über welche die 101 drüberverläuft und die andere, die Golden Gate Bridge, die vielen Obdachlosen, welche ihr Elend teils laut herausschreien und die bemerkenswert tolerant behandelt werden....

Sonoma Beach und Wright's Beach am Pazifik, Kalifornien. 26.-27.6.2013

Zuerst landen wir in der Bodega Bay und geraten auf einen Loop hoch über dem Atlantik. Die hohe wilde Küste mit seinen wild aufgischtenden Wassern zieht uns in ihren Bann. Pelikane, riesige Möwen und viele andere Vögel jagen hier. Die Felsen unten sind selbst unter Wellenbeschuss bewachsen und die Pflanzen auf ihnen bewegen sich wie lebende Wesen hin und her. Erst nach einer Weile sind wir sicher, dass dies wirklich keine Tiere sind, welche sich am Fels festkrallen. Am besten Beobachtungsplatz sitzt ein Mann in einem Klappstuhl, der mit Whale Watching angeschrieben ist. Und das tut er auch, er hält Ausschau nach Walen. Allerdings heute offenbar vergebens. Unser Picknick in luftiger Höhe, bestehend aus Pouletflügeli, Brot und etwas Wein schmeckt wunderbar, während wir die Bucht unter uns beobachten. Doch dann gehts weiter. wir suchen unseren CG. Stellen das GPS nochmals neu ein. Passieren weitere Teile der Küste, die oben in saftiges Grün getaucht ist und deren Felsen unten schwarz...

Grandiose Küstenfahrt durch den Mendocino Country. 28.6.2013

Mendocino, Mendocino... Wenn der Schlagersänger.. ach wie hiess er doch noch? wirklich diese schöne Küstengegend besungen hat, können wir ihn gut verstehen. Aber nun der Reihe nach. Wir fahren der US 1, einem Teilstück der Panamericana, entlang. Die hohe Küste ist spektakulär, das Meer wild und gischtig. Oben auf der Küste wechseln sich von grün strotzende grüne Weiden, auf denen sich Kühe tummeln, mit Nadelwäldern ab. Die Leute sind augenscheinlich wohlhabend hier, denn die Häuser sind herausgeputzt. Die Läden sehen teuer aus, die Lebensmittel sind es. Ein rosa Cadillac kommt uns entgegen. Die Strassen sind eng und teilweise nur mit 20 kmh zu befahren. Wir haben Glück mit dem Nebel. Er lauert am Horizont im Meer

Zwischen Redwoods, diesen Riesenbäumen. Humbold u. Prärie Creek SP. 29.6.-2.7.2013

Wir verlassen die US 101 und fahren ein in die Avenue of Giants und schon  tauchen die ersten Redwood-Riesen auf. In den nächsten vier Tagen werden wir die gesamte Avenue of Giants befahren und uns grösstenteils im Humbold Reedwoods SP und Prärie Creeks Redwood Park aufhalten. Ich werde zwar versuchen, diese riesigen, mayestätischen Bäume mit dem roten Holz zu beschreiben, bin mir aber bewusst, dass dies unzureichend bleiben wird. Ihre Rinde fühlt sich korkartig an, ist jedoch sehr hart. Die Bäume verströmen einen zarten, minimal süsslichen mit etwas Zimt - jedoch ohne seine Schärfe - unterlegten weichen Duft. Es ist ein wunderbarer Duft. Es gab die Bäume schon in der Dino-Zeit, als es noch viel wärmer war. Damals waren die Redwoods weit verbreitet. Sogar in Frankreich gab es sie. Hier können sie wegen der feuchten Nebel, die vom Atlantik herwehen und wegen des günstigen Klimas auch heute noch überleben. Der älteste im Humbold Redwoods SP gefundene Baum war 2'200 Jahre alt, war...

Valley of the Rogue SP in Oregon. 3.7.2013

Der Host fragt morgens beim Vorbeifahren: "And now on the Road again?". Wir bejahen. Goodby Ihr schönen Erhabenen mit der riesigen Vergangenheit und hoffentlich noch trotz der Klimaveränderung noch langen Zukunft. Vorbei an der Meeresküste über enge Strassen. Dann gehts weg vom Meer, ins Landesinnere. Wir lassen Kalifornien hinter uns. Betreten Oregon. Sehen beim Durchfahren eines waldigen Gebietes einen Bären von einem Hang heruntertrotten. Ich bin so perplex, dass ich nicht an die Kamera denke. Wir kommen im Valley of the Rogue SP in brütender Hitze an. Es ist ein Schock, denn unter den Redwoodbäumen war es eher kühl und jetzt diese Hitze. Ich lege den inneren Schalter um auf "langsam". So geht es einigermassen. Trotzdem waschen und tumblern wir zwei volle Maschinen Wäsche. Gegen Abend ist wieder alles in den Schränken verstaut und wir sind wieder auf dem Laufenden. Eigentlich wollten wir heute noch ein Brot backen, aber dafür reicht die Energie nicht mehr. Die Hitze nimmt ab und...

Tiefblauer Crater Lake im Crater Lake NP. 4.-5.7.2013

An Medford vorbei führt uns Strasse über sechzig Kilometer durch Nadelwälder zum Crater Lake NP und Crater Lake. Man staunt über die extrem tiefblaue Farbe des See's. Sie hat ihren Ursprung im schwarzen Unter- und Hintergrund, der grossen Tiefe und klaren Wasser. Vor rund 7000 Jahren stürzte der Vulkan Mount Mazama nach einem Ausbruch zusammen und bildete den Krater mit einem Durchmesser von 11 km. Dieser füllte sich durch Regen- u. Schmelzwasser im Laufe der Jahre bis zu einer Tiefe von 589 m. Er hat keinen Ablauf, aber trotzdem intakt. Er ist damit der tiefste See der USA. Der Vulkan ruht nur. Irgendwann wird er wieder ausbrechen, lesen wir. Der Platz im Mazama Village CG innerhalb des NP's ist für uns reserviert. Er ist riesig, halbsonnig und liegt zwischen Nadelbäumen. Abends wird es kühl. Wir wärmen uns am Lagerfeuer, wie viele Andere auch. Leider raucht das Holz. Wir haben für das Bündel 6.50 Dollar bezahlt. Zuviel, wie wir finden. 5.7.2013. Wie geplant begeben wir uns auf eine...

Warntafeln vor Zunamis und Seelöwen in Bullards Beach SP. 6.-7.7.2013

Den Park über den Nordeingang verlassen. Fahren lange am Coquilles River entlang. Es wimmelt hier nur so von Fischern. Manche stehen im Fluss, ausgestattet mit Gummistiefelhosen bis zur Taille, andere in Sandalen am Flussufer. Ein Fischer beäugt mit dem Fernglas das Ufer, bevor er einen Angelplatz auswählt. Unsere Route führt über Roseburg. Einkauf in Mirrtle Point. Ankunft in Bullards Beach SP. Kaum da, schnappen wir unsere Räder und fahren zum Beach, wo wir erst das Light House besichtigen. Die hochbetagte Frau des Turmwächters erzählt uns, dass sie in den Wintern in Arizona wohnen im und im Sommer hier in Bullards Beach, weil es da nicht so heiss sei. Der Turmwächter erzählt oben auf dem Turm von vergangenen Zeiten, als das Light House noch wichtig war. Wir können seinen Redefluss kaum stoppen. Doch zuletzt gelingt uns doch noch ein langer Rundumblick aufs Meer, die Vereinigung des Coquilles River mit dem Pazifik, den wilden Strand mit den angeschwemmten Bäumen, den Fischern auf...

Ein Bärenjunges, die Wanderdüne und Umpqua Lighthouse SP. 8.7.2013

Kurz vor Erreichen des SP's  traue ich meinen Augen nicht, was ich da sehe. Mitten auf dem Mittelstreifen der US 101 sitzt ein Bärenjunges. Es versucht, seinen Kopf unter den Armen zu verstecken, so verängstigt ist es. Kein Wunder, denn auf beiden Seiten der Strasse herrscht starker Verkehr. Halten unmöglich. Niemand traut sich anzuhalten, denn die Mutter des Kleinen ist zwar nicht sichtbar, aber sicherlich nicht weit entfernt zwischen Bäumen. Wir hoffen nur, dass schnellstens ein Bärenkenner vorbeikommt, der weiss, was zu tun ist, bevor etwas Schlimmes passiert. In der folgenden Nacht träume ich von Bären und fürchterlichem Geschehen. Noch ganz benommen von dem Drama sehen wir die Wanderdüne auftauchen. Sie ist 40 Meilen lang, präsentiert sich laufend in anderer Form und wird uns auch Morgen noch eine ganze Weile begleiten. Manchmal verläuft sie am Fluss, an anderer Stelle zwischen Wald, manchmal sogar in der Nähe von Gebäuden. Man kann sich vorstellen, dass die Düne manchem...

I lost my Horse, Seelöwen und South Beach SP. 9.-10.7.2013

Die Seelöwen unten auf dem Felsen röhren und brummen was das Zeug hält, als wir auf der Aussichtsplattform der "Sea Lion Caves" ankommen. Seit Tagen freuten wir uns schon, die Seelöwen aus allernächster Nähe und doch ihrem Element und in Freiheit bewundern zu dürfen. Dort angekommen, erfahren wir jedoch, dass der Aufzug, welcher uns von der hohen Küste in die Tiefe der Caves bringen sollte, defekt sei. Einzige Möglichkeit: Wir können zu Fuss eine Plattform über den Felsen erreichen, auf welchen die Seelöwen vom Frühjahr bis Sommer leben. Tja, die Caves, welche von den Wellen während vielen Millionen von Jahren aus dem Fels herausgefräst wurden, sind uns also verwehrt und so nehmen wir mit der Plattform vorlieb.  Und.. sind begeistert über diese mächtigen Bullen, die Kühe und ihre Jungen, die sich auf dem Felsen breitmachen, bzw. sich gerade vom Felsen ins Wasser stürzen oder versuchen, vom wild heranwirbelnden Wasser wieder hoch auf die Felsen zu glitschen. Für die schweren...

Batterieruinen, Kormorane und Pelikane im Fort Stevens SP. 11.-12.7.2013

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir ein im Fort Stevens SP, dem nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt Oregons. Trotz Sonne steigen die Temperaturen während unseres Aufenthaltes nicht über 22°C. Am Strand liegt das Schiffswrack Peter Iredale, welches 1906 gestrandet ist. 12.7.2013 Das Fort ist sehr ausgedehnt und mit guten Wegen ausgebaut, so dass wir mit den Velos zuerst zu den alten Befestigungsanlagen fahren. Das Fort hatte ein einziges Mal Feindkontakt, nämlich durch ein japanisches U-Boot. Man sieht, wo einst die Kanonen standen. In den Anlagen haben sich etliche Schwalben Nester gebaut. Selbst als wir durch die Anlage trotten, flitzen sie an uns vorbei zu ihren piepsenden Jungen. Trotz drohender Wolken und einzelner Tropfen radeln wir weiter zur Mündung des breiten Columbia Rivers, der hier in den Pazifik fliesst. Da die Wolken aufreissen und sich die Sonne wieder sehen lässt, radeln wir wieder einen Teil zurück und biegen dann zum Strand ab. Während eines...

Regenwälder und Gruss aus Brienz. Olympic NP. Staat Washington. 13.-14.7.2013

Nach Fort Stevens fahren wir über eine lange Brücke und der Staat Washington heisst uns willkommen. Unterwegs sehen wir viele Garagenverkäufe, welche vor Einfamilienhäusern stattfinden. An zwei Orten wird Gebäck verkauft. Offenbar für einen gemeinnützigen Zweck. Die Leute sind ganz klar begeistert dabei. Insgesamt sind wir 260 km unterwegs, dann beginnt der Olympic National Forest. Ich kann es kaum erwarten, eine erste Wanderung durch den Regenwald zu machen. Wir parken vor dem Visiter Zentrum und wandern einen kleinen Loop entlang. Marcel ist zwar enttäuscht. Er hat sich den Regenwald anders vorgestellt. Nasser vielleicht? lächel. Doch ich bin verzaubert von den - zugegeben jetzt trockenen Moosbehängen an den Bäumen - aber der klare Bach, der unglaublich üppige Pflanzenwuchs und die viel grösseren Pflanzen als sonst irgendwo, z.B. riesige Farne, faszinieren einfach. Dann ist der Loop zu Ende und wir kommen wieder auf den Parkplatz. Dort sitzt ein junges deutsches Paar auf der...

Hurrican Ridge in den Bergen und Fort Flagler SP am Meer.15.-16.7.2013

Gestern wird wir nach dem Regenwald erst nördlich, dann östlich um die Halbinsel rumgefahren. Vom kühlen Grund auf Meereshöhe bei Fort Angeles gehts wieder hinauf in die Höhe. Wieder gehts zum Olympic NP, nun in das sogenannte Hurrican Ridge. Hiermit kosten wir das volle Angebot dieses vielseitigen Parkes aus: Küste, Regenwald, Berge mit Sicht auf weit entfernte hohe Schneeberge. Während wir hochfahren, wir sind gerade auf 1'120 m Höhe, sehen wir auf einer Aussichtsterrasse ein abfahrbereites Schneeräumfahrzeug stehen. Man muss hier offenbar jederzeit mit plötzlichen Wetterumschwüngen rechnen. Doch wer hat schon im Juli Schneeketten dabei? Auf 1'600 m Höhe steigen wir aus und blicken hinüber zu den Bergen, die im Halbrund stehen. Die Sicht reicht bis Canada. Wir gehen zwei kurze Loops und fühlen uns fast wie in der Schweiz in den Bergen. Es tut gut, hier zu gehen! Ich kriege direkt ein wenig Heimweh. Doch dann sehen wir ein paar Tiere und wir sind abgelenkt. Auf der...

Regenwald und Plumpskloh im Iron Creek National Forest. 17.7.2013

Wir fahren an Tacoma vorbei, teils auf fünfspurigem Highway in jeder Richtung und sind wieder einmal froh über das GPS, welches uns zeigt, auf welcher Spur wir fahren und wo wir abbiegen sollen. Vorbei an Puyallup.  Nähe Randle finden wir nach 6 Stunden Autofahrt den Iron Creek National Forest, in dessen CG wir zwei Nächte verbringen werden. Und als wir unseren überaus grosszügig bemessenen Platz sehen, wird uns wieder einmal klar, dass wir solche Plätze in Europa niemals finden werden. Er hat sogar einen eigenen Zugang zum Iron Creek hinunter, dessen Plätschern bis zu uns dringt. Eine Überraschung wartet jedoch auf uns: wir befinden uns wieder inmitten eines Regenwaldes, mit ausgeprägten langen Moostüchern, welche von den Ästen herunterhängen. Die Sonnenstrahlen spielen mit ihnen. Mal sind jene Äste im Rampenlicht, mal andere. Diese langsamen Wechsel lullen uns ein wie harmonische Klänge. Wir gehen runter zum Iron Creek und laufen den Uferpfad entlang, Wobei wir absichtlich...

Der mächtige Mount St. Helens faucht noch immer. 18.7.2013

Endlich sind wir fertig und wir fahren ab. Heute gehts zum Mount St. Helens, dem Vulkanberg, der 1980 ausbrach, drei Tage lang ununterbrochen eruptierte, zu einer Verdunkelung des Staates Washington führte und 400 Höhenmeter durch die hinausgeschleuderten Massen verloren hat. Alleine sein Richtung Norden zeigender Krater ist 1.5 km breit. Der Krater und das am stärksten von der Zerstörung betroffene Gebiet wurden zur Sperrzone erklärt. Man wollte die sich überraschend schnell abzeichnende Erholung in der Desaster Area, in der zunächst alles Leben untergegangen zu sein schien, unbeeinflusst von menschlicher Einwirkung beobachten und auswerten. Wir fahren auf einer schlechten Strasse an einem Fluss vorbei, welcher in den letzten Tagen offenbar sehr angeschwollen viele Bäume und Steinbrocken mit sich gerissen hat. Die Strasse ist sehr kurvig und weist an der bergabgewandten Strassenseite gefährliche Eindellungen auf, welche man in dem ständigen Wechsel von Licht und Schatten kaum sieht....

Dürfen wir vorstellen? Mount Rainier. 19-20.7.2013

Vorbei an Glenoma fahren wir auf dem Highway 706 Richtung Mount Rainier NP, passieren den Eingangs Kiosk und biegen in die Paradise Road ein. Vorbei gehts an dicht stehenden Bäumen, welche sich über die löchrige und kurvige Strasse beugen. Gerade rechtzeitig lichten sich die Nebel und die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite. Immer mal wieder erhaschen wir durch Baumlücken hindurch den monumentalen Mount Rainier. Dann sind wir da, am Platz namens Paradise. Und auf gehts, zuerst leisten wir uns einen gehörigen Umweg, sprich: wir gehen falsch. Doch dann marschieren wir den wunderschönen Nisqually Loop entlang, vorbei an lichten Wildblumenmatten, über Restschneehaufen zu einem Aussichtspunkt, der uns die Sicht auf den Nisqually Gletscher ermöglicht, einen Teil des Mount Rainier. Wir laufen den Loop zu Ende und fahren die Paradise Road abwärts bis zu unserem CG, dem Cougar Rock NP. Es war ein wunderschöner Tag! Auf dem Nisqually Loop treffen wir ein Paar, das ein Gerät aufgestellt...

Über Walla Walla zum Lewis Clark SP. 21.7.2013

Innerhalb von 100 km Distanz ändert die Natur ihr Gesicht. Die Vulkanberge bleiben zurück, eine breite grüne Flusslandschaft breitet sich aus. Die Wüste beginnt, doch dank intensiver Bewässerung gibt es hier Obstplantagen, Rebwiesen und Rebhänge, Bauernland. Nicht bewässerte Gebiete sind trocken, doch immerhin wächst Gras darauf, aus welchem Heu gemacht wird. Wir fahren durch das Yakima Valley. Die Gegend wird immer trockener. Wir sind auf Indianergebiet. Namen wie Tapatlo, Toopenish fliegen an uns vorbei. Wir ergänzen unseren Lebensmittelvorrat. Bei der Ausfahrt stehen gut verteilt drei gepflegte Leute zwischen 20 und 30. Sie sehen aus, als wenn tägliches Joggen zu ihrem Tagesablauf gehörte.  Ein Hund liegt unter einem Sonnenschirm. Sie schwenken ein Schild "We didn't eat since 2 days" Leider konnten wir nicht stoppen. ich hätte ihnen gerne etwas von unseren Lebensmitteln gegeben, doch es warteten bereits zuviele Fahrzeuge hinter uns. Wir fragten uns noch eine ganze Weile, wie...

Granite Lake, Clarkston. 22.7.2013

Wir lassen Dayton hinter uns. Im historischen Städtchen Garfield sehen wir uns die gut erhaltenen Backsteinhäuser der Gründerväter an. Weiter gehts über Pomeroy den Highway 12 entlang, wo einst die Pioniere Lewis und Clark durchkamen. Sie hatten vom damaligen Präsident Jefferson   den Auftrag erhalten, nach einer guten Ost-West-Verbindung auf dem Landweg zu suchen. Ihre exakten Aufzeichnungen erschlossen den ersten Weg nach Westen. Wir erreichen den Granite Lake und beziehen einen Platz auf dem CG Premier RV Resort bei Clarkston. Hier können wir endlich mal wieder unsere Wäsche waschen. Unser Wäschekorb war schon reichlich am überquellen. Der Platz verfügt auch über ein starkes WiFi, sodass wir ins Internet können. Auf dieser Homepage erwartet uns die schriftliche Wiederholung einer Einladung von Don, der wir gerne folgen

Zwei wunderbare Tage bei Judy und Don in Coeur D'Alene. 23.-24.7.2013

Unterwegs posten wir noch ein kleines Gastgeschenk. Dann gehts auf dem Highway 95 Richtung Norden. Bald erreichen wir den schönen Ort Coeur D'Alene, fahren den Hügel hinauf und sind da. Wow, ist das eine superschöne Villa, in der Don und Judy wohnen. wir sehen Don freundlich winken und wissen, dass er hier tatsächlich wohnt. Als wir durch die Tür treten, sind wir sprachlos. Noch nie habe ich ein so grosses und super gebautes Wohnzimmer gesehen. Es reicht bis zum Dach und ist geschmackvoll eingerichtet. Er zeigt uns andere Zimmer. Wir dürfen uns eines aussuchen. Jedem der Schlafzimmer ist ein grosses Badezimmer angegliedert. Die Betten sind riesig und so hoch, dass das Zubettgehen zum Bergsteigen ausartet. Die Küche ist ein Traum. Der Wäscheraum super gestaltet, es hat sogar Internetanschlus. Don hat dieses gelungene Anwesen selbst geplant und gebaut. Irgendwann erzählt er uns, die Villa habe ca. 600 qm Wohnfläche. Die Beiden werden das Haus verkaufen, sobald sich ein valabler Käufer...

Unterwegs zum Yellowston NP. Montana. 25.-27.7.2013

Morgens kredenzen unsere Gastgeber nochmals ein feines Frühstück mit Früchten, Müesli, Toast und - Überraschung von Judy - supergut gemachtes Tofu aus der Pfanne. Dann heisst es auch schon Abschied nehmen und wir zockeln los. Idaho bleibt alsbald hinter uns und wir erreichen via I-90 Montana. Östlich von Clinton finden wir den Bever Tail Hill SP, wo wir eine Nacht bleiben. 26.7.2013. Unseren nächste Nacht wollen wir im Messouri Headwaters SP verbringen. Den Platz haben wir schon bezogen, als wir merken, dass die Richtung nicht stimmt. Wegen der Hitze brauchen wir Schatten aus dem Westen. Doch nun ist es gerade umgekehrt. Des Rätsels Lösung: Der elektronische Kompass zeigt im Fahrzeug die falsche Richtung an. Leider sind alle schattigen Plätze sind belegt. Hier können wir nicht bleiben. Wir checken wieder aus, erhalten das Geld zurück und suchen weiter. Unterwegs sehen wir einen Camper am Gallatin River einen dreifachen Elektrozaun um sein Zelt ziehen. Es gibt hier also Grizzlys. Zwei...

Old Faithful und andere Geysire, Schlammtöpfe, Heisse Quellen, Yellowstone NP. 28.7. 2013

Dank unseres Annual Passes sparen wir weitere 25 Dollar Eintritt beim Passieren den Westeingang des Yellowstone NP. Gleich darauf sehen wir auf einer Matte beim Fluss von zwei Bisons friedlich weiden. Wir lesen, dass vor ca. 600'000 Jahren eine riesige Landschaft in der heutigen Parkmitte explodierte und das Land innerhalb weniger Minuten verwüstete. Der Einsturzkrater ist 50 x 75 km gross. In der Mitte blieb nur eine schwelende Caldera übrig. Wir sehen schon ein bischen davon, denn es tauchen bereits die ersten Dampfschwaden auf. Wir halten bei den Wower und Midway Geyser Basins an und machen jeweils einen Rundgang. Es riecht leicht schwefelig. Die Geysire brodeln, flappen, spucken und schiessen Wasser in die Höhe. Algen und Bakterien färben die Flächen daneben in Orange, Rotbraun, Weiss und Beige. Das Wasser ist teils klar, teils türkisfarben, teils blubberts zähflüssig beige darin. Ein Unvorsichtiger betritt die Fläche neben dem Weg, sofort schallt es mehrstimmig: "Stay on the...

Es spritzt, gluckst, dampft und schlammt im Yellowstone NP. Eine interessante Bekanntschaft. 29.7.2013

Raus aus dem Bett und raus aus dem CG. Wir haben Lust, im Grünen zu frühstücken und finden einen schönen Platz am Madison River. Im Fountain Lac Drive und Bisquite Basin besichtigen wir bis zum Umfallen weitere Geysire, heisse Quellen und Schlammtöpfe und sind bezaubert über ihre Vielfalt und Farben. Unterwegs sehen wir schwerbepackte Wanderer, welche jeweils eine grosse Pfefferspraydose gegen Bären wie Colts an der Hüfte tragen. Am Creek Pass nehmen wir zur Kenntnis, dass sich hier die Wasserscheide für die kontinentalen Gewässer befindet. Am West Thumb sehen wir nochmals Geysire ect. und den riesigen klaren Yellowston Lake. Nach sechs Stunden Laufen und Stehen sind unsere Gehirne von den Dämpfen aufgeweicht und unsere Füsse schlapp. Nun gehts ab zum Grant Village CG im Süden von Yellowstone. Wo es ein feines Nudelgericht gibt namens Schlamm. So nenne ich alle Gerichte, die ich zuletzt in einer Pfanne mische und so auf den Tisch bringe. Das letzte Mal wars allerdings vor etwa 5...

Blitz+Hagel, Bisons, Wasserfall, Adlerhorst. Yellowstone NP. 30.7.2013

Morgens an pitoresker Landschaft vorbeigekommen. Hinter uns droht ein dunkler Himmel, Gewittergrollen. Vor uns blasen Geysire heissen Dampf ab. Dahinter liegt der ruhige Yellowstone Lake. Etwas weiter entfernt queren Elks die Strasse. Fahrzeuge mit Licht kommen uns entgegen. Der Himmel verdunkelt sich weiter. Regen prasselt, Hagel peitscht an unsere Scheiben, es schneit ein wenig, dann folgt ein Wolkenbruch. Während es von hinten her immer noch donnert, scheint vor uns schon wieder die Sonne auf den See. Wir haben es gelesen. Der See hat sein eigenes Wetter. Nun wissen wir es aus Erfahrung. Der Spuk hat nur etwa 15 Minuten gedauert. Mud Vulkano. Ein Schlammtopf liegt neben dem anderen. Es blubbert, zischt, schiesst hoch. Gespenstisch. Es riecht stark nach Schwefel. Wenn jetzt ein Teufel von unten auftauchen würde, uns würde es nicht wundern... Wir erreichen riesige Wiesen, durch welche der Yellowstone River rauscht. Es soll hier Bisons geben. Wir halten Ausschau. Nur ein einziger...

Schlammtöpfe, Geysire, Sinterterassen und ein Angelhaken. Yellowstone NP. 31.7.2013

Unser zweitletzter Tag im Yellowstone Park hat begonnen. Wir fahren zum Gibbon Waterfall. Er ist nicht so tief wie der gestrige, aber auch sehr schön. Es begegnen uns zwei Asiatinnen, mit Mundschutz bis zur Nase. Offenbar haben sie noch nicht gemerkt, dass es hier keine Dämpfe gibt. Vielleicht sind sie aber auch von zuhause gewöhnt, sich vor schlechter Luft zu schützen? Unser nächstes Ziel ist der Artist Point. Es ist speziell hier. Wir laufen an Bäumen vorbei, deren Boden mit verbrannten, umgestürzten Baumstämmen bedeckt ist. Dazwischen wächst saftiges Gras. Hier und da dampft es aus dem Boden. Die Dampfwolken verzaubern die Umgebung in eine Märchenlandschaft. Die Gegend ist ein Paradies, welches jeden Augenblick zerstört werden kann. Der Angelhaken an Marcel. Als wir zurückgehen, fällt mir eine Mücke mit langen Beinen auf, weil sie schon vorhin dort gesessen hat. Ich sehe genauer hin. Ein Stück Faden hängt an der Mücke. Das ist ja keine Mücke. Ich will sie wegreissen, doch sie...

Ein Bison bummelt über die Brücke, ein anderer steht zwischen Schlammtöpfen. Yellowstone NP. 1.8.2013

Den CG in Gardiner lassen wir morgens hinter uns. Wir durchfahren wieder den Nordeingang des Yellowstone NP. Nun, da unser letzter Tag im Park anbricht, schauen wir uns die Landschaft nochmals genau an. Die Hügel, die Wiesen, die Bäche, alles wirkt so friedlich. Wir gehen den schmalen Weg zum Yellowstone River hinab, dort, wo er sich 94 m tief in den Canyon hinunterstürzt. Wir nur ca. 2 m darüber. Die Wucht der Wassermassen ist so gross, dass wir nur noch Gischt sehen. Die Bisons haben es uns angetan. Daher fahren wir nochmals ins Hayden Valley und suchen nach ihnen. Es sind zwar einige zu sehen, jedoch nur von der Ferne. Vereinzelt bewegen sich Bisonbullen durch die Landschaft, doch auch sie sind weiter entfernt. Wir fahren am Mud Vulcano vorbei und sehen dort inmitten der Schlammtöpfe einen Bison stehen. Er scheint wiederzukäuen und bewegt sich nicht vom Fleck. Kurz, nachdem wir bei der Fishing Bridge geparkt haben, trabt ein einzelner schwerer Bison an den über die Brücke...

Wild Wildwest. Buffalo Bill. Cody. Wyoming. 2.8.2013

Auf dem Weg zum Ausgang des Parks fahren wir kilometerlang an verbrannten Bäumen vorbei. 1988 brannte nämlich ein grosser Teil des Parkes. 25'000 Firefighter waren damals im Einsatz. Zwischen den verbrannten Bäumen wächst schon wieder viel neues Grün. Kurz nachdem wir den Park durch den Ostausgang verlassen, taucht ein Schild auf: "Crissly Bear Area". Dann öfnet sich ein wunderschönes grünes Tal mit roten schroffen Felsen und lichten Wäldern. Wir sind im Shoshonen-Gebiet. Am späten Mittag erreichen wir Cody. Die Stadt, welche Wiliam Cody, auch Buffalo Bill genannt, mitbegründete. Buffalo Bill war und ist noch heute eine bekannte Grösse. Als sein Vater starb, war er elf und seine Kindheit vorbei. Er wurde Fallensteller, Scout, war Reiter im legendären Pony Express. begründete, wie gesagt, mit ein paar Investoren die Stadt Cody und ein Hotel und tourte jahrelang mit seiner Wildwestshow durch die Lande. Diese hatte etwa 800 Darsteller.Er kam bis nach England mit seiner Tour und der...

Old Trail Town, Konzert und Rodeo in Cody. 3.8.2013

Morgens suchen wir erstmal einen besser gelegenen CG und werden mit dem Ponderosa CG direkt in Cody fündig. Dann gönnen wir uns uns einen Bummel durch die Innenstadt und essen eine Kleinigkeit im Irma Hotel, welches Buffalo Bill begründet hat. Unser nächstes Ziel ist die Old Trail Town, eine Art Freilichtmuseum mit Häusern aus der Gründerzeit, welche abgebaut und hier - teils mit dem originalen Inventar - wieder aufgebaut wurden. Oft wird sogar die Person genannt, die hier gelebt hat, z.B. ein Trapper. Sehr viel geschichtliches wird geboten. Ein kleiner Friedhof ist angegliedert. Buffalo Bill ist dort beerdigt. Viele unterschiedlich ausgeführte Planwagen runden das Bild ab. Abends nehmen wir ein Chuck Wagon Dinner zu uns, gefolgt von einer foot-stompin' Western Musik Show  mit virtuos spielenden Musikern. Gefolgt von einer interessante Rodeoveranstaltung, welche durch die live gesungene Landeshymne und ein Gebet eingeleitet wird.

Das Elchjunge und seine Mutter am Prune Creek. 4.-5.8.2013

Bedauernd lassen wir das angenehme Ambiente des Ponderosa CG hinter uns zurück. Im Albertsons füllen wir noch unsere Vorräte auf, dann fahren wir weiter Richtung Osten, grösstenteils auf dem Highway 114. Das Land ist weit und kark. Namen wir Dry Creek, Greybull, Devils Kitchen fliegen vorbei. Wo es Wasser hat, gibt es Farmen. Auf bewässertem Boden gedeihen Getreide und Mais. Wieder müssen wir schmunzeln, denn der Name "Dirty Annie" taucht immer wieder sowohl als Restaurant- als auch als Shopname auf.  Was das wohl auf sich hat? Wir erreichen die wunderschönen Bighorn Mountains und fahren auf den Granite Pass, der 2'764 m hoch ist. Es geht schon wieder leicht talwärts, als wir den wunderschönen Prune Creek  NF CG erreichen, der zwischen lichten Nadelbäumen direkt am Prune Creek, Nähe Highway 14 liegt. Kaum sitze ich etwas abgeschlafft auf meinem Liegestuhl, als Marcel ein Zeichen gibt. Ich schnappe sofort meinen Fotoapparat. Und dann trifft ein, was ich mir seit Wochen...

Ein Fuchs und Devils Tower aus Basalt. 6.8.2013

Morgens kurz nach sechs Uhr erreichen wir die Dumpstation. Kaum ausgestiegen, fühle ich mich beobachtet. Ich schaue mich um und sehe direkt in die Augen eines Tieres. Ist das nun ein Fuchs oder ein Koyote? Wir sind uns nicht klar darüber, tippen aber auf einen Fuchs. Es gelingt mir, noch schnell ein Foto zu machen. Dann sind hinter dem Tier spitze Geräusche zu hören und es verschwindet. Wir vermuten, es waren die Jungen des Tieres. Kaum sind wir wieder auf dem HW 14 Ost, als ein Elkbulle mit grossem Geweih über die Strasse springt, eine hohe Hürde elegant nimmt und verschwindet. Einen Kilometer später sehen wir ein Mule Deerweibchen im Wald untertauchen. Wir erreichen die I-90. Auch hier gibt es einen "Grazy Women" Saloon und -Creek. Wir schmunzeln mal wieder über Strassenschilder wie "Pay Attention Or Pay The Price", fahren über den "Powder River", der jedoch Wasser führt, den "Death Horse Creek" und den "Wild Horse Creek". Wir erreichen die Black Hills Region. Eine Menge...

Das Crazy Horse Memorial in den Black Hills. South Dakota. 7.8.2013

Auch heute bewegen wir uns in den Black Hills, die landschaftlich sehr abwechslungsreich sind. Ich schätze, dass uns heute Tausende gutgelaunte Motorradfahrer begegneten. Durch die Orte ist teils kein Durchkommen und wir müssen Umwege fahren. Schliesslich erreichen wir den Parkplatz des Crazy Horse Memorials. Auch hier lange Reihen hochglänzender Motorräder. Kaum erhaschen wir einen Blick auf das Memorial, hören wir eine Explosion und sehen am Fusse des Memorials eine dicke Rauchwolke aufsteigen. Wir durften also Zeuge einer Sprengung sein. Oder war das Ganze für die vielen Zuschauer inszeniert? Ein leiser Verdacht bleibt.. Was hat es mit dem Crazy Horse Memorial auf sich? Der 1982 verstorbene Bildhauer Korzcak Ziolkowski begann auf Einladung der Sioux 1949 mit der Sisyphusarbeit am Memorial "for all North American Indians", das nach Fertigstellung den Sioux Häuptling Crazy Horse samt Pferd als 170 m hohe Felsskulptur zeigen soll. Das erst langsam den Anfängen entwachsende Projekt...

Mount Rushmore und Büffel im Custer SP und unserem CG. 8.8.2013

Wir passieren am Morgen den Ort Custer, der jetzt am Morgen noch still ist, weil die Motorfahrer noch nicht auf der Piste sind. Schon erreichen wir den Custer SP. Auf der 89 drehen wir auf Geheiss des Kontrolleurs um, weil er meint, wir kämen nicht durch den Tunnel Nr. 5. Nun versuchen wir den Zugang von der anderen Seite, um leider festzustellen, dass durch diesen Tunnel Nr. 4 definitiv kein Durchgang für unser Wohnmobil ist. Nun studieren wir die Unterlagen und stellen fest, dass wir doch durch den Tunnel Nr. 5 passen sollten. Ahhh! Wir probierens, es reicht knapp durch und nichts streift. Wir kommen durch eine wunderschöne Berglandschaft. Die Strassen sind eng. Wir kommen gerade so durch die Windungen. Dann liegt das Mount Rushmore National Monument vor uns. Wir parken und gehen die etwas pompöse Avenue of Flags durch zur Grand View Terrasse. Dort blicken die aus dem Fels gemeiselten ehemaligen Präsidenten, von links, G. Washington, Thomas Jefferson, Theodore Rosewelt und Abraham...

Und nochmals Bisons aus der Nähe. 9.8.2013

Morgens noch vom CG eine kleine Herde Bisons und ein einzelnes, dieser graziösen Tiere, ein Mule Deer beobachtet. Kurz nach der Abfahrt fallen uns immer wieder einzelne, immer sehr kraftvolle Bison Bullen auf und fragen uns, ob sie alle nach einem verlorenen Kampf gegen einen Herausforderer ihre Dame oder Damen verlassen mussten? Nochmals streifen wir - diesmal von Hot Springs Richtung Norden aus, durch den Wind Cave NP, dann durch den Custer NP, um nochmals in Ruhe die schöne Landschaft und seine Tiere zu sehen. Direkt neben der Strasse, nicht weit entfernt von einander, bewegen sich zwei grosse Bisonherden. Wir beobachten sie aus nächster Nähe beim Zanken, Liegen, Saugen, Fressen, Wälzen. Ein unvorsichtiges Junges bekommt einen Tritt von einem Bullen ab, der sich für die Mutter des Kalbs interessiert. Verdutzt entfernt es sich ein paar Meter und beäugt konsterniert den Kerl. Ein anderer Bulle will eine Kuh besteigen, doch diese macht einen Gump unter ihm weg und er steht alleine...

Bizarre Badlands, bunte Badlands. Badland NP. 10.8.2013

Nach den Black Hills machen wir einen Abstecher zum Museum der Ellsworth Air Force Base und betrachten ausgemusterte Militärflugzeuge. Ellsworth ist noch heute die Kommandozentrale von Interkontinentalraketen und von Langstreckenbombern. Einige Bomber werden immer noch rund um die Uhr atomar startbereit gehalten. In Wall suchen wir die dortigen Shops heim und kaufen zwei Ralley-T-Shirts ein. Wir fahren weiter und erreichen die Badlands mit ihren bizarren Sandsteinformationen und seltsam ausgewaschene Erdhügeln. Man kann hier leicht das Gefühl verspüren, auf einem anderen Stern zu sein. Den Namen verdankt das Gebiet den ersten Europäern, welche hier durchzogen. Um bad lands handelte es sich auch für die nachfolgenden Siedler. Eine Frau erzählt mir, sie habe ihre gute Kamera im Hotel vergessen. Auf dem Cedar Pass CG  finden wir einen guten Platz. Rund um uns herum ist weites Land. Es ist schön, dass hier vor allem Leute campen, die zelten. Die Stimmung ist dann immer schön! Marcel...

Sonnenuntergang in Mitchel. 11.8.2013

Nur noch kurz bewegen wir uns in den Badlands, lassen die spitz aufragenden Bergformationen an uns vorbeifliegen, passieren danach die abgeflachten Stümpfe der auslaufenden Badlands. Dann verschwinden auch diese und die Prärie beginnt. Dann fahren wir über hundert km durch dichten Nebel. Als dieser sich lichtet, tauchen Getreidefelder auf. Das Gewächs steht niedrig und wirkt sehr feucht. Die ca. 340 km Strecke absolvieren wir fast ausschliesslich auf der I-90. Eigentlich mögen wir private CG's hier in den USA mittlerweile nicht mehr so sehr. Sie können von der Atmosphäre her den staatlichen Parks einfach nicht das Wasser reichen. Doch für Erledigungen wie Kleider waschen, Brot backen, das Internet benutzen, steuern wir sie an. So auch heute. Und erleben nach all den Erledigungen einen schönen, wenngleich kurzen Sonnenuntergang.

Tornadogebiet, Corn Palace und Bisonherden. SW Minnesota. 12.8.2013

Die Fassade und riesigen Wandbilder im Innern des Corn Palace von Mitchel bestehen aus Maiskolben. Es wird keine künstliche Farbe verwendet, sondern Maiskolben in verschiedenen Naturfarben. Jedes Jahr wird ein anderes Sujet gewählt. An einem Stand erstehen wir karamelisiertem Puffmais, welcher zum Maiskolben geformt ist. Er schmeckt aromatisch und gut, allerdings kriegt man nach dem Genuss für eine Weile die Zähne kaum mehr auseinander. Wieder gehts weiter auf der I-90 Richtung Osten. Und da sind wir. Auf dem Blue Mounts SP CG. Die Frau am Schalter weist daraufhin, dass wir uns hier auf Tornadogebiet bewegen. Am Anschlagbrett lesen wir, bei den ersten Anzeigen von Sturm keinesfalls im Wohnmobil/Zelt zu bleiben, sondern die Schutzräume aufzusuchen. Nun wird uns klar, was die Schilder "When light flashing, road closed" bedeutet. Beim Abendspaziergang durch den parkartigen CG zu einem kleinen See, fallen uns schmale, aber tiefe Trampelpfade auf und wir fragen uns, von welchen Tieren die...

Maisfelder, nieder gebaute Gebäude und 14'000 Seen. Nähe Duluth. 13-14.8.2013

Das Thema Mais und Tornadogebiet liess uns sowohl gestern als auch heute nicht los. An der gesamten Strecke von 634 km stehen Maisfelder und Maisverarbeitungs- oder -transportbetriebe. In Clara City hat man den Eindruck, alles handle sich hier nur um Mais.   Nun, da wir wissen, dass wir uns in einem Tornadogebiet aufhalten, fällt der Groschen und es fallen die speziell niedrig gebauten Gebäude in dieser Gegend auf. Niedrige Gebäude bieten natürlich einem Sturm weniger Angriffsfläche als hohe. Wir kommen am Sibley SP, New London an und lesen, dass hier der Red River Trail durchgeführt hat, welcher in den Jahren 1820 bis 1872 grosse Bedeutung hatte. Nur sehr robuste Leute zogen damals mit den einfachen, von Ochsen gezogenen Karren, den rauhen Weg von Minnesota bis nach Canada entlang.   14.8.2013. Auch heute bleiben uns die Maisfelder erhalten. Das Gebiet der 14'000 Seen beginnt. Auf vielen wachsen wilde Seerosen. Kleinere Seen sind Teil völlig von den weissblühenden...

Kanadagänse und frittierten Weissfisch in Washburn. Wisconsin. 15.-16.8.2013

Während Marcel am Steuer sitzt, sehe ich gleich nach der Abfahrt einen jungen Burschen mit einem Auto so enge Kurven reissen, dass der ganze Parkplatz voller Reifenrauch ist. Wir sind heute nicht lange unterwegs, wollen jedoch eine erste Sicht auf den Lake Superior, den grössten See der Great Lakes, erhaschen. Die Gemeinde Washburn bietet 2 CG's an, einen, mit mehr Sonne, den anderen zwischen Nadelbäumen. Wir finden in ersterem, Thompson Westend CG, einen schönen Platz mit weiter, offener Sicht auf den Lake Superior. Die Temperaturen betragen rd. 25 °C. Das ist uns gerade recht. Vor uns ist eine grosse Wiese, auf welcher mal nur 6, dann wieder rund 30 Kanadagänse grasen. Mindestens eine Gans beobachtet stets das Umfeld. Erstaunlich, wie hoch die Hälse in die Höhe wachsen, wenn die Gänse sich recken. Uns fällt die fast unmerklich veränderte Landschaft und das veränderte Licht auf. Es wirkt nördlicher! Ein Camper erzählt uns von den guten Weissfischen, die hier am Lake Superior...

Kein Stachelschwein im Porcupine Mountains Wilderness SP. 17.8.2013

Wir fahren und fahren durch den Porcupine Mountains Wilderness SP. Der Wald hört nicht mehr auf. Obwohl unterwegs kaum ein Auto begegnet ist, erreichen wir schliesslich den ziemlich vollen  Presque Isle CG. Und ergattern einen Platz für uns, auf dem gut zwei Wohnmobile stehen könnten. Sogleich gehen wir auf Erkundungstour. Über lange Treppenabgänge gelangen wir schliesslich an den blauen Lake Superior, der fleissig Wellen über flache Steinplatten zum Ufer auslaufen lässt. Der Sandstrand ist bedeckt mit ausgerissenen Bäumen. Porcupine heisst ja Stachelschwein, doch ausser Streifenhörnchen sehen wir keine Tiere. Es muss hier jedoch grössere Tiere geben, denn schmale Pfade weisen daraufhin. Zudem stehen auf den Plätzen für Primitivcamping bärengesicherte Schränke. Wir gehen weiter zum Fluss, der sehr eisenhaltig und daher rostbraun ist und in Jahrmillionen s.g. Potholes aus den Felsen geschnitten hat. Ein Schild warnt, hier zu schwimmen. Nur die allerbesten Schwimmer schaffen es,...

Viele leere Häuser in Copper Harbor. Interessantes Fort Wilkins. 18.8.2013

Namen wie Little Iron River, Big Iron River lassen wir hinter uns. Auch viele Storages, garagenähnliche Container, in denen die Leute ihre Möbel oder anderes zwischenlagern. Die erste Herbstfärbung fällt uns an den Bäumen auf. Wir sind hier ja sehr nördlich. In Copper Harbor fällt uns eine zum Museum umfunktionierte Kupfermine auf und gleich darauf viele leerstehende und verwahrloste Häuser. In früheren Zeiten gab es in diesem Gebiet viele gut florierende Kupferminen, an denen mehr verdient wurde, als an Gold. Heute fehlen die Arbeitsplätze der geschlossenen Minen. Wir besuchen das Fort Wilkins im SP und bekommen einen Einblick in die Zeit um 1844 - 1860 in dem Fort. Das Fort war ein aktiver US-Armeeposten, um den Frieden in Michigans Copper County zu gewährleisten. Die Leute haben augenscheinlich nicht schlecht gelebt. Es gab sogar einen Arzt. Verheiratete Soldaten durften mit ihrer Familie im anschliessenden Gelände in kleinen Häusern wohnen.

Pictured Rocks Nähe Munising im Süden des Lake Superior. 19.-20.8.2013

Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf der Gravel Road auf der Suche nach einem CG im Pictured Rocks Nat. Lakeshore Park müssen wir umkehren, weil schon alles besetzt ist. Zurück in Munising erwischen wir den letzten freien Platz. 20.8.2013.  Die dreistündige Bootstour zu den Piktured Rocks lohnt sich. Die bunten Felswände, Felstürme und -bögen können wir vom Wasser aus viel besser sehen. Abends die Campingstimmung genossen und den sich langsam rot färbenden Horizont auf uns wirken lassen. Gegen die zahlreichen Moskitos, welche Pusteln auf der Haut hinterlassen, konnten wir allerdings nichts machen. Tägliches Ritual vor dem Lichter löschen: Jagt nach Moskitos und einer Art Fliegen, die regelrecht in die Haut beissen

Tahquamenon Falls SP. 21.8.2013

Morgens köstlich über einen Zeltcamper amüsiert, der sein relativ kleines Auto mit unglaublich viel Material vollgestopft hat. Sein Kofferraumdeckel musste offen bleiben, da das Zeltgestänge heraushing. Heute nur gecampt und herumgehangen. Sind nicht mal an die Falls gegangen.

Die Mackinac Bridge und eine unfreiwillige Schlammtour im Wilderness SP. 22-24.8.2013

Die ersten Herbstfarben zeigen sich in den Bäumen. Zudem haben wir den Eindruck, das Licht sei nördlicher und die Landschaft herber. Elchland!  Via HWY 123 und I-75 erreichen wir das Mackinac County. Schon von weitem sehen wir sie, die berühmte Mackinac Bridge, welche sich 8.7 km lang über über die Straits of Mackinac erstreckt und einen unglaublichen Blick auf die beiden Seen, rechts der Lake Michigan, links der Lake Huron und viele Inseln erlaubt. Nach einem Walmart- und Friseurbesuch gehts zum Wilderness SP am Lake Michigan, wo wir vor allem Velo fahren, relaxen und abends die Camperromantik mit Lagerfeuer geniessen. Einzig diese Veloschlammtour war nicht eingeplant. Wir fuhren einen Trail entlang, der uns anfangs durch sonnenbeschienene Waldwege leitete und plötzlich in Sumpf überging, so dass wir absteigen und teils bis zu den Knöcheln durch klares Wasser oder moorige Masse mussten. Dass dabei grellgrüne und goldbraune Frösche, eine Schlange und viele Kaulquappen zwischen...

Wellenreiten am Lake Michigan, Petoskey-Stones in Petoskey. 25.-26.8.2013

So langsam geht unsere Reise dem Ende zu und so gönnen wir uns jetzt längere Aufenthalte am selben Ort. Kaum sind wir im schwülheissen Petoskey SP angekommen, flitzen wir verschwitzt die paar Meter zum Lake Michigan. Wegen des stürmischen Wetters in den vergangenen Tagen ist der See aufgewühlt und produziert hohe Wellen, in die wir uns mit Begeisterung werfen. Das Wasser ist warm und sehr sauber. Und.. wenn man Wasser schluckt, schmeckt es nicht nach Salz und brennt nicht in den Augen wie bei Salzwasser. Wunderbar erfrischt steigen wir aus den Fluten. Wir beobachten viele Seevögel, die nicht nur zum Jagen in den See stechen, sondern auch zum Trinken. Der CG im Petoskey SP ist sehr zu empfehlen, denn er liegt direkt neben dem See, ist jedoch angenehm halbschattig mit seinen hohen Bäumen. Zudem verfügt er über WC und Duschen. 26.8.2013. Trotz regnerischem Wetter und Schwüle fahren wir mit den Velos nach Petoskey. Der Ort beherbergt vor allem die Reichen von Michigan. Wir bewundern...

Steile Sleeping Bear Düne, grüner Platte River. 27.-28.8.2013

Dicke Tropfen prasseln herab, als wir den Platte River CG erreichen. Wir hoffen, der Regen reinigt die Luft und wischt den Waschküchendunst aus der Luft. Spätabends können wir doch noch raussitzen. Wir messen 84% Luftfeuchtigkeit und 29° C. Drinnen ist's noch wärmer und schwüler. Wir können uns gar nicht erklären, warum es hier im Norden so feuchtwarm ist. 28.8.2013. Bei 23°C und 82% Luftfeuchtigkeit gehen wir an den nahen Platte River, dessen frische grüne Farbe einlädt, eines der angebotenen Kajaks zu mieten und den Fluss bis zum Lake Michigan zu erkunden. Marcel winkt ab, da wir keinerlei Rudererfahrung haben. Stattdessen fahren wir  zur Sleeping Bear Düne und laufen bis zur höchsten Stelle, die uns eine fantastische Aussicht über die steil zum See abfallende Düne bietet. Sportliche kraxeln auf allen Vieren die Düne rauf und runter. Im schönsten Sonnenschein leuchtet der Lake Michigan in sämtlichen Blau- und Grünfarben herauf. Danach besichtigen wir das nahe Glen Harbour,...

Silverlake, der See zwischen Land und Düne. 29.8.2013

Wir können unser Glück kaum fassen. Für einen Tag gehört uns ein supergrosser Platz in vorderster Front . Er liegt unter hohen lichten Bäumen direkt am Silverlake. Auf der anderen Seite des Sees erstrecken sich hohe Dünen, auf denen sich Buggies und Dünenkraxler bewegen. Hinter den Dünen liegt der Lake Michigan. Wir lassen es uns gut gehen und geniessen die interessante Ambiance um uns herum. Da sind z.B. unsere äusserst bewegungsfreundliche Nachbarn, bestehend aus einem Vater, erwachsenem Sohn und Tochter. Erstaunlich, was sie auf ihrem Platz alles untergebracht haben: einen grossen Wohnwagen, einen Jeep, einen Anhänger, einen Buggy, ein Motorrad Marke Harley Davidson, eine Riesenbeige Brennholz, ein Feuerrondell, einen Tisch mit Bänken, einen Grill und diverses Zubehör. Abends finden noch PW und ein grosser Pickup darauf Platz. Luftfeuchtigkeit 84%. Im nahen Ort ist alles auf Tourismus ausgerichtet. Viele Boutiquen ect. Buggies kann man in verschiedenen Ausführungen  mieten,...

Die Dachluke klemmt! Labordaywochenende an den Warren Dünes. 30.8.-2.9.2013

Kaum im Warren Dünes SP im Süden des Lake Michigan angekommen, droht ein Gewitter. Also alle Klappen zumachen, damit's nicht reinregnet. Wenn's so leicht wäre! Denn unsere Ventilatordachluke über den beiden Sitzen klemmt und lässt sich trotz allen Versuchen nicht mehr schliessen. Es fängt an zu regnen. Etwas entfernt donnert und blitzt es. Irgendwie müssen wir die offene Klappe abdecken. Ich rase los. Bin auf der Suche nach einem grossen Trailer, denn die haben öfters Leitern bei sich. Leider vergebens, keiner hat eine Leiter. Nun geht Marcel in die andere Richtung los. Vielleicht sind die Ranger noch da und haben eine Leiter? Unterwegs fragt er im Shop an. Sie haben eine Leiter. Die freundliche Dame kommt gleich mit. Sie spricht übrigens Marcel und mich mit "Honey" an. Ich habe mittlerweile ein Stück Plastik zugeschnitten und die Ränder mit breitem Plastikband überlappend beklebt. Es tropft und donnert. Die junge Dame klettert wie ein Affe über die Leiter und Fahrertür auf's Dach...

Dachluke wieder zu. Internet- und Waschtag in Toledo und Geneva. OHIO. 3.-4.9.2013

Morgens als ersten RV-Repair Firma gesucht. Beim dritten Anlauf klappts einigermassen. Der Mechaniker hat die Klappe zugedrückt, Marcel von Innen zurückgedreht. Anders gings nicht. Die Klappe hier zu reparieren hat keinen Sinn. Nun können wir sie bis zur definitiven Reparatur in der Schweiz nicht mehr öffnen und auch den Ventilator nicht mehr benutzen. Nun, wir werden's überleben. Die Reise dauert ja nur noch 17 Tage. Den Drainageschlauch behalten wir noch, denn bei einem Sturm mit Wolkenbruch wissen wir nicht, ob die Klappe dicht hält. Diesmal suchen wir einen CG mit WiFi, da wir dringend ins Internet müssen. Auch bei dieser Suche nach einem CG werden wir erst beim vierten Anlauf fündig. Wir müssen fast 60 km wieder zurückfahren. Dort finden wir im KOE Toledo, am Lake Erie, was wir suchen. Schlimm: meine Mutter liegt im Krankenhaus. Es gibt Komplikationen. 4.9.2013. An Cleveland vorbeigefahren. Wunderschöne Skyline

Ankunft im Ort Niagara Falls. 5.9.2013

Gelächter! Auf der I - 90 fährt überholt uns ein Strassenbaustellenlaster mit dampfendem Asphalt. Hinten steht in grosser Schrift: "Do not follow". Offenbar fahren dem LKW immer wieder Autos nach. Wir kommen auf dem teils 5-spurigen Strasse via Buffalo nach Niagara Falls, wo sich ein Shop an den anderen reiht und der Tourismus voll blüht, um es gelinde zu sagen. Viele Leute lassen sich hier trauen oder verbringen hier ihre Flitterwochen. Uns überrascht das Getümmel nicht, waren wir doch durch unsere Reiselektüre vorgewarnt. Wir buchen für den nächsten Tag eine Tour für die canadischen Fälle. Schon mal Infos zu den Niagara Falls: Pro Sekunde stürzen über 1 Mio Badewannen über ihren Rand. Die Niagara Falls schaffen es gerade so unter die 500 Top der Welt. Dennoch, wenn sie sich wie flüssiges Glas über den Abgrund ergiessen, wenn sie tosend ins Leere donnern, und wenn man sich ihnen in einer Nussschale von Boot vom Wasser aus nähert, ist das ein Ereignis, das man nicht so schnell...

Spektakuläre Niagara Fälle. 6.9.2013

Wir werden am späten Vormittag von unserer Reiseleiterin mit Van vom CG abgeholt. Danach holt sie noch ein weiteres Paar aus einem KOA ab. Kurze gegenseitige Vorstellung. Er erzählt uns im Laufe der Tour einiges von sich. Jetzt sei er retired. Seine Firma habe er jetzt verkauft. Er sei im Ölgeschäft tätig gewesen. In Sankt Moritz in der Schweiz sei er mit 19 gewesen. Seine Frau meint, da sei sie nicht dabei gewesen, zieht eine Grimasse und macht eine Handbewegung für viel Trinken. Er lächelt dazu. Zusammen mit diesem Ehepaar fährt uns die Reisebegleiterin über die Grenze über die berühmte Rainbow Bridge, und danach zum Eingang der Bootstour. Dort erhalten wir blaue Regenmäntel mit Kaputzen und schon sind wir mit vielen Anderen auf der  Maid of the Mist unterwegs. Die Tour dauert nur 15 Minuten, doch nach zwei Minuten sind alle nass, welche noch keine Mäntel anhaben. Es spritzt von allen Seiten. Man schaut ungläubig hoch zu den Fällen, zu diesen unglaublichen Wassermassen, welche...

Wilde Truthähne. Parker Dam SP bei Penfield, Shawnee SP + Gambril SP Maryland. 7-9.9.2013

Ein Wild Turkey (wilder Truthahn) hat unsere Windschutzscheibe knapp verfehlt. Er stand am Strassenrand und wollte eigentlich die Strasse überqueeren. Warum er plötzlich aufgeflogen ist, wissen die Götter. Wir sind froh, dass er's über uns weg geschafft hat. Ein Zusammenprall hätte ihn das Leben gekostet und der mindeste Schaden für uns wäre eine zerbrochene Windschutzscheibe gewesen. Heute und am 8.9. haben wir einfach gefaulenzt. Und bei meinem Morgenspatziergang zum Showerhouse (ja, so wird hier das Häuschen mit den Kloh's und Duschen genannt) haben fünf Wild Turkey's meinen Weg gekreuzt. Lustig: sie rennen wie Hühner. Die Verwandtschaft lässt sich nicht verbergen.  9.9.2013. Auf der Fahrt zum Gambril SP ein Riesen-Outletcenter aufgesucht und viel Geld für Schuhe, Umhängetasche, Lederjacke, Hemden, Bluse, Levis ect. ausgegeben. Wieviel, bleibt unser Geheimnis

Delphine + Zweimal Meer zwischen dem Atlantik, der Chesapeak Bay und Delaware Bay südlich von Washington. 10.-13.9.2013

Die Fahrt zwischen Baltimore und Washington hindurch ist grauenhaft. Die teils 4-spurige Autobahn ist voll, das rechtzeitige Linkseinspuren im starken Verkehr nervt. Kurz: Das ist eine Strecke für Marcel... Der dann auch nervt, weil er Wörter gebraucht, die ein Gentleman nicht benutzen sollte. Ein Riesenstau wegen eines Unfalls bei über 30°C bringt auch keine Freude. Immerhin durchbläst ein angenehmer Luftzug unseren Innenraum, während wir bei abgeschaltetem Motor darauf warten, das es weitergeht. Hubschrauber kreisen über uns. Wir wundern uns über Verkehrsteilnehmer, welche auf der äussersten linken Spur auf den Grasstreifen fahren, dort umdrehen und in umgekehrter Fahrtrichtung zur nächsten Ausfahrt fahren. Ein Vorgang, der sie in der Schweiz vermutlich den Führerschein kosten würde. Endlich kommen wir an auf der Halbinsel zwischen Atlantik und der Seashore Bay. Als wir unseren CG Delaware Seashore sehen, sind wir auf den ersten Blick alles andere als begeistert. Der Platz liegt in...

City der Macht, Monumente und anderer Sehenswürdigkeiten. Washington DC! 14.-18.9.2013

Super! Für die meisten Museen ist der Eintritt frei. Wir liefen, bis uns die Sohlen rauchten und sahen doch nur einen kleinen Teil des Smitsonian National Museums, welches in sich 16 Museen beherbergt.  des American Indians Museums mit den vielen Kunstobjekten aus Keramik, der Beschreibung des Lebens, Spirualität, Musik, Architektur,         Tanz ect. des Air und Space Museums  mit vielen Flugzeugen. z.B. Lindbergs Spirit of St. Louis, das Kommandomodul der Apollo II. des Planetariums mit dem Thema "Journey to the Stars". die National Gallery of Art, wo wir uns für europäische, moderne Kunst interessierten. Schön waren auch z.B. die Mobiles von Calder National Museum of Natural History   Wir stiefelten durch die National Mall mit ihren vielen Gebäuden aus Marmor und vorgelagerten griechischen Säulen. vorbei an Mahnmalen, die an vergangene Konflikte erinnern, Memorials wie z.B. von MartinLuther King Beäugten das äusserst repräsentative...

Wohnmobil abgeben zur Verschiffung. Abschiedsstimmung in Baltimore. 19.9.2013

Frühmorgens. Wir verlassen Washington und fahren im dichten Morgenverkehr Richtung Baltimore. Rush Hour. Das GPS will die kürzeste Strecke nehmen, welches uns durch zwei für unser Wohnmobil verbotene Tunnels fahren leiten will. Marcel weiss jedoch ungefähr, wo wir durch müssen und fährt so, wie er es für richtig hält. Nach einigen Adrenalinstössen, weil wir uns kurz verfahren haben, finden wir doch noch die richtige Zubringerstrasse, den HWY 695. Ein erster Stein fällt uns vom Herzen, als wir eine Stunde früher als  abgesprochen den vereinbarten Parkplatz vor der Speditionsfirma Pride International erreichen. Frau Heide Müller trifft soeben ein. Mit ihrer Hilfe  wickeln wir das Prozedere für die Verschiffung ab. Der zweite Stein fällt uns vom Herzen. Frau Müller fährt uns noch zum Hafen, wo ein Hotelzimmer für uns bereit ist. Wir leisten uns noch eine Fried Chesapeak Seafood Platter im Phelps am Inner Harbor. Trinken noch Glas Wein und einen Cocktail Margaritha, danach...